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MÄRKTE USA/Zurückhaltung vor Technologie-Quartalszahlen

DJ MÄRKTE USA/Zurückhaltung vor Technologie-Quartalszahlen

DOW JONES--Wenig verändert ist die Wall Street am Mittwoch in den Handel gestartet. Marktteilnehmer sprechen von Zurückhaltung im Vorfeld der anstehenden wichtigen Quartalszahlen aus dem Technologiesektor. Nach US-Börsenschluss werden unter anderem die Google-Mutter Amazon, IBM, Tesla und Texas Instruments ihre Quartalszahlen vorlegen. Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 52.274 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen hingegen 0,1 bzw. 0,5 Prozent ein.

"Investoren kehren vor den wichtigen Quartalszahlen wieder zu KI-Titeln zurück, wobei Alphabet der nächste wichtige Test für die Investitionsbereitschaft und die Monetarisierung von Cloud bzw. KI ist", heißt es von der Tickmill Group. "Der Markt braucht keine Perfektion, aber er braucht den Beweis, dass die Ausgabenabsichten intakt bleiben und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur nicht nachlässt." Alphabet steigen um 0,1 Prozent.

Belastend wirkt die anhaltende Eskalation im Iran-Krieg, wo die Angriffe der USA und des Iran weitergehen. Laut US-Außenminister Marco Rubio meint es der Iran mit Friedensgesprächen nicht ernst. Dies treibt die Ölpreise weiter nach oben. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent erhöht sich um 3,5 Prozent auf 94,21 Dollar.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen weiter, zehnjährige US-Staatsanleihen werfen mit 4,64 Prozent 1 Tick mehr ab. Damit verharren die Renditen nahe am Zweimonatshoch. "Der Fokus des Marktes hat sich in den letzten 24 Stunden wieder auf die Inflation gerichtet", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank mit Blick auf die höchsten Ölpreise seit über einem Monat. Die Märkte preisen nun Zinserhöhungen der Fed um rund 50 Basispunkte bis April 2027 ein, einschließlich einer etwa 25-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Anhebung um 25 Basispunkte in der nächsten Woche, so IG Markets.

Der Dollar tritt derweil auf der Stelle - der Dollar-Index verliert knapp 0,1 Prozent. Marktbeobachter sehen den Greenback aber mit steigenden Zinserwartungen kurzfristig im Aufwind. Bei Gold nutzen Anleger die jüngsten Verluste zum Kauf - auch dank des schwächelnden Dollar; die Feinunze verteuert sich um 1,3 Prozent.

Unter den Einzelwerten springen Super Micro Computer um 13,8 Prozent nach oben. Der Umsatz des Konzerns lag im vierten Geschäftsquartal zwar am unteren Ende des Prognosekorridors, die Bruttomarge fiel jedoch etwa doppelt so hoch aus. Überdies berichtet das Unternehmen über kurzfristige Aufträge von über 60 Milliarden Dollar. Die Aktien der Wettbewerber Dell Technologies und Hewlett-Packard Enterprise erhöhen sich um 6,8 bzw. 4,1 Prozent.

Die Aktien von AT&T gewinnen 4,5 Prozent. Das Telekommunikationsunternehmen teilte mit, das zweite Quartal habe einen Rekord bei den kombinierten Nettozugängen bei Glasfaser und Fixed Wireless markiert. Zudem sei es das stärkste Wachstum bei Mobilfunkverträgen für Privatkunden seit mehr als drei Jahren gewesen.

Für die Titel von GE Vernova geht es dagegen um 6,6 Prozent nach unten. Das Energieunternehmen enttäuscht im zweiten Quartal mit der Gewinnentwicklung. Der erhöhte Ausblick besänftigt Anleger indes nicht. Allerdings hat die Aktie seit Jahresbeginn schon über 60 Prozent zugelegt, so das auch Gewinnmitnahmen für das Minus verantwortlich sein könnten, heißt es.

Philip Morris International hat im zweiten Quartal mehr umgesetzt. Der Tabakkonzern verdiente bereinigt zudem mehr als erwartet - der Kurs legt um 4,7 Prozent zu. Teledyne Technologies steigen nach einem angehobenen Gewinnausblick um 1,1 Prozent.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     52.273,67  +0,1  +49,03    52.224,64 
S&P-500    7.499,17  -0,1  -10,03    7.509,20 
NASDAQ Comp 25.719,44  -0,5  -117,76    25.837,21 
NASDAQ 100  28.997,83  -0,5  -157,35    29.155,18 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,27 +0,01    4,29      4,25 
5 Jahre           4,38 +0,01    4,40      4,36 
10 Jahre          4,64 +0,01    4,65      4,62 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:09 
EUR/USD          1,1413  +0,1   0,0016     1,1397   1,1409 
EUR/JPY          186,14  +0,1   0,1600     185,98  185,9700 
EUR/CHF          0,9266  +0,1   0,0005     0,9261   0,9263 
EUR/GBP          0,8534  +0,2   0,0015     0,8519   0,8530 
USD/JPY          163,06  -0,1  -0,1000     163,16  162,9900 
GBP/USD          1,3373  +0,0   0,0002     1,3371   1,3370 
USD/CNY          6,7728  +0,1   0,0072     6,7656   6,7656 
USD/CNH          6,7743  +0,1   0,0056     6,7687   6,7672 
AUS/USD          0,6993  -0,1  -0,0004     0,6997   0,7006 
Bitcoin/USD      65.575,21  -1,2  -808,28    66.383,49 66.636,24 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         86,39  +2,4    2,05      84,34 
Brent/ICE         94,21  +3,5    3,20      91,01 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.130,76  +1,3   54,47    4.076,29 
Silber           59,41  +1,1    0,63      58,79 
Platin         1.648,13  +1,2   19,13    1.629,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

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July 22, 2026 09:50 ET (13:50 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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