DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EZB belässt Leitzins bei 2,25 Prozent
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat wie erwartet beschlossen, seine Geldpolitik unverändert zu lassen. Wie die EZB mitteilte, bleibt der Satz für Bankeinlagen bei 2,25 Prozent, wo er seit Juni steht. Im Juni hatte die EZB ihren Leitzins erstmals seit 2023 angehoben. Davor hatte sie ihn zwischen Juni 2024 und Juni 2025 acht Mal gesenkt und dann unverändert gelassen. "Der EZB-Rat ist entschlossen, die Geldpolitik so auszurichten, dass die Inflation mittelfristig bei seinem Zielwert von 2 Prozent stabilisiert wird", heißt es in dem Statement. Der EZB-Rat bleibt mit dieser Entscheidung nach eigener Aussage gut positioniert, um mit der durch den Iran-Krieg ausgelösten Unsicherheit umzugehen.
Lagarde: Inflationsrisiken aufwärts gerichtet - Wachstumsrisiken abwärts
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sieht nach den Worten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde weiterhin ein überwiegendes Risiko, dass die Inflation höher als erwartet ausfallen wird. "Die Risiken für den Inflationsausblick sind aufwärts gerichtet", sagte sie in der Pressekonferenz nach der EZB-Ratssitzung. Die Wachstumsrisiken sind Lagarde zufolge abwärts gerichtet. Zugleich sagte Lagarde aber, dass sich die wirtschaftliche Aktivität im zweiten Quartal verbessert habe und dass die fundamentalen Wachstumstreiber intakt blieben.
Lagarde: Verlasse EZB nicht vor 2027
EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird die Europäische Zentralbank (EZB) nach eigenen Worten nicht vor 2027 verlassen. "Sie werden mich nicht vor 2027 von hinten sehen", sagte sie in der Pressekonferenz nach der aktuellen Ratssitzung auf die Frage einer Reporterin, ob sie die EZB vor dem Ende ihrer Amtszeit verlassen werde. Lagardes Amtszeit endet Ende Oktober 2027. Zugleich sagte die EZB-Präsidentin, dass sie sich nicht gerne in eine Ecke drängen lasse und dass "der Kapitän nicht das Schiff verlässt, so lange Wolken am Horizont sind".
EZB hätte Zinsen bei Energiepreiserholung anheben können
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen unverändert gelassen. Diese Entscheidung sei angesichts der nachlassenden Gesamtinflation und begrenzter Anzeichen für breitere inflationäre Auswirkungen des Krieges im Iran weithin erwartet worden, schreibt Carsten Brzeski von ING in einem Kommentar. Die EZB hätte die Zinsen sofort anheben können, habe sich aber stattdessen dafür entschieden, die Finanzmärkte nicht zu überraschen, meint er. Allerdings deute die jüngste Erholung der Energiepreise auf eine weitere Zinserhöhung hin. "Der jüngste Anstieg der Energiepreise hat die EZB tatsächlich näher an ihre schwerwiegenderen makroökonomischen Szenarien herangeführt, was eine weitere Zinserhöhung erfordert", so Brzeski.
Stimmung der Verbraucher im Euroraum hellt sich auf
Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im Juli verbessert. Der von der EU-Kommission ermittelte Index stieg um 1,7 auf minus 15,9 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 16,7 prognostiziert. Der Wert für Juni wurde auf minus 17,6 von minus 17,7 Punkte korrigiert. Für die EU-27 verbesserte sich der Wert um 1,9 Punkte auf minus 15,1. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für Juli wird in der kommenden Woche veröffentlicht.
Türkische Zentralbank belässt Zinsen unverändert
Die türkische Zentralbank hat ihren Leitzins unverändert belassen. Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat die Energiepreise wieder ansteigen lassen und Inflationsängste geschürt. Die Bank beließ ihren Leitzins, den einwöchigen Repo-Satz, bei 37,0 Prozent, wie sie mitteilte. Zuletzt hatte die Notenbank den Leitzins im Januar gesenkt.
Chicago-Fed-Index zeigt im Juni zunehmendes Wachstum
Ein monatlicher Index zur Schätzung des US-Wirtschaftswachstums hat sich im Juni verbessert, wie aus einem von der Chicago Fed veröffentlichten Index hervorgeht. Der nationale Aktivitätsindex der regionalen Notenbank stieg im Juni auf minus 0,02 von minus 0,19 im Mai. Ein Wert von null deutet darauf hin, dass die Wirtschaft im Einklang mit ihrem Potenzial wächst.
Kanadische Einzelhandelsumsätze steigen im Mai den fünften Monat in Folge
Die kanadischen Einzelhandelsumsätze sind im Mai den fünften Monat in Folge gestiegen, angetrieben durch höhere Benzinpreise. Eine erste Schätzung deutet auf einen weiteren Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Juni hin. Der Wert der Einzelhandelsumsätze stieg im Mai um 1,0 Prozent auf saisonbereinigt 73,71 Milliarden kanadische Dollar, was 52,32 Milliarden US-Dollar entspricht, wie die kanadische Statistikbehörde Statistics Canada mitteilte. Das entsprach den Markterwartungen.
Trump macht Teheran für Huthi-Attacken verantwortlich
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, die USA würden den Iran für künftige Angriffe der Huthis zur Verantwortung ziehen, nachdem die Miliz zwei saudische Tanker im Roten Meer beschossen hatte. "Die Huthis sind ein Stellvertreter und Handlanger des Iran - und dem Iran sowie natürlich den Huthis selbst werden schwere militärische Sanktionen auferlegt werden", schrieb er in einem Social-Media-Beitrag.
Südafrikanische Notenbank belässt Leitzins bei 7 Prozent
Die südafrikanische Notenbank hat ihren Leitzins am Donnerstag angesichts eines unsicheren globalen Ausblicks bei 7 Prozent belassen.
Wachstum der Industrieaktivität im Zentrum der USA setzte sich im Juli fort - Kansas City Fed
Die Industrieaktivität im Zentrum der USA ist im Juli weiter gewachsen, wenn auch etwas langsamer als im Juni. Dies ging aus einer am Donnerstag veröffentlichten monatlichen Umfrage hervor.
Kanada laut PM Carney bereit zu Reaktion auf neue hohe US-Zölle
Der kanadische Premierminister Mark Carney hat erklärt, die Bundes- und Provinzregierungen würden neue Maßnahmen nicht ausschließen, um dem von Präsident Trump vorgeschlagenen 50-prozentigen US-Zoll auf bestimmte im Inland hergestellte Waren entgegenzuwirken.
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July 23, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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