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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Bei Intel setzt sich die Trendwende fort. Dies belegt der Ergebnisbericht für das zweite Quartal, der die Erwartungen der Anleger deutlich übertraf. Der Chiphersteller meldete für das Juni-Quartal einen Umsatz von 16,1 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und übertrifft die Schätzungen der Analysten um 11 Prozent. Für das September-Quartal prognostiziert Intel einen Umsatz zwischen 15,8 Milliarden und 16,8 Milliarden Dollar, was deutlich über den von Analysten erwarteten 15,1 Milliarden Dollar liegt. Die Aktie stieg nach Börsenschluss um bis zu 13 Prozent, gab aber einen Teil dieser Gewinne wieder ab. Finanzvorstand David Zinsner sagte in einem Interview, dass das Unternehmen im zweiten Quartal die Nachfrage besser bedienen konnte, nachdem im ersten Quartal nicht alle Aufträge erfüllt werden konnten. Er verwies auch auf die starken Durchschnittspreise für die Produkte von Intel: "Aus Preissicht haben sich die Dinge besser gehalten als wir erwartet hatten", sagte er. Die Revolution der künstlichen Intelligenz beginnt sich für Intel auszuzahlen, denn die nächste Welle der KI-Technologie - KI-Agenten, die Aufgaben für Nutzer erledigen - ist auf Zentraleinheiten (CPUs) angewiesen, die die Spezialität des Unternehmens sind. Intel war ins Hintertreffen geraten, weil die Entwicklung und Nutzung der fortschrittlichsten Modelle hauptsächlich von Grafikprozessoren (GPUs) angetrieben wird, die von Unternehmen wie Nvidia hergestellt werden. Da die Rechenzentren voll mit CPUs sind, zeigt sich die Trendwende im Umsatz von Intels Rechenzentrumssparte, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 59 Prozent wuchs und damit einen jüngsten Trend fortsetzte. "Wahrscheinlich können wir im Moment alles verkaufen, was wir produzieren können", sagte Zinsner über die Rechenzentrumsprodukte von Intel. Intel hob seine Prognose für die Investitionsausgaben für dieses Jahr auf mehr als 20 Milliarden Dollar an, von zuvor 18 Milliarden Dollar, und teilte mit, dass die Investitionen im nächsten Jahr "deutlich über" dem diesjährigen Niveau liegen werden. Unterdessen beschleunigt sich auch das Wachstum im Geschäft von Intel mit der Auftragsfertigung von Chips für andere. Der Umsatz dieser Sparte stieg im Quartal um 31 Prozent, nachdem er im Vorquartal um 16 Prozent zugelegt hatte.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:00 US/Verizon Communications Inc, Ergebnis 2Q

13:00 US/American Express Co, Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Juli 
     PROGNOSE: 51,5 
     zuvor:  51,2 
 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (1. Veröffentlichung) Juli 
     PROGNOSE: 54,4 
     zuvor:  53,3 
 
  16:00 Neubauverkäufe Juni 
     PROGNOSE: +4,5% gg Vm 
     zuvor:  -7,3% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.444,75  0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  28.567,75  -0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.773,30  -0,7 
Topix-500 (Tokio)      4.001,20  -1,3 
Kospi (Seoul)        6.740,00  -5,0 
Shanghai-Composite      3.842,56  -0,9 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.919,56  -1,2 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Mit deutlichen Kursverlusten zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien am Freitag. Der Handelsstreit der USA mit zahlreichen anderen Ländern verschärft sich wieder. US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle von 10 bis 12 Prozent angekündigt - dieses Mal mit der Begründung, dass die betroffenen Länder nicht entschieden genug gegen Zwangsarbeit vorgingen. Die neuen Zölle sollen temporäre Abgaben von 10 Prozent ablösen, die am Freitag auslaufen und eingeführt worden waren, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA den Großteil anderer von Trump festgelegter Zölle für ungültig erklärt hatte. Daneben dämpft der andauernde Iran-Krieg die Stimmung, der den Brent-Ölpreis am Donnerstag erstmals seit zwei Monaten über die Marke von 100 Dollar je Barrel getrieben hat. Unter den Börsen der Region verzeichnet der technologielastige südkoreanische Aktienmarkt die höchsten Verluste. In die Tiefe gerissen wird er von den Chipschwergewichten Samsung Electronics (-8,1%) und SK Hynix (-7,9%). Grund sind andauernde Zweifel an der Nachhaltigkeit der massiven Investitionen in KI. In Japan belasten auch Inflations- und Zinserhöhungssorgen, nachdem die japanischen Verbraucherpreise im Juni weiter gestiegen sind, wenn auch im erwarteten Rahmen. Japanische Anleger trennen sich ebenfalls verstärkt von Aktien der Chipbranche. Unter anderem verbilligen sich Advantest um 6,9, Kioxia um 9,6 und Softbank Group um 7 Prozent. In Hongkong geht es mit Alibaba um 5,2 Prozent nach unten, Tencent fallen um 2,7 Prozent und Baidu um 2,3 Prozent.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.711,65  -1,0  -506,93    52.218,58 
S&P-500    7.408,30  -1,2  -90,66    7.498,96 
NASDAQ Comp 25.137,69  -2,2  -553,21    25.690,90 
NASDAQ 100  28.454,81  -1,9  -543,29    28.998,10 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,24 Mrd  1,09 Mrd 
Gewinner        775    1.204 
Verlierer      2.003    1.549 
Unverändert       56     84 
 

Schwach - Die US-Börsen bauten ihre Abschläge im Verlauf weiter aus - parallel mit den steigenden Ölpreisen. Die Ölpreisrally entfachte Inflationssorgen und weckte die Befürchtung möglicher Zinserhöhungen. Denn im Iran-Krieg drohte eine weitere Eskalationsstufe, nachdem die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen saudische Öltanker im Roten Meer angegriffen hatten. US-Präsident Donald Trump will den Iran für künftige Angriffe der Huthis zur Verantwortung ziehen. Die USA verlegen unterdessen massiv Streitkräfte in die Region. Zudem räumten Geschäftszahlen und Ausblicke von Technologieunternehmen die Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven KI-nvestitionen nicht aus. Alphabet gaben um 7,1 Prozent nach. Die Google-Mutter hatte ihre KI-Investitionspläne erneut angehoben. Aufgrund der hohen Ausgaben verzeichnete das Unternehmen im zweiten Quartal einen negativen freien Cashflow. Tesla rauschten um 14,5 Prozent nach unten. KI-Kosten hatten zu einem negativen Cashflow geführt. Der Gewinn verfehlte die Erwartungen. Der Kurs von IBM gewann 0,4 Prozent. Der Konzern hatte Anleger schon in der vergangenen Woche mit einer Gewinnwarnung auf enttäuschende Geschäftszahlen eingestimmt. Die endgültigen Geschäftszahlen enthielten keine großen Überraschungen mehr. Gewinn und Umsatz von T-Mobile US waren im jüngsten Quartal gestiegen, angetrieben durch das Wachstum im Vertragsgeschäft - letzteres verlangsamte sich aber. Die Aktie verbilligte sich um 10,8 Prozent. Die Aktien von Lockheed Martin (+10,5%) und RTX (+7,3%) legten kräftig zu, nachdem beide Unternehmen von anschwellenden Auftragsbüchern infolge der starken Nachfrage nach Rüstungsgütern berichtet hatten.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,36 +0,05    4,37      4,30 
5 Jahre           4,46 +0,05    4,47      4,40 
10 Jahre          4,70 +0,04    4,71      4,65 
 

Die Renditen zogen mit der inflationstreibenden Ölpreisrally immer weiter an. Die Sorge bestand, dass die US-Notenbank die Zinsen eher anheben könnte, falls die Ölpreise infolge der andauernden Störung der Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus weiter steigen sollten. Der US-Arbeitsmarkt stünde höheren Zinsen wohl nicht im Wege, denn die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten waren deutlich besser als gedacht ausgefallen.

DEVISENMARKT

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00  Do, 9:45 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1381  +0,0   1,1376     1,1422  -3,1 
EUR/JPY          186,46  +0,0   186,39     186,47  +1,3 
EUR/GBP          0,8546  +0,0   0,8543     0,8540  -1,9 
USD/JPY          163,81  -0,0   163,85     163,23  +4,6 
USD/KRW         1.464,10  -0,7  1.474,92    1.471,09  +1,6 
USD/CNY          6,7746  +0,1   6,7701     6,7696  -3,1 
USD/CNH          6,7756  -0,0   6,7776     6,7703  -2,9 
USD/HKD          7,8416  +0,0   7,8408     7,8406  +0,8 
AUD/USD          0,6978  +0,2   0,6967     0,6999  +4,6 
NZD/USD          0,5777  +0,1   0,5771     0,5799  +0,4 
BTC/USD        65.261,05  +0,2 65.110,37    65.364,49 -25,6 
 

Die Überlegungen an höhere Zinsen trieben den Dollar - der Dollar-Index legte um 0,3 Prozent zu. Der Greenback bewegte sich damit auf einem Dreiwochenhoch - der Euro sank auf 1,1375 Dollar.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.030,01  -0,4   -17,14    4.047,15 
Silber           57,53  -0,2   -0,14      57,68 
Platin         1.582,42  -1,1   -17,83    1.600,25 
 

Gold verbilligte sich dank der Dollar-Stärke und der Spekulation auf höhere Zinsen um 1,9 Prozent.

ÖL

ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,80  -0,4   -0,39      92,19 
Brent/ICE         100,42  -0,3   -0,27     100,69 
 

Die Nachrichtenlage zu dem Konflikt im Nahen Osten trieb den Ölpreis weiter nach oben. Nur noch wenige Schiffe passieren die Straße von Hormus. Und aus Daten von Kpler geht hervor, dass immer mehr Schiffe auch die Route durch das Rote Meer meiden, nachdem die Huthi eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt haben. Das Fass Brentöl sprang über die Marke von 100 Dollar.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

US-ZÖLLE

Due US-Regierung hat kurz vor dem Auslaufen der bisherigen Handelszölle von 10 Prozent neue Zölle vorgestellt. Die USA werden im Rahmen neuer Abgaben, die nach Angaben der Trump-Regierung zur Bekämpfung von Zwangsarbeit dienen sollen, Zölle in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent auf ihre wichtigsten Handelspartner erheben. Die neuen Abgaben richten sich gegen 60 Länder, die laut dem Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) Jamieson Greer etwa 99 Prozent des US-Handels ausmachen. Länder, die Gesetze zur Bekämpfung von Zwangsarbeit erlassen haben, wurden mit einem Zoll von 10 Prozent belegt, während Länder ohne solche Vorschriften einen Zoll von 12,5 Prozent erhielten. Die alten Zölle, die am Freitag auslaufen, hatte US-Präsident Donald Trump im Februar eingeführt, nachdem der Supreme Court die meisten seiner weltweiten Zölle gekippt hatte.

KONJUNKTUR JAPAN

Die Verbraucherinflation in Japan hat sich im Juni leicht beschleunigt, was die Zentralbank auf Kurs für weitere Zinserhöhungen hält. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im Juni um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 1,4 Prozent im Mai, wie Regierungsdaten zeigten. Dies entsprach der Konsensprognose einer von dem Datenanbieter Quick durchgeführten Ökonomenumfrage.

KONJUNKTUR AUSTRALIEN

Die Geschäftsaktivität im australischen Privatsektor hat im Juli eine starke Expansion verzeichnet. Dies nährt die Anzeichen, dass die Wirtschaft beginnt, jüngste Schocks wie steigende Kraftstoffkosten und höhere Zinsen abzuschütteln. Der saisonbereinigte S&P Global Flash Australia PMI Composite Output Index lag im Juli bei 52,6, nach 50,4 im Juni. Der Anstieg markierte den zweiten Wachstumsmonat in Folge und den höchsten Wert seit Jahresbeginn.

HSBC

verkauft ihr Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft in Singapur für 2,1 Milliarden US-Dollar an die Allianz. Der Verkauf dürfte auf konsolidierter Ebene der HSBC-Gruppe einen Vorsteuergewinn von etwa 1,8 Milliarden Dollar generieren, teilte die Bank am Freitag mit.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros/cln

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July 24, 2026 01:40 ET (05:40 GMT)

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Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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