Nach Wochen ohne klare Richtung richtet sich der Blick der Anleger auf die Berichtssaison - und die ersten Signale fallen deutlich besser aus als erwartet. Laut Bloomberg Intelligence erhöhen derzeit mehr Unternehmen des S&P 500 ihre Gewinnprognosen, als sie bestätigen oder senken. Der sogenannte Profit Guidance Momentum-Indikator erreicht damit den höchsten Stand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2011. Gleichzeitig überraschten bislang rund 90 % der berichtenden Unternehmen positiv - ein Rekordwert seit 2013, sollte diese Quote Bestand haben.

Auch die Gewinnentwicklung selbst überzeugt. Für den S&P 500 wird im zweiten Quartal ein Gewinnwachstum von 26 % erwartet, Deutsche Bank rechnet sogar mit 29 %. In Europa steuern die Unternehmen des MSCI Europe auf ein Gewinnplus von 12 % zu. Besonders bemerkenswert: Erstmals seit 2021 erwarten Analysten für das dritte Quartal steigende Gewinne in sämtlichen S&P-500-Sektoren. Damit verbreitert sich das Gewinnwachstum deutlich über die großen KI-Gewinner hinaus.

Ein weiterer Kurstreiber könnte die Positionierung institutioneller Investoren sein. Laut Deutsche Bank haben viele diskretionäre Anleger ihre Aktienquote zuletzt auf Untergewicht reduziert. Fallen die Quartalszahlen weiter stark aus, könnte dies zu Nachkäufen und zusätzlichem Rückenwind für die Märkte führen.
Die Bewährungsprobe steht allerdings erst noch bevor. In den kommenden Tagen berichten nach Alphabet gestern abend (positiv) mit Intel, Microsoft, Meta und Apple die Schwergewichte der Technologiebranche. Ihre Aussagen zu den milliardenschweren KI-Investitionen dürften maßgeblich darüber entscheiden, ob der aktuelle Optimismus Bestand hat. Enttäuschungen wären angesichts der hohen Erwartungen ein Risiko. Dennoch spricht vieles dafür, dass sich der Bullenmarkt zunehmend auf eine breitere Gewinnbasis stützt - und damit robuster wird als in den vergangenen Jahren.

Auch die Gewinnentwicklung selbst überzeugt. Für den S&P 500 wird im zweiten Quartal ein Gewinnwachstum von 26 % erwartet, Deutsche Bank rechnet sogar mit 29 %. In Europa steuern die Unternehmen des MSCI Europe auf ein Gewinnplus von 12 % zu. Besonders bemerkenswert: Erstmals seit 2021 erwarten Analysten für das dritte Quartal steigende Gewinne in sämtlichen S&P-500-Sektoren. Damit verbreitert sich das Gewinnwachstum deutlich über die großen KI-Gewinner hinaus.

Ein weiterer Kurstreiber könnte die Positionierung institutioneller Investoren sein. Laut Deutsche Bank haben viele diskretionäre Anleger ihre Aktienquote zuletzt auf Untergewicht reduziert. Fallen die Quartalszahlen weiter stark aus, könnte dies zu Nachkäufen und zusätzlichem Rückenwind für die Märkte führen.
Die Bewährungsprobe steht allerdings erst noch bevor. In den kommenden Tagen berichten nach Alphabet gestern abend (positiv) mit Intel, Microsoft, Meta und Apple die Schwergewichte der Technologiebranche. Ihre Aussagen zu den milliardenschweren KI-Investitionen dürften maßgeblich darüber entscheiden, ob der aktuelle Optimismus Bestand hat. Enttäuschungen wären angesichts der hohen Erwartungen ein Risiko. Dennoch spricht vieles dafür, dass sich der Bullenmarkt zunehmend auf eine breitere Gewinnbasis stützt - und damit robuster wird als in den vergangenen Jahren.
© 2026 Bernecker Börsenbriefe
