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MÄRKTE USA/Nachlassende Zinssorgen tragen Wall Street weiter

DJ MÄRKTE USA/Nachlassende Zinssorgen tragen Wall Street weiter

DOW JONES--Günstige Inflationsdaten verhelfen der Wall Street auch am Mittwoch zu Kursgewinnen. Denn auch die Erzeugerpreise zeugten von nachlassendem Inflationsdruck im Juni, nachdem am Dienstag schon die Verbraucherpreise positiv überrascht hatten. Die Daten lindern Inflations- und Zinserhöhungsängste. Der Dow-Jones-Index steigt kurz nach der Startglocke um 0,5 Prozent auf 52.788 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,5 und der Nasdaq-Composite 0,7 Prozent.

Die Erzeugerpreise fielen im Juni zum Vormonat in der Gesamtrate um 0,3 Prozent, während Volkswirte eine Stagnation erwartet hatten. In der Kernrate (ohne Preise für Nahrungsmittel und Energie) wurde ein Anstieg um 0,2 Prozent verzeichnet; Ökonomen hatten den Anstieg auf 0,3 Prozent geschätzt. Marktbeobachter weisen indessen darauf hin, dass der abgeschwächte Preisauftrieb zum größten Teil dem Ölpreis zu verdanken war, der im Juni wieder auf das Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs gefallen war. In den vergangenen Tagen hat der Ölpreis jedoch im Zuge der wiederaufgeflammten Kampfhandlungen im Iran-Krieg deutlich zugelegt.

Der Empire State Manufacturing Index erreichte im Juli einen Stand von 15,6 Punkten. Im Juni hatte er bei 5,7 Punkten gestanden. Im späteren Verlauf steht noch das Beige Book der US-Notenbank auf der Agenda. Deren Chef Kevin Warsh spricht am Mittwoch vor dem Bankenausschuss des US-Senats, dürfte dort aber im Wesentlichen das wiederholen, was er am Dienstag vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses gesagt hat. Daneben stehen Auftritte weiterer Vertreter der Federal Reserve an.

Unternehmensseitig hat mit Morgan Stanley eine weitere große US-Bank gute Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Die Aktie tendiert gut behauptet, nachdem sie im vorbörslichen Handel fester indiziert worden war. Schon die am Vortag veröffentlichten Zahlen von Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JP Morgan und Wells Fargo hatten überwiegend überzeugt.

Besser als erwartet sind die Quartalszahlen von Johnson & Johnson ausgefallen. Und obwohl der Pharmakonzern auch seinen Ausblick anhob, steigt die Aktie gerade einmal um 0,3 Prozent. Beobachter verweisen darauf, dass die Aktie mit plus 23 Prozent seit Jahresbeginn stärker zugelegt hat als der breite Markt, so dass einige Anleger nun Gewinne mitnehmen dürften. Auch habe der Umsatz der Medizintechniksparte die Erwartungen knapp verfehlt.

Die Blackrock-Aktie verbessert sich um 7,5 Prozent, nachdem der Vermögensverwalter starke Quartalszahlen vorgelegt hat. Das verwaltete Vermögen stieg auf ein Rekordhoch.

Im Fokus steht auch eine mögliche Übernahme: Paypal springen im Handel um 16 Prozent nach oben. Medienberichten zufolge haben Stripe und die Private-Equity-Gesellschaft Advent International ein Übernahmeangebot für den Zahlungsdienstleister abgegeben.

Am Anleihemarkt kommen die Renditen nach den Erzeugerpreisdaten zurück. Die Zehnjahresrendite steht 2 Basispunkt niedriger bei 4,57 Prozent. Der Dollar zeigt sich derweil kaum verändert. Der Goldpreis erholt sich leicht und tendiert gut behauptet.

Die Ölpreise legen nach neuen Angriffen der US-Streitkräfte auf den Iran zu. Die USA blockieren zudem nun wieder iranische Häfen. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 0,9 Prozent auf 85,45 Dollar. Die Akteure am Ölmarkt warten auf die wöchentlichen Lagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.788,11  +0,5  +279,84    52.508,27 
S&P-500         7.579,12  +0,5   +35,53    7.543,59 
NASDAQ Comp      26.282,62  +0,7  +175,61    26.107,01 
NASDAQ 100       29.701,06  +0,4  +114,77    29.586,29 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,16 -0,04    4,22      4,15 
5 Jahre           4,28 -0,04    4,35      4,27 
10 Jahre          4,57 -0,02    4,62      4,56 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1426  +0,1   0,0007     1,1419     1,1447 
EUR/JPY          185,38  +0,1   0,0900     185,29    185,3800 
EUR/CHF          0,9239  +0,0   0,0001     0,9238     0,9237 
EUR/GBP          0,8506  -0,2  -0,0020     0,8526     0,8537 
USD/JPY          162,21  -0,0  -0,0200     162,23    161,9200 
GBP/USD          1,3429  +0,3   0,0040     1,3389     1,3405 
USD/CNY          6,7693  -0,0  -0,0007     6,7700     6,7700 
USD/CNH          6,7701  -0,0  -0,0028     6,7729     6,7695 
AUS/USD          0,6994  +0,3   0,0020     0,6974     0,6990 
Bitcoin/USD      65.445,82  +1,4   907,41    64.538,41   64.180,31 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,96  +0,8    0,62      79,34 
Brent/ICE         85,45  +0,9    0,72      84,73 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.059,32  +0,1    5,42    4.053,90 
Silber           58,43  -0,3   -0,19      58,63 
Platin         1.644,54  +0,8   12,79    1.631,75 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/uxd

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July 15, 2026 09:51 ET (13:51 GMT)

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