DJ US-Inflation sinkt im Juni auf 3,5 Prozent
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der Inflationsdruck in den USA hat im Juni spürbar nachgelassen, wozu eine Deeskalation am Persischen Golf beitrug. Inzwischen ist der Waffenstillstand allerdings zusammengebrochen und die Kämpfe flammten wieder auf. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, sanken die Verbraucherpreise im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 3,5 (Vormonat: 4,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisrückgang von 0,2 Prozent und einer Jahresteuerung von 3,8 Prozent gerechnet.
Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stagnierten auf Monatssicht und lagen um 2,6 (Vormonat: 2,9) Prozent höher im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,2 Prozent und eine Jahresrate von 2,9 Prozent erwartet.
Ökonomen sind nicht davon überzeugt, dass die Inflationsgefahr vorüber ist. Auch die Kerninflationsindikatoren, bei denen die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise unberücksichtigt bleiben, halten sich hartnäckig, was darauf hindeutet, dass ein Teil des Inflationsanstiegs auf tiefer liegende wirtschaftliche Trends zurückzuführen ist.
Insbesondere der Investitionsboom in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz könnte die Preise weiter in die Höhe treiben, selbst wenn sich der Iran-Konflikt beruhigen sollte. Auch die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle könnten sich weiterhin in höheren Preisen niederschlagen.
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July 14, 2026 08:59 ET (12:59 GMT)
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