DEWB hat an der Börse im Juli einen weiteren Schwächeanfall erlitten und ist mit viel Schwung auf ein neues Jahrestief gefallen. Das könnte eine Folgeerscheinung der Geschäftszahlen darstellen, die die Beteiligungsgesellschaft am 25. Juni vorgelegt hat. Denn im letzten Jahr ist der Gesellschaft in einem schwierigen Marktumfeld für FinTech-Investments kein größerer Exit gelungen, so dass letztlich eine Teilwertabschreibung auf eine Beteiligung für einen Jahresverlust von -5,6 Mio. Euro verantwortlich war.
Bei DEWB steht und fällt die Gewinnentwicklung mit dem lukrativen Verkauf von Beteiligungen. Daher ist der reine Blick auf die Geschäftszahlen aber auch sehr einseitig - mindestens ebenso wichtig ist, wie sich die Beteiligungen selbst entwickeln und ob sich dort das Potenzial für einen ertragreichen Exit aufbaut.
Und da sieht es gar nicht so schlecht aus. Denn einer der beiden Portfolioschwergewichte, die Gesellschaft Stableton, hat Umsatz und Ergebnis 2025 kräftig verbessert und setzt diesen Kurs bislang auch 2026 fort. Hier könnte perspektivisch zumindest ein Teilverkauf anstehen. Genauso wie bei LAIQON, der größten Beteiligung, die bereits selbst börsennotiert ist. Die Gesellschaft wächst stark - im ersten Halbjahr 2026 haben die Assets under Management erneut um 10 Prozent auf 11 Mrd. Euro zugenommen - und will im laufenden Jahr das Ergebnis stark verbessern. Die Börse zeigt sich dazu noch skeptisch, aber sollte das Vorhaben gelingen, könnte die LAIQON-Aktie neu bewertet werden, was auch DEWB helfen würde.
Denn DEWB selbst notiert im Moment nur noch mit weniger als der Hälfte des Buchwerts. Sollte auf dieser Basis ein (Teil-)Exit mit deutlichem Gewinn gelingen, besteht hier viel Aufholpotenzial.
(aktien-globlal.de, erstellt 20.07.26, 8:30 Uhr, veröffentlicht 20.07.26, 8:42 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_dewb/dewb_eine_einseitige_betrachtungsweise-24457/


