DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
PORSCHE - Nach einer ersten Verkleinerung des Vorstands erreicht der Umbau nun die nächste Managementebene. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen trifft es die Führungskräfte unterhalb des Vorstands. So baut Vertriebsvorstand Matthias Becker sein Ressort um und verringert die Zahl der Vertriebsregionen von fünf auf drei. (Handelsblatt)
WIRECARD - Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat neun Personen angeklagt, die in Verbindung mit einem mutmaßlich weltweit agierenden Betrugs- und Geldwäschenetz stehen sollen. Die fast 2.400 Seiten Anklage soll sich unter anderem gegen den früheren Unzer-Chef Mirko Hüllemann, den Berater Ruben Weigand sowie die ehemalige Wirecard-Managerin Brigitte Häuser-Axtner richten. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Informationen aus mit den Vorgängen vertrauten Kreise. Der Vorwurf: Zusammen mit zahlreichen weiteren Beschuldigten sollen sie Kreditkartendaten von rund 4,3 Millionen Menschen aus 193 Ländern systematisch missbraucht und dadurch einen Schaden von mindestens 300 Millionen Euro verursacht haben. Ihre Ermittlungen führten die Fahnder unter dem Codenamen "Operation Chargeback". (Handelsblatt)
BAYER - Nach dem Sieg des Leverkusener Konzerns im Glyphosat-Rechtsstreit vor dem Supreme Court in den USA hat der unterlegene Kläger John L. Durnell angekündigt, das Unternehmen erneut zu verklagen. "Ich lasse sie nicht vom Haken", sagte der Rentner aus dem US-Bundesstaat Missouri der Wochenzeitung Die Zeit. In einer neuen Klage will Durnell andere Gründe als die fehlenden Warnhinweise geltend machen. Aktuell berate er sich mit seinen Anwälten, werde aber definitiv wieder vor Gericht ziehen, gab Durnell weiter an: "Nennen wir es Durnell gegen Monsanto 2.0". (Die Zeit)
ROLLS ROYCE - Der CEO des Motorenherstellers Power Systems rechnet damit, dass der Markt für kleine modulare Kernkraftwerke (Small Modular Reactors) bis zum Jahr 2050 auf eine Billion US-Dollar wachsen könnte. "Die ersten Anlagen sollen Anfang der 2030er Jahre in Betrieb gehen", sagte CEO Jörg Stratmann im Interview. "Bis 2050 könnte der weltweite SMR-Markt ein Volumen von rund 1 Billion US-Dollar erreichen und mehrere hundert Reaktoren umfassen." (Welt)
D-MARIN - Die französische Private-Equity-Gesellschaft InfraVia übernimmt das in Athen ansässige Unternehmen D-Marin, einen führenden Betreiber von Yachthäfen im Mittelmeerraum. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Nach Angaben von Insidern wurde D-Marin im Rahmen der Transaktion mit 1 bis 1,5 Milliarden Euro bewertet. CVC hatte das Unternehmen im Jahr 2020 übernommen. Der Deal ist der jüngst einer ganzen Reihe im Yachthafen-Sektor, eine steigende Nachfrage und Konsolidierungsmöglichkeiten in den fragmentierten Markt ziehen Investoren wie Blackstone und Stonepeak an. D-Marin verfügt über 22 Yachthäfen im Mittelmeerraum und sechs weitere in Märkten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten. Insgesamt verfügt das Unternehmen über 14.300 Liegeplätze. (Financial Times)
NORD STREAM - Der Pipeleinbetreiber Nord Stream hat eine Klage in Höhe von 850 Millionen Euro gegen Versicherer unter der Führung von Lloyd's of London wegen der Explosionen verloren, die russische Gaspipelines nach Europa zerstörten hatten. Eine Richterin am High Court in London befand, dass diese nicht für den Schaden aufkommen müssten. Russland, die Ukraine und die USA wurden im Laufe des Verfahrens alle als potenzielle Verursacher der Explosionen von 2022 in der Ostsee identifiziert, doch die Richterin, Dame Clare Moulder, stellte nicht fest, welche Partei letztlich verantwortlich war. Damit müssen westliche Versicherer keine hohe Entschädigungssumme an ein Unternehmen zahlen, das mehrheitlich im Besitz von Gazprom ist, dem staatlich unterstützten russischen Gaskonzern, den Moskau nutzte, um Europa den Gashahn zuzudrehen. (Financial Times)
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July 07, 2026 00:48 ET (04:48 GMT)
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