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MÄRKTE USA/Iran-Krieg und KI-Sorgen dämpfen Kauflaune an Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Iran-Krieg und KI-Sorgen dämpfen Kauflaune an Wall Street

DOW JONES--Zum Start in die neue Woche geht es mit den Kursen an den US-Börsen abwärts. Auf dem breiten Markt lastet die neuerliche Eskalation des Iran-Kriegs. US-Streitkräfte haben Ziele im Iran angegriffen, während die iranische Seite Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschoss. Technologiewerte werden zusätzlich belastet von der Sorge, dass die KI-getriebene Rally des Sektors an Schwung verliert. Der Dow-Jones-Index steigt zwar um 0,3 Prozent auf 52.767 Punkte. Der S&P-500 fällt jedoch um 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Composite verliert 0,8 Prozent, nachdem Chipwerte in Asien heftige Verluste verzeichnet haben. In Seoul stürzte der technologielastige Kospi um 9 Prozent ab, in die Tiefe gerissen von den beiden Chipriesen Samsung Electronics (-10%) und SK Hynix (-15,4%). Erst am Freitag hatten die ADR von SK Hynix in den USA ein sehr erfolgreiches Börsendebüt gefeiert. Am Montag sacken die ADR von SK Hynix um 7,2 Prozent ab. Im Sektor verlieren Nvidia 0,4, Intel 4,2 und Micron 6,5 Prozent.

Die Ölpreise ziehen an, nachdem der Iran die Straße von Hormus, einen der wichtigsten Öltransportwege, erneut für geschlossen erklärt hat. Aktuell verteuert sich das Barrel Brentöl um 3,3 Prozent auf 78,49 Euro, zeitweise hatte der Preis aber sehr viel deutlicher zugelegt.

Wenig passiert derweil am Devisenmarkt; der Dollarindex tendiert kaum verändert. Am Anleihemarkt steigen die Renditen leicht; die Zehnjahresrendite klettert um 1 Basispunkt auf 4,58 Prozent. Mit dem Goldpreis geht es deutlicher abwärts; die Feinunze verbilligt sich um 1,5 Prozent. Das Edelmetall werde von Inflationssorgen und der Erwartung steigender Zinsen belastet, sagen Marktteilnehmer. Höhere Marktzinsen mindern die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes.

In den Blick rückt allmählich auch die Bilanzsaison zum zweiten Quartal. Am Montag stehen noch keine bedeutenden Unternehmenszahlen auf der Agenda. Schon am Dienstag werden jedoch die US-Großbanken Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo, Citigroup und Goldman Sachs Quartalsausweise veröffentlichen. Im Wochenverlauf folgen weitere große US-Unternehmen.

Die Agenda der Konjunkturdaten ist am Montag ebenfalls noch leer. Am Dienstag werden die Verbraucherpreisdaten für Juni veröffentlicht. Von ihnen erhoffen sich Anleger Aufschluss über die Geldpolitik der US-Notenbank.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.766,93  +0,3  +129,92    52.637,01 
S&P-500         7.559,50  -0,2   -15,89    7.575,39 
NASDAQ Comp      26.075,70  -0,8  -205,91    26.281,61 
NASDAQ 100       29.430,76  -1,3  -394,35    29.825,11 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,23 +0,02    4,24      4,21 
5 Jahre           4,33 +0,02    4,34      4,31 
10 Jahre          4,58 +0,01    4,59      4,57 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01 
EUR/USD          1,1426  +0,1   0,0013     1,1413   1,1422 
EUR/JPY          185,27  +0,4   0,7000     184,57  184,8500 
EUR/CHF          0,9253  +0,3   0,0026     0,9227   0,9227 
EUR/GBP          0,8528  +0,1   0,0012     0,8516   0,8518 
USD/JPY          162,12  +0,3   0,4300     161,69  161,8100 
GBP/USD          1,3394  -0,1  -0,0011     1,3405   1,3407 
USD/CNY          6,7766  0,0   0,0000     6,7766   6,7772 
USD/CNH          6,7785  -0,0  -0,0028     6,7813   6,7820 
AUS/USD          0,6941  -0,1  -0,0009      0,695   0,6944 
Bitcoin/USD      62.613,63  -2,4 -1.553,62    64.167,25 63.884,99 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         73,88  +3,5    2,47      71,41 
Brent/ICE         78,49  +3,3    2,48      76,01 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.059,55  -1,5   -60,53    4.120,08 
Silber           58,41  -2,4   -1,43      59,84 
Platin         1.622,68  -0,3   -4,71    1.627,39 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/uxd

(END) Dow Jones Newswires

July 13, 2026 09:46 ET (13:46 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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