DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
US-Frühindikatoren geben im Juni nach
Die US-Frühindikatoren sind im Juni aufgrund schwächerer Konsumausgaben leicht gesunken. Dies geht aus einem Korb monatlicher Wirtschaftsindikatoren hervor. Der vom Forschungsinstitut The Conference Board veröffentlichte Leading Economic Index (LEI) fiel um 0,2 Prozent auf 99,1 Punkte. Zuvor war er im Mai um 0,1 Prozent und im April um 0,2 Prozent gestiegen. Obwohl die Zuwächse der beiden Vormonate damit teilweise wieder aufgehoben wurden, sei der Index im ersten Halbjahr 2026 nur um 0,3 Prozent gesunken, teilte das Conference Board mit. Im Vergleich dazu habe er in der zweiten Jahreshälfte 2025 einen Rückgang von 1,1 Prozent verzeichnet. Einige Komponenten des Index hätten sich kaum verändert, wobei der größte positive Beitrag von der Zinsstrukturkurve (Yield Spread) gekommen sei, gefolgt von einem geringfügigen positiven Beitrag der übrigen Finanzkomponenten, sagte Justyna Zabinska-La Monica, eine leitende Managerin beim Conference Board.
Kanadische Inflation schwächt sich im Juni auf 2,8 Prozent ab
Die kanadische Inflation hat sich im vergangenen Monat abgeschwächt, da die Autofahrer an den Zapfsäulen eine gewisse Entlastung erfuhren. Der Verbraucherpreisindex sei im Juni um 0,4 Prozent gefallen, was den stärksten Rückgang seit 18 Monaten darstelle, teilte Statistics Canada am Montag mit. Dadurch habe sich die Jahresrate um 0,4 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent abgekühlt. Der größte Dämpfer kam von einem moderateren Anstieg der Benzinpreise. Dieser glich einen sprunghaften Anstieg der reisebezogenen Kosten zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft mehr als aus. Volkswirte hatten eine Abschwächung der Inflation auf 3 Prozent erwartet. Dies ist das obere Ende des von der Bank of Canada angestrebten Zielkorridors von 1 bis 3 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Benzinpreise verharrte die jährliche Inflationsrate bei 2,2 Prozent.
EU-Kommission: Bauunternehmen und Verbände haben Preise abgesprochen
Zehn Bauchemiekonzerne und drei Branchenverbände haben nach vorläufiger Einschätzung der Europäischen Kommission ein Kartell betrieben. Ziel sei es gewesen, die Preise nach der Covid-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zu erhöhen. Laut Kommission stehen Chemieunternehmen aus Frankreich, Deutschland und Spanien unter dem Verdacht. Dies gelte auch für die jeweiligen Branchenverbände in diesen Ländern. Sie sollen sich abgesprochen haben, um die Preise für Chemikalien zu erhöhen, die in Zement, Beton und Mörtel verwendet werden. Die Vorwürfe seien das Ergebnis einer dreijährigen Untersuchung mutmaßlicher Preisabsprachen zwischen 2021 und 2022, teilte die Kommission weiter mit. Zu den untersuchten Unternehmen gehören die in New York notierte Cemex und die in der Schweiz notierte Sika sowie Chryso, die zu der in Paris notierten Saint-Gobain gehört. Unter Verdacht stehen auch Mapei, Master Builders Solutions, MC Bauchemie, TAM Groupe, Ha-be, die deutsche Liesen und Remei.
+++ Konjunkturdaten
US/Index der Frühindikatoren Juni -0,2% gegen Vormonat
US/Index der nachlaufenden Indikatoren Juni unverändert gg Vm
US/Index der gleichlaufenden Indikatoren Juni +0,2% gegen Vormonat
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July 20, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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