DJ MÄRKTE EUROPA/Aktien behauptet - Berichtssaison liefert Impulse
DOW JONES--Die die europäischen Aktienmärkte ziehen am Mittwochmittag mit angezogener Handbremse an. Die weiter steigenden Ölpreise sorgen für leichte Zurückhaltung unter Anlegern. Brent-Öl verteuert sich um über 3 Prozent auf 94,47 Dollar pro Fass, das ist das höchste Niveau seit Anfang Juni. Nach der Sperrung der Straße von Hormus drohen nun auch im Roten Meer Blockaden durch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen in Jemen.
Der DAX legt um 0,3 Prozent auf 25.090 Punkte zu, während der Euro-Stoxx-50 um 0,2 Prozent steigt. Dass der DAX etwas besser abschneidet, ist guten Geschäftszahlen der DAX-Unternehmen Airbus und Gea zu verdanken. Am Anleihemarkt geht es mit den Renditen nach oben, weil die Ölpreise eine höhere Inflation zur Folge haben dürften. Damit stünden die Zeichen eher auf höhere Leitzinsen, so Marktteilnehmer. Der Euro zeigt sich nach seinem kleinen Rückgang am Vortag wenig verändert bei gut 1,14 Dollar.
Insgesamt geht der Markt mit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten aber entspannt um - zumindest bislang. QC-Marktstratege Thomas Altmann warnt, dass eine Blockade saudischer Ölexporte über das Rote Meer in die Ölpreise noch nicht eingegangen sei. Die Angst, den fahrenden Zug zu verpassen, treibe Anleger um. Weiter überwiege die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Eskalation und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch, sagt er. Je länger die Eskalation anhalte, desto weniger dürften die Aktienmärkte allerdings darum herumkommen, den gefährlichen Mix aus steigenden Energie- und Finanzierungskosten einzupreisen.
Berichtssaison liefert zunehmend Impulse
Airbus hat sich neue Mittelfristziele gesetzt und strebt in den kommenden drei Jahren eine deutliche Steigerung des operativen Gewinns an. Zudem will der Flugzeugbauer die Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen, unter anderem über ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5 Milliarden Euro, was laut Analysten besonders gut ankommt. Der Kurs steigt um 6,4 Prozent deutlich über die 200er-Marke.
Für Gea geht es um 5,8 Prozent nach oben. Der Anlagenbauer hat seine Jahresprognose nach starker operativer Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal angehoben. Sowohl die Vorjahreszahlen als auch die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Unter anderem stieg der Auftragseingang um 14,2 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro.
Für die Aktie von Siemens Energy geht es dagegen um gleich 8 Prozent nach unten. Hier belasten die am Mittag vorgelegten Geschäftszahlen des US-Wettbewerbers GE Vernova, die im zweiten Quartal enttäuschten.
Das SDAX-Unternehmen Friedrich Vorwerk hat nach überproportionalen Steigerungen des operativen Gewinns im ersten Halbjahr den Gewinnausblick für das Gesamtjahr angehoben. Die Aktie des Anbieters von Energieinfrastruktur für Gas-, Strom- und Wasserstoff steigt um 5,8 Prozent.
Das Chemieunternehmen Akzo Nobel hat für das zweite Quartal einen höheren Nettogewinn gemeldet. Die Preisgestaltung habe sich zwar verbessert, aber die Entwicklung des Absatzvolumens und die steigenden Erwartungen an die Fusion mit Axalta müssten geklärt werden, kommentieren die Bernstein-Analysten. Die Aktie liegt knapp 2 Prozent im Plus.
Der Nettogewinn der spanischen Banco Santander ist im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal gesunken. Er lag aber immer noch im Rahmen der Erwartung. Die Aktie legt 2 Prozent zu. Randstad steigen um gleich 10 Prozent, nachdem der Personaldienstleister im zweiten Quartal mit dem Umsatzwachstum überzeugt hat. Im Fahrwasser legen Adecco um 6,9 Prozent zu.
Für Druck auf Aktien von Generikaherstellen sorgt die Nachricht, dass die USA ab August 2028 einen Zoll von 100 Prozent auf Generika erheben wollen. Dies schrieb US-Präsident Donald Trump in den sozialen Medien. Er will den Arzneimittelherstellern aber Zeit geben, ihre Anlagen in die USA zu verlagern, bevor er die Abgaben verhängt. In Zürich geben Sandoz um knapp 4 Prozent nach.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.300,38 +0,2 14,75 6.285,63 8,8 Stoxx-50 5.433,08 +0,5 24,56 5.408,52 10,5 DAX 25.090,24 +0,3 78,89 25.011,35 2,5 MDAX 31.987,36 +0,6 174,49 27.039,42 4,5 TecDAX 3.784,95 +0,2 7,77 3.091,28 4,5 SDAX 18.380,89 +0,1 19,05 13.062,07 7,0 FTSE 10.720,83 +1,3 134,92 10.585,91 7,9 CAC 8.438,47 +0,9 75,33 8.363,14 3,5 SMI 14.366,52 +0,5 68,26 14.298,26 8,3 ATX 6.523,48 +0,2 12,24 6.511,24 22,5 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:09 EUR/USD 1,1406 +0,1 0,0009 1,1397 1,1409 EUR/JPY 185,97 -0,0 -0,0100 185,98 185,9700 EUR/CHF 0,9269 +0,1 0,0008 0,9261 0,9263 EUR/GBP 0,853 +0,1 0,0011 0,8519 0,8530 USD/JPY 163,03 -0,1 -0,1300 163,16 162,9900 GBP/USD 1,3368 -0,0 -0,0003 1,3371 1,3370 USD/CNY 6,7728 +0,1 0,0072 6,7656 6,7656 USD/CNH 6,7745 +0,1 0,0058 6,7687 6,7672 AUS/USD 0,6992 -0,1 -0,0005 0,6997 0,7006 Bitcoin/USD 66.012,46 -0,6 -371,03 66.383,49 66.636,24 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 87,30 +3,5 2,96 84,34 Brent/ICE 94,24 +3,6 3,23 91,01 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.119,39 +1,1 43,10 4.076,29 Silber 59,36 +1,0 0,58 58,79 Platin 1.644,12 +0,9 15,12 1.629,00 (Angaben ohne Gewähr) ===
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July 22, 2026 07:52 ET (11:52 GMT)
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