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TeamViewer gehörte lange zu den Verlierern der Börse. Doch jetzt passiert etwas Spannendes. Die Aktie hat sich von ihren Tiefs deutlich gelöst und notiert plötzlich wieder über den wichtigsten technischen Marken per Definition in einem Aufwärtstrend. Der Softwarekonzern gewinnt namhafte Großkunden, die Bilanz wird besser und solider und die Analysten lächeln wieder. Noch interessanter dürfte das Chartbild sein, denn es "verspricht" einen nächsten großen Schritt nach oben. Vielleicht werden wir Zeuge der Trendwende von TeamViewer, oder ist es doch nur wieder ein Strohfeuer? Die Antworten finden Sie nachfolgend.
Eine Renaissance einer ehemaligen Lieblingsaktie
TeamViewer ist wieder zurück, fast wie Arnold Schwarzenegger im zweiten Teil von Terminator und diesmal anscheinend mit echter Substanz dahinter. Der Göppinger Softwarekonzern hat in den vergangenen Wochen eine Serie von guten Nachrichten geliefert. Da ist zunächst die Anerkennung durch das Analystenhaus IDC, das TeamViewer gerade zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen als Leader im Bereich Digital Employee Experience ausgezeichnet hat. Aber noch wichtiger sind die Kundenerfolge. TeamViewer kann in letzter Zeit mit beeindruckenden Neukunden aufwarten. Eine der weltweit größten Fluggesellschaften hat sich gerade für die Plattform TeamViewer ONE entschieden. Daneben kommen große Gewinne aus der Finanzbranche, zwei führende Finanzdienstleister haben Verträge abgeschlossen. Hinzu kommt ein großes US-Krankenhaus und eine nordamerikanische Behörde mit Millionenbudget. Diese Kunden sind der Beweis für die Schlagkraft der neuen Produktplattform. Auf der Bilanzebene zeichnet sich ebenfalls ein erfreuliches Bild ab. Im ersten Quartal 2026 ist das Nettoergebnis um 15 Prozent auf 34 Millionen Euro geklettert. Das klingt nicht unbedingt spektakulär, aber in einem Umfeld, in dem viele Softwareunternehmen kämpfen, definitiv beachtenswert. Die Eigenkapitalquote ist von knapp 10 auf mittlerweile 13 Prozent gestiegen. Die Schuldenlast wird leichter. Das schafft Vertrauen. Zugleich signalisieren die operativen Margen von über 43 Prozent, dass das Kerngeschäft nach wie vor sehr profitabel läuft. Das ist das A und O bei Softwareunternehmen. Die FedRAMP-Zertifizierung in Process ist ein weiteres Highlight. Das bedeutet, dass TeamViewer demnächst auch US-Behörden mit der nötigen Sicherheit beliefern kann. Ein gigantischer Markt öffnet sich da potenziell.

Charttechnik
Beim Blick auf das Chartbild von TeamViewer erkennt man, dass die Aktie lange Zeit ein technisches Wrack war. Sie lag weit unter ihren wichtigsten Durchschnitten und vegetierte im Abwärtstrend vor sich hin. Doch seit April und Mai dieses Jahres läuft es anderes. Der Kurs ist förmlich explodiert. Von tiefen Niveaus unterhalb von 4,50 Euro ging es dynamisch nach oben. Der Anstieg war extrem kraftvoll und nicht so träge, wie man es oft bei schwachen Wertpapieren sieht, sondern mit richtigem echten Momentum. Heute notiert die Aktie sowohl über dem 50er als auch seit gestern über dem 200er SMA. Was Charttechniker jetzt besonders reizt, ist folgendes Szenario: Wenn die 50er-Linie die 200er-Linie von unten nach oben schneidet, entstünde das sogenannte Golden Cross. Das ist ein tolles technisches Kaufsignal. Es würde bedeuten, dass der kurzfristige Trend den langfristigen Trend bestätigt. Und wenn das passiert, dann öffnen sich neue Ziele. Erfahrene Chartanalytiker deuten dann auch auf die Marke von 8 Euro hin. Von den aktuellen knapp 5,75 Euro aus wäre das ein Kursgewinn von über 40 Prozent.
Was tun?
TeamViewer ist ein faszinierender Fall für jeden Anleger, der bereit ist, ein bisschen Geduld mitzubringen. Die Kombination aus operativen Verbesserungen, großen Kundengewinnen, einem sich etwas aufhellenden Bilanzbild und einem technisch starken Chartmuster ist stark. Das Unternehmen war vielleicht zuletzt Monate lang (unverdient) unter Druck. Jetzt gibt es konkrete Zeichen einer echten Trendwende. Für Neulinge könnte ein schrittweiser Einstieg Sinn machen. Nicht alles auf einmal, sondern in Tranchen. Ohne zu garantieren, denn Garantien gibt es an der Börse nicht, wirkt ein Einstieg bei TeamViewer gerade deutlich attraktiver als noch vor wenigen Monaten. Die Story stimmt wieder. Die Zahlen werden besser. Und das Chartbild ist ansprechend. Ein Blick auf die Watchlist sollte TeamViewer ab sofort aber haben.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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