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MÄRKTE USA/Fester - Technologiewerte legen weiter zu

DJ MÄRKTE USA/Fester - Technologiewerte legen weiter zu

DOW JONES--Trotz erneuter Gefechte zwischen den USA und dem Iran präsentiert sich die Wall Street am Donnerstagmittag (Ortszeit) mit einer positiven Tendenz. Vor allem die Technologie-Werte zeigen sich mit kräftigen Gewinnen. Zwar setzten beide Kriegsparteien den militärischen Schlagabtausch über Nacht fort, doch scheinen Anleger nicht sonderlich beunruhigt zu sein. US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, dass der Iran ihn kontaktiert habe, um ein Abkommen abzuschließen. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,3 Prozent auf 52.529 Punkte. Der breitere S&P-500 erhöht sich um 0,7 Prozent zu und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,5 Prozent aufwärts. Technologiewerte knüpfen damit an ihre im späten Vortagesgeschäft begonnene Erholungstendenz an.

"Wie man Schlagzeilen interpretiert, dass die Waffenruhe vorbei ist, ist jetzt ein zentrales Gesprächsthema. Für den Moment betrachten wir dies als eine kurzfristige Umkehr. Wir haben keinen Einblick in die Verhandlungen hinter den Kulissen, gehen aber weiterhin davon aus, dass Präsident Trump darauf fokussiert ist, diesen Konflikt zu beenden", so Aktienstratege Scott Chronert von der Citi.

Impulse von der Konjunkturseite sind rar: Vor der Startglocke wurden die wöchentlichen Erstanträge veröffentlicht, die etwas stärker zurückgingen als erwartet. Die Hausverkäufe sind im Juni entgegen der Erwartung gefallen.

Die Ölpreise geben mit der Trump-Aussage, dass der Iran ein Abkommen wolle, deutlicher nach. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent fällt um 2,0 Prozent auf 76,49 Dollar, nachdem er am Vortag noch über der Marke von 80 Dollar gelegen hatte. Die Analysten der ING warnen indes, dass der Markt viel zu schnell auf eine Angebotsnormalisierung am Persischen Golf setze.

Die Renditen von US-Staatsanleihen fallen leicht, bleiben aber in der Nähe ihrer jüngsten Mehrwochenhochs. Steigende Ölpreise hatten erneut Inflationssorgen entfacht und mit diesen Zinserhöhungsspekulationen. Die Rendite 10-jähriger US-Papiere reduziert sich um 2 Basispunkte auf 4,55 Prozent. Der US-Dollar gibt leicht nach - der Dollar-Index reduziert sich um 0,1 Prozent. Die Nachfrage als sicherer Anlegerhafen sei eher gering, heißt es.

Der Goldpreis zieht um 1,4 Prozent auf 4.132 Dollar je Feinunze an uns setzt damit den Erholungstrend des Vorabends fort, als er deutliche Verluste wettgemacht und nur noch knapp im Minus gelegen hatte.

Am Aktienmarkt ziehen Intel im Technologiesektor um 2,3 Prozent an, Broadcom um 3,3 Prozent und Micron Technology um 7,6 Prozent. Micron hat seine erwarteten Ausgaben für die Chipherstellung in den USA bis zum Jahr 2035 auf 250 Milliarden US-Dollar erhöht. Anleger nutzten nach den jüngsten Kursverlusten günstige Einstiegsgelegenheiten, heißt es.

Auf Unternehmensseite stehen unter anderem die Zweitquartalszahlen von Pepsico im Fokus, der Kurs verliert 3,4 Prozent. Zwar sind Gewinn und Umsatz gestiegen, aber der Getränkekonzern litt unter der branchenweiten Abschwächung der Konsumtrends wegen des anhaltenden Inflationsdrucks. Für die Aktien von Levi Strauss geht es nach anfänglichen Verlusten nun um 2 Prozent nach oben. Der Bekleidungskonzern hat seine Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben, doch Analysten hatten auf eine stärkere Erhöhung gehofft. Der Mittelpunkt der neuen Prognose liegt unter dem von Analysten erwarteten Wert. Die Zweitquartalszahlen fielen indes besser aus als gedacht.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.528,65  +0,3  +180,26    52.348,39 
S&P-500         7.532,26  +0,7   +49,55    7.482,71 
NASDAQ Comp      26.101,13  +0,9  +230,47    25.870,65 
NASDAQ 100       29.690,00  +1,5  +437,44    29.252,56 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,17 -0,03    4,22      4,17 
5 Jahre           4,28 -0,03    4,33      4,27 
10 Jahre          4,55 -0,02    4,59      4,54 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:12 
EUR/USD          1,1439  +0,2   0,0025     1,1414   1,1406 
EUR/JPY          185,65  +0,0   0,0400     185,61  185,5000 
EUR/CHF          0,922  -0,1  -0,0009     0,9229   0,9228 
EUR/GBP          0,8529  +0,0   0,0003     0,8526   0,8532 
USD/JPY          162,28  -0,2  -0,3000     162,58  162,6100 
GBP/USD          1,3408  +0,2   0,0022     1,3386   1,3366 
USD/CNY          6,7921  -0,2  -0,0104     6,8025   6,8025 
USD/CNH          6,7945  -0,2  -0,0117     6,8062   6,8088 
AUS/USD          0,6945  +0,3   0,0017     0,6928   0,6920 
Bitcoin/USD      62.792,48  +1,2   718,75    62.073,73 61.626,47 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         72,00  -2,1   -1,52      73,52 
Brent/ICE         76,49  -2,0   -1,53      78,02 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.131,96  +1,4   55,64    4.076,32 
Silber           60,52  +3,8    2,23      58,30 
Platin         1.627,22  +3,1   48,97    1.578,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/sha

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July 09, 2026 12:28 ET (16:28 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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