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MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen von Rekordständen etwas zurück

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen von Rekordständen etwas zurück

DOW JONES--DIe europäischen Aktienmärkte kommen bis Freitagmittag von den Tageshochs zurück. Zuvor wurden allerdings neue Allzeithochs markiert. Auch ohne die Unterstützung der Wall Street, die zum Wochenschluss wegen des vorgezogenen Unabhängigkeits-Feiertages geschlossen bleibt, hält damit das Aufwärtsmomentum an. Das Sentiment wird weiter gestützt durch das am Vortag präsentierte Reformpaket der Bundesregierung. Der DAX legt um 0,4 Prozent auf 25.682 Punkte zu, das Rekordhoch liegt nun bei 25.810 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 steigt ebenfalls um 0,4 Prozent auf 6.384 Punkte und hat bei 6.405 Punkten ebenfalls neue Höchststände markiert.

Mit dem schwächeren US-Arbeitsmarkt am Vortag wurden die Zinserhöhungserwartungen in den USA etwas zurückgeschraubt, was den Goldpreis beflügelt, das Edelmetall notiert am Mittag bei 4.180 Dollar und damit 1,4 Prozent höher. Der Euro handelt bei 1,1451 Dollar. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stagniert knapp unter der Marke von 72 Dollar.

Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus hat das Risiko eines vollständigen Lieferausfalls von verflüssigtem Erdgas (LNG) auf dem Weltmarkt verringert. Die LNG-Schifffahrtsströme erholten sich jedoch viel langsamer als bei Rohöl, was die Exportkapazitäten voraussichtlich bis weit in das dritte Quartal hinein einschränken werde, sagt Daniel Hynes, Senior Commodity Strategist bei ANZ.

Die Mitteilung von Rheinmetall (-1,6%) zu den "möglichen Auswirkungen des Baustopps von sechs F126-Fregatten" auf den Umsatz überrasche nicht, heißt es im Handel. Vielmehr hatte die Aktie bereits vor Tagen auf die originäre Meldung stark reagiert. Die Analysten von JP Morgan haben die Gewinnschätzungen für Rheinmetall gesenkt und nennen drei Gründe: Erstens vollzögen sich Veränderungen in der Verteidigungstechnologie weitaus schneller als erwartet. Zweitens lasse sich die Bundesregierung bei der Auftragsvergabe mehr Zeit als gedacht; und drittens nehmen die Analysten eine vorsichtigere Haltung bezüglich der Umsetzungsrisiken und Margen ein. Als Reaktion auf die niedrigeren Gewinnschätzungen haben sie das Kursziel für Dezember 2027 um 10 Prozent auf 1.350 Euro gesenkt.

Gea legen nach einer Hochstufung der RBC auf "Outperform" um 2,0 Prozent zu. Die Analysten verweisen auf die Historie einer Cash-Conversion von nahezu 100 Prozent, einer exzellenten Kapitalallokation und einer treuen Kundenbasis. Gea notiere trotz der starken Kursentwicklung in jüngster Zeit mit einem Abschlag von rund 10 Prozent gegenüber den direkten Wettbewerbern und mit einem Minus von 17 Prozent gegenüber den Werten des europäischen Sektors.

Die europäischen Technologiewerte legen nach dem Abverkauf der vergangenen Tage eine Erholungsbewegung hin. Die guten Vorgaben von Samsung und SK Hynix aus Südkorea geben dabei die Richtung vor. Während einige Analysten hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieser Hyperscaler-Gewinne vorsichtig bleiben, sind die Erwartungen an die US-Zinserhöhungen gesunken und haben die Risikobereitschaft gefördert. Der europäische Sektorindex notiert 1,5 Prozent im Plus.

L'Oreal kann ein starkes zweites Quartal erwarten, dürfte danach aber mit schwierigeren Trends konfrontiert werden, so die Analysten von JP Morgan. Der Kosmetikkonzern dürfte für den Zeitraum von April bis Juni ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von rund 5 Prozent im Jahresvergleich ausweisen und damit die gute Dynamik der ersten Monate des Jahres fortsetzen. Dennoch könnte sich das Wachstum dann verlangsamen, da schwierigere Vergleichswerte zum Tragen kämen und die Nachfrage nach Kosmetika, Hautpflege und Make-up in wichtigen Märkten in Nordamerika und Europa nachzulassen beginne, so die Analysten. Die Aktie fällt um 3,3 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.383,63  +0,4   23,16    6.360,47    10,2 
Stoxx-50        5.450,26  +0,1    3,86    5.446,40    10,8 
DAX          25.682,30  +0,4   101,42    25.580,88    4,9 
MDAX          32.867,45  +1,0   322,59    27.039,42    7,3 
TecDAX         3.887,78  0,0    0,04    3.091,28    7,3 
SDAX          18.397,75  +0,9   168,58    13.062,07    7,1 
FTSE          10.614,40  -0,4   -38,47    10.652,87    6,9 
CAC           8.472,95  -0,0   -1,91    8.474,86    4,0 
SMI          14.324,23  -0,2   -28,75    14.352,98    8,0 
ATX           6.552,76  +0,9   55,62    6.497,14    23,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:04 
EUR/USD          1,1451  +0,2   0,0021     1,1430   1,1446 
EUR/JPY          184,45  +0,2   0,2800     184,17  184,1900 
EUR/CHF          0,9195  +0,1   0,0010     0,9185   0,9181 
EUR/GBP          0,857  +0,1   0,0006     0,8564   0,8565 
USD/JPY          161,07  -0,0  -0,0200     161,09  160,9000 
GBP/USD          1,3359  +0,1   0,0013     1,3346   1,3358 
USD/CNY          6,7811  -0,1  -0,0075     6,7886   6,7886 
USD/CNH          6,7838  -0,1  -0,0040     6,7878   6,7856 
AUS/USD          0,6939  +0,3   0,0018     0,6921   0,6928 
Bitcoin/USD      61.941,13  +0,7   407,74    61.533,39 61.511,80 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         68,57  -0,2   -0,12      68,69 
Brent/ICE         71,94  +0,2    0,14      71,80 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.179,59  +1,4   56,79    4.122,80 
Silber           62,37  +2,2    1,36      61,01 
Platin         1.654,42  +2,4   38,17    1.616,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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July 03, 2026 07:19 ET (11:19 GMT)

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SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
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