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MÄRKTE USA/Dow steigt kräftig - Technologiewerte fallen weiter

DJ MÄRKTE USA/Dow steigt kräftig - Technologiewerte fallen weiter

DOW JONES--Zweigeteilt zeigt sich die Wall Street am Dienstagmittag (Ortszeit). Für den Dow-Jones-Index geht es um 1,2 Prozent auf 52.853 Punkte nach oben. Hier treiben vor allem die deutlichen Kursgewinne von Sherwin-Williams und Coca-Cola nach Quartalszahlen. Der breiter gefasste S&P-500 steigt um 0,3 Prozent. Für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es dagegen um bis zu 0,7 Prozent nach unten. Die Verluste bei den Chip-Werten setzen sich damit fort. Marktteilnehmer verweisen aber auch auf die im Wochenverlauf anstehenden Quartalsergebnisse von wichtigen Tech-Konzernen. Unter anderem gewähren Meta Platforms, Qualcomm, Microsoft, Amazon und Apple einen Blick in die Bücher. Hier dürften vor allem die Investitionen in den KI-Bereich im Fokus stehen, deren immer gewaltigere Ausmaße für zunehmende Bedenken am Markt sorgen. Es herrsche aber auch Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank, die am Mittwoch veröffentlicht wird.

Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts Nvidia 750 Milliarden US-Dollar übersteigen, schüren zusätzliche Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Die Aktien von Nvidia erholen sich von anfänglichen Verlusten und steigen um 0,8 Prozent. Dagegen geht es für die Titel von Advanced Micro Devices und Intel um 6,8 bzw. 5,3 Prozent abwärts.

Leicht stützend wirken die weiter nachgebenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich mit der andauernden Feuerpause im Iran-Krieg um 5,2 Prozent auf 83,77 Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte Axios am Montag gesagt, er habe die Angriffe auf den Iran ausgesetzt, um Verhandlungen zu ermöglichen, könnte aber wieder zu erweiterten Militäraktionen zurückkehren, falls die Gespräche scheitern. Damit bleibe die Unsicherheit hoch, heißt es.

Daneben steht die Berichtssaison weiter im Fokus. UPS hat den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 angehoben, nachdem der Umsatz im zweiten Quartal gestiegen ist. Die Ergebnisse für das zweite Quartal lagen über den Erwartungen des Marktes. Die jahrelangen Restrukturierungsbemühungen würden Früchte tragen, so das Unternehmen. Die Aktien fallen dennoch um 6,4 Prozent.

Boeing verbessern sich um 4,5 Prozent. Der Flugzeugbauer hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 24,56 Milliarden US-Dollar erzielt, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz ist dabei in allen Sparten gestiegen, angeführt vom Bereich Defense, Space & Security, der einen Umsatz von 7,48 Milliarden Dollar verzeichnete - ein Zuwachs von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Paypal-Aktie gewinnt 4,2 Prozent. Die Ergebnisse für das zweite Quartal liegen über den Erwartungen der Analysten. Coca-Cola (+5,2%) hat im zweiten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Sherwin-Williams (+8,4%) hat seine Jahresprognose angehoben, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal höhere Gewinne und Umsätze verzeichnete. Der Farbenhersteller gewann Marktanteile hinzu und erhöhte die Preise.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist übersichtlich. Es wurde lediglich der Index des Verbrauchervertrauens für den Juli bekannt gegeben. Das Verbrauchervertrauen ist demnach gesunken. Laut Conference Board schwächte sich damit die Einschätzung der Verbraucher zur aktuellen Geschäfts- und Arbeitsmarktlage bereits den dritten Monat in Folge ab.

Die Renditen am US-Anleihemarkt geben erneut nach. Bei den zehnjährigen Papieren geht es um 5 Basispunkte auf 4,59 Prozent nach unten. Der Fokus sei hier auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch gerichtet, heißt es.

Der Dollar fällt zurück. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,3 Prozent. Der Fokus des Marktes liege vor allem auf der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch, heißt es. Der Dollar könnte eine reflexartige Schwäche erleiden, falls die US-Notenbank die Zinsen unverändert lässt, schreiben die Strategen von TD Securities.

Der Goldpreis gibt seine Vortagesgewinne wieder ab. Die Feinunze reduziert sich um 0,8 Prozent auf 4.044 Dollar und fällt wieder unter die Marke von 4.100 Dollar. Der Markt schaue vor allem auf die Aussagen des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh zur weiteren geldpolitischen Strategie der Notenbank. Die vom Markt implizierte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung ist von 31,5 Prozent am Montag auf 38 Prozent gestiegen, obwohl die meisten Analysten weiterhin davon ausgehen, dass die Fed die Zinssätze unverändert lassen wird.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.853,08  +1,2  +643,00    52.210,08 
S&P-500         7.437,85  +0,3   +24,67    7.413,18 
NASDAQ Comp      24.917,89  -0,1   -14,19    24.932,08 
NASDAQ 100       27.838,97  -0,7  -200,24    28.039,21 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,26 -0,07    4,32      4,26 
5 Jahre           4,34 -0,06    4,40      4,34 
10 Jahre          4,59 -0,05    4,64      4,59 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:42 
EUR/USD          1,1403  +0,3   0,0036     1,1367   1,1374 
EUR/JPY          186,64  +0,3   0,5100     186,13  186,1900 
EUR/CHF          0,9313  +0,0   0,0002     0,9311   0,9311 
EUR/GBP          0,8568  +0,2   0,0014     0,8554   0,8548 
USD/JPY          163,66  -0,1  -0,0800     163,74  163,6700 
GBP/USD          1,3307  +0,2   0,0020     1,3287   1,3301 
USD/CNY          6,771  +0,1   0,0053     6,7657   6,7657 
USD/CNH          6,7686  +0,1   0,0034     6,7652   6,7648 
AUS/USD          0,6985  -0,1  -0,0004     0,6989   0,6989 
Bitcoin/USD      63.769,88  -1,8 -1.146,72    64.916,60 64.511,74 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         78,24  -5,3   -4,37      82,61 
Brent/ICE         83,77  -5,2   -4,59      88,36 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.043,96  -0,8   -31,20    4.075,16 
Silber           57,47  -1,6   -0,94      58,41 
Platin         1.621,32  +0,0    0,07    1.621,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/brb

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July 28, 2026 12:34 ET (16:34 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

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