AMSTERDAM (dpa-AFX) - Das Muskelschwäche-Medikament Vyvgart treibt den Biotechspezialisten Argenx weiterhin an. In den ersten sechs Monaten schnellte der Umsatz um rund 60 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Dollar nach oben, wie das Unternehmen am Donnerstag an Amsterdam mitteilte. Getragen wurde der Zuwachs fast komplett von der Arznei. Seinen operativen Gewinn konnte der im EuroStoxx 50 notierte Konzern trotz gestiegener Forschungs- und Vermarktungskosten mit 887 Millionen Dollar auf mehr als das Zweieinhalbfache steigern. Und unter dem Strich schwoll der Gewinn immerhin mit 838 Millionen Dollar auf fast das Doppelte an. Vorbörslich zog die Aktie auf der Handelsplattform Tradegate um 5 Prozent gegenüber dem offiziellen Vortagesschluss an.
Argenx-Chefin Karen Massey sprach laut Mitteilung von einer "starken Leistung". Der Konzern arbeite derzeit konsequent an der Umsetzung seiner Strategie, die darauf abzielt, bis 2030 weltweit 50.000 Patienten mit seinen immunologischen Therapien zu behandeln. Mit der Zulassung von weiteren Indikationen für Vyvgart im vergangenen Jahresviertel habe der Konzern seine Führungsposition bei der Behandlung der Muskelschwächekrankheit Myasthenia gravis (Mg) weiter gefestigt. Weiter entscheidend dürfte nun das zweite Halbjahr für Argenx werden, in dem wichtige Ergebnisse aus zulassungsrelevanten Studien anstehen./tav/err/mis




