Vaduz (ots) -
Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für die erste Etappe der Sanierung und Erneuerung der 1970 eröffneten Sportanlagen Rheinau sowie für die Sanierung des Rheindamms im Bereich der Sportanlagen erfolgt. Regierungsrat Hubert Büchel und Gemeindevorsteher Karl Malin würdigten den gemeinsamen Projektstart als wichtigen Schritt zu einem verbesserten Hochwasserschutz.
Gleichzeitig setzt die Gemeinde Balzers mit der Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen Rheinau ein klares Zeichen für die Zukunft. Auf der Basis eines Masterplans erfolgt die bewusst gewählte etappenweise Umsetzung nach den Prämissen: Dringlichkeit, Notwendigkeit, Machbarkeit und
Finanzierbarkeit. Dabei wird beibehalten, was möglich ist; saniert, was sinnvoll ist und erneuert, was notwendig ist.
Im Rahmen der Medienorientierung informierten Innenminister Hubert Büchel, Gemeindevorsteher Karl Malin sowie Anne Christine Pfaffen, Projektleiterin Rhein vom Amt für Bevölkerungsschutz über die beiden Vorhaben und über deren Bedeutung für das Land und die Gemeinde. Die gleichzeitige Umsetzung der Dammsanierung und der Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen schafft wertvolle Synergien und ermöglicht eine koordinierte Realisierung beider Projekte. Während die Dammsanierung einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Stärkung des Hochwasserschutzes am Rhein leistet, wird mit der schrittweisen Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen Rheinau eine bedeutende und viel genutzte Infrastruktur ertüchtigt, modernisiert und zukunftsorientiert weiterentwickelt, damit die mehreren hundert Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder weiterhin jede Woche ihrem Lieblingssport nachgehen können.
Sportanlagen Rheinau - Masterplan und Sanierung Kunstrasen
Die etappenweise Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen Rheinau soll in wenigen Wochen mit der Umsetzung der 1. Etappe mit der Sanierung des Kunstrasenplatzes (Ersatz Deckbelag) starten. Diese Massnahme wurde bewusst als erster Projektschritt gewählt, da der bestehende Belag seine Lebensdauer bereits deutlich überschritten hat und entsprechende Abnutzungserscheinungen aufweist. Mit dem Ersatz wird die Spielqualität verbessert und die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer erhöht. Mir der Wahl eines sogenannten "unverfüllten" Kunstrasenplatzes wird einer unerwünschten Verbreitung des Füllgranulats ausserhalb der Sportanlage aktiv entgegengewirkt. Da der Kunstrasenplatz am bestehenden Standort erhalten bleibt, können die vorhandene Unterkonstruktion und die bestehende Beleuchtung weiterhin genutzt werden. Dies ermöglicht eine effiziente und ressourcenschonende Umsetzung der Sanierungsmassnahmen.
Hochwasserschutz - Instabile Rheindammabschnitte werden ertüchtigt
Die Rheindämme wurden in ihrer Grundstruktur im 19. Jahrhundert errichtet. Heute können sie ihre Schutzfunktion gegenüber grossen Hochwasserereignissen nicht mehr überall vollumfänglich erfüllen. Untersuchungen des Amtes für Bevölkerungsschutz, die in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden des Kantons St. Gallen durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass einzelne Dammabschnitte einem Hochwasserereignis, wie es statistisch etwa alle 100 Jahre auftreten kann, nicht mehr zuverlässig standhalten können.
Nach umfangreichen Planungen konnten die ersten Sanierungsarbeiten im Herbst 2021 auf diesen besonders instabilen Dammabschnitten aufgenommen werden. Die entsprechenden Stellen in Triesen, Schaan und Bendern werden seither jeweils über die Wintermonate saniert. Bis im Jahr 2028 sollen jene Dammabschnitte ertüchtigt sein, die die grössten Stabilitätsdefizite aufweisen. Innerhalb der nächsten 20 Jahre soll das gesamte, rund 26 Kilometer lange Dammbauwerk saniert werden.
Der Rhein soll künftig aber nicht nur sicherer, sondern auch naturnaher gestaltet werden. Ergänzend zu den Dammsanierungen plant das Land deshalb Revitalisierungsmassnahmen. Eine Flussaufweitung ist insbesondere auf einem Abschnitt im Gebiet der Gemeinden Schaan und Eschen vorgesehen. Mit der Aufweitung soll dem Rhein mehr Raum gegeben werden. Dadurch werden die Biodiversität gefördert, wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen sowie die Attraktivität des Rheins als Erholungsraum erhöht.
Dammsanierung bei der Sportanlage Rheinau
Im Zuge der Erneuerung des Kunstrasenfelds wird gleichzeitig der angrenzende Rheindammabschnitt saniert. Da die Sportanlage in diesem Bereich unmittelbar an den luftseitigen Dammfuss angrenzt, wäre eine spätere Ertüchtigung des Rheindamms nur mit erheblichen Einschränkungen und zusätzlichem Aufwand möglich.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der örtlichen Gegebenheiten kommt im Bereich des Kunstrasenplatzes eine speziell auf die Situation abgestimmte Sanierungslösung zur Anwendung. Die Dammsanierung sieht die Erstellung einer Stützkonstruktion in Form von zurückversetzten Betonelementen vor. Diese Konstruktion erfüllt nicht nur die Anforderungen an die Dammsicherheit, sondern dient gleichzeitig als Tribüne für die Sportanlage.
Sicherheit und Vereinsförderung
Gemeindevorsteher Karl Malin zeigte sich erfreut über die Möglichkeit einer parallelen Realisierung des Landes- und des Gemeindeprojekts. Beim Landesprojekt stehe dabei die grosse Bedeutung des Sicherheitsaspekts im Fokus. Mit Blick auf die Sanierung und Erneuerung der Sportinfrastruktur auf der Rheinau betonte Malin, dass es den Gemeindeverantwortlichen ein Grundanliegen sei, den Vereinen der "Sportgemeinde Balzers" eine Basisinfrastruktur zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren Grundauftrag - die zeitgemässe Ausübung ihres Sportes für Alt und Jung - auch weiterhin sportlich fachgerecht und gesundheitsfördernd ausführen können. Dies als aktive Vereinsförderung und als Beitrag für ein gelebtes Miteinander in Balzers.
Generationenprojekt mit hoher Priorität
Innenminister Hubert Büchel unterstrich beim Spatenstich die Bedeutung der Rheindammsanierungen für die Sicherheit von Bevölkerung und Infrastruktur: "Hochwasser sind Naturgefahren mit einem erheblichen Schadenspotenzial und können für Liechtenstein existenzbedrohende Ausmasse annehmen. Gleichzeitig lässt sich das Risiko durch gezielte Schutzmassnahmen wirksam reduzieren. Die Sanierung der Rheindämme hat deshalb für die Regierung hohe Priorität. Der Start eines weiteren Sanierungsabschnitts in Balzers sowie die Fortschritte bei diesem Generationenprojekt sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem verbesserten Hochwasserschutz."
Gemeinsame Lösung für Dammsicherheit und Sportinfrastruktur
Auch die Gemeinde Balzers misst der Dammsanierung und dem Hochwasserschutz sicherheitspolitisch eine grosse Bedeutung bei. Gemeindevorsteher Karl Malin führte aus, dass bei der gewählten Dammsanierungslösung, neben dem hohen Stellenwert der Sicherheit für die Bevölkerung, auch die Bedürfnisse der Sportinfrastruktur berücksichtigt wurden. Gleichzeitig habe die Gemeinde das Ziel, die Infrastruktur in der Rheinau während den nächsten Jahren nachhaltig und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Pressekontakt:
Ministerium für Inneres, Wirtschaft und Sport
Anne Christine Pfaffen, Amt für Bevölkerungsschutz
T +423 236 69 21
Anne.Pfaffen@llv.li
Gemeindeverwaltung Balzers
Karl Malin, Gemeindevorsteher
T +423 388 05 01
karl.malin@balzers.li
Original-Content von: Fürstentum Liechtenstein, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100941157
Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für die erste Etappe der Sanierung und Erneuerung der 1970 eröffneten Sportanlagen Rheinau sowie für die Sanierung des Rheindamms im Bereich der Sportanlagen erfolgt. Regierungsrat Hubert Büchel und Gemeindevorsteher Karl Malin würdigten den gemeinsamen Projektstart als wichtigen Schritt zu einem verbesserten Hochwasserschutz.
Gleichzeitig setzt die Gemeinde Balzers mit der Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen Rheinau ein klares Zeichen für die Zukunft. Auf der Basis eines Masterplans erfolgt die bewusst gewählte etappenweise Umsetzung nach den Prämissen: Dringlichkeit, Notwendigkeit, Machbarkeit und
Finanzierbarkeit. Dabei wird beibehalten, was möglich ist; saniert, was sinnvoll ist und erneuert, was notwendig ist.
Im Rahmen der Medienorientierung informierten Innenminister Hubert Büchel, Gemeindevorsteher Karl Malin sowie Anne Christine Pfaffen, Projektleiterin Rhein vom Amt für Bevölkerungsschutz über die beiden Vorhaben und über deren Bedeutung für das Land und die Gemeinde. Die gleichzeitige Umsetzung der Dammsanierung und der Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen schafft wertvolle Synergien und ermöglicht eine koordinierte Realisierung beider Projekte. Während die Dammsanierung einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Stärkung des Hochwasserschutzes am Rhein leistet, wird mit der schrittweisen Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen Rheinau eine bedeutende und viel genutzte Infrastruktur ertüchtigt, modernisiert und zukunftsorientiert weiterentwickelt, damit die mehreren hundert Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder weiterhin jede Woche ihrem Lieblingssport nachgehen können.
Sportanlagen Rheinau - Masterplan und Sanierung Kunstrasen
Die etappenweise Sanierung und Erneuerung der Sportanlagen Rheinau soll in wenigen Wochen mit der Umsetzung der 1. Etappe mit der Sanierung des Kunstrasenplatzes (Ersatz Deckbelag) starten. Diese Massnahme wurde bewusst als erster Projektschritt gewählt, da der bestehende Belag seine Lebensdauer bereits deutlich überschritten hat und entsprechende Abnutzungserscheinungen aufweist. Mit dem Ersatz wird die Spielqualität verbessert und die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer erhöht. Mir der Wahl eines sogenannten "unverfüllten" Kunstrasenplatzes wird einer unerwünschten Verbreitung des Füllgranulats ausserhalb der Sportanlage aktiv entgegengewirkt. Da der Kunstrasenplatz am bestehenden Standort erhalten bleibt, können die vorhandene Unterkonstruktion und die bestehende Beleuchtung weiterhin genutzt werden. Dies ermöglicht eine effiziente und ressourcenschonende Umsetzung der Sanierungsmassnahmen.
Hochwasserschutz - Instabile Rheindammabschnitte werden ertüchtigt
Die Rheindämme wurden in ihrer Grundstruktur im 19. Jahrhundert errichtet. Heute können sie ihre Schutzfunktion gegenüber grossen Hochwasserereignissen nicht mehr überall vollumfänglich erfüllen. Untersuchungen des Amtes für Bevölkerungsschutz, die in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden des Kantons St. Gallen durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass einzelne Dammabschnitte einem Hochwasserereignis, wie es statistisch etwa alle 100 Jahre auftreten kann, nicht mehr zuverlässig standhalten können.
Nach umfangreichen Planungen konnten die ersten Sanierungsarbeiten im Herbst 2021 auf diesen besonders instabilen Dammabschnitten aufgenommen werden. Die entsprechenden Stellen in Triesen, Schaan und Bendern werden seither jeweils über die Wintermonate saniert. Bis im Jahr 2028 sollen jene Dammabschnitte ertüchtigt sein, die die grössten Stabilitätsdefizite aufweisen. Innerhalb der nächsten 20 Jahre soll das gesamte, rund 26 Kilometer lange Dammbauwerk saniert werden.
Der Rhein soll künftig aber nicht nur sicherer, sondern auch naturnaher gestaltet werden. Ergänzend zu den Dammsanierungen plant das Land deshalb Revitalisierungsmassnahmen. Eine Flussaufweitung ist insbesondere auf einem Abschnitt im Gebiet der Gemeinden Schaan und Eschen vorgesehen. Mit der Aufweitung soll dem Rhein mehr Raum gegeben werden. Dadurch werden die Biodiversität gefördert, wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen sowie die Attraktivität des Rheins als Erholungsraum erhöht.
Dammsanierung bei der Sportanlage Rheinau
Im Zuge der Erneuerung des Kunstrasenfelds wird gleichzeitig der angrenzende Rheindammabschnitt saniert. Da die Sportanlage in diesem Bereich unmittelbar an den luftseitigen Dammfuss angrenzt, wäre eine spätere Ertüchtigung des Rheindamms nur mit erheblichen Einschränkungen und zusätzlichem Aufwand möglich.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der örtlichen Gegebenheiten kommt im Bereich des Kunstrasenplatzes eine speziell auf die Situation abgestimmte Sanierungslösung zur Anwendung. Die Dammsanierung sieht die Erstellung einer Stützkonstruktion in Form von zurückversetzten Betonelementen vor. Diese Konstruktion erfüllt nicht nur die Anforderungen an die Dammsicherheit, sondern dient gleichzeitig als Tribüne für die Sportanlage.
Sicherheit und Vereinsförderung
Gemeindevorsteher Karl Malin zeigte sich erfreut über die Möglichkeit einer parallelen Realisierung des Landes- und des Gemeindeprojekts. Beim Landesprojekt stehe dabei die grosse Bedeutung des Sicherheitsaspekts im Fokus. Mit Blick auf die Sanierung und Erneuerung der Sportinfrastruktur auf der Rheinau betonte Malin, dass es den Gemeindeverantwortlichen ein Grundanliegen sei, den Vereinen der "Sportgemeinde Balzers" eine Basisinfrastruktur zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren Grundauftrag - die zeitgemässe Ausübung ihres Sportes für Alt und Jung - auch weiterhin sportlich fachgerecht und gesundheitsfördernd ausführen können. Dies als aktive Vereinsförderung und als Beitrag für ein gelebtes Miteinander in Balzers.
Generationenprojekt mit hoher Priorität
Innenminister Hubert Büchel unterstrich beim Spatenstich die Bedeutung der Rheindammsanierungen für die Sicherheit von Bevölkerung und Infrastruktur: "Hochwasser sind Naturgefahren mit einem erheblichen Schadenspotenzial und können für Liechtenstein existenzbedrohende Ausmasse annehmen. Gleichzeitig lässt sich das Risiko durch gezielte Schutzmassnahmen wirksam reduzieren. Die Sanierung der Rheindämme hat deshalb für die Regierung hohe Priorität. Der Start eines weiteren Sanierungsabschnitts in Balzers sowie die Fortschritte bei diesem Generationenprojekt sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem verbesserten Hochwasserschutz."
Gemeinsame Lösung für Dammsicherheit und Sportinfrastruktur
Auch die Gemeinde Balzers misst der Dammsanierung und dem Hochwasserschutz sicherheitspolitisch eine grosse Bedeutung bei. Gemeindevorsteher Karl Malin führte aus, dass bei der gewählten Dammsanierungslösung, neben dem hohen Stellenwert der Sicherheit für die Bevölkerung, auch die Bedürfnisse der Sportinfrastruktur berücksichtigt wurden. Gleichzeitig habe die Gemeinde das Ziel, die Infrastruktur in der Rheinau während den nächsten Jahren nachhaltig und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Pressekontakt:
Ministerium für Inneres, Wirtschaft und Sport
Anne Christine Pfaffen, Amt für Bevölkerungsschutz
T +423 236 69 21
Anne.Pfaffen@llv.li
Gemeindeverwaltung Balzers
Karl Malin, Gemeindevorsteher
T +423 388 05 01
karl.malin@balzers.li
Original-Content von: Fürstentum Liechtenstein, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100941157
© 2026 news aktuell-CH
