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MÄRKTE ASIEN/Ausverkauf im Chipsektor hält an - Erholung von Tagestiefs

DJ MÄRKTE ASIEN/Ausverkauf im Chipsektor hält an - Erholung von Tagestiefs

DOW JONES--Die asiatischen Aktienbörsen haben sich am Mittwoch im Verlauf zum Teil deutlich von den Tagestiefs erholt. Insgesamt zeigten sich die Börsen zweigeteilt. Aufschlägen standen Verluste bei technologielastigen Börsen gegenüber. Denn es blieb beim Ausverkauf im Halbleitersektor wie schon am Vortag, doch selbst der schwächte sich im Verlauf ab. Der südkoreanische Kospi brach erneut ein, Händler sprachen von zwischenzeitlich panikartigen Verkäufen im Halbleitersektor, aber auch von einer übertrieben Reaktion, die sich anschließend wieder etwas beruhigt habe. Wie schon am Vortag hielt die Skepsis an, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften würden. Belastet wurden die Börsen zudem von gestiegenen Ölpreisen, nachdem im Nahen Osten erneut Kämpfe und wechselseitige Attacken ausgebrochen waren. Der Iran hatte einen überraschenden Angriff mit ballistischen Raketen auf US-Streitkräfte in der Region gestartet - die USA schlugen zurück.

Die Verunsicherung am Markt wurde durch die am Abend anstehende Leitzinsentscheidung in den USA verschärft. Zwar dürfte die US-Notenbank das Zinsniveau bestätigen. Doch warnte CBA-Analystin Carol Kong: "Es gibt eine geringe Chance, dass die Mehrheit (des Offenmarktausschusses) für eine Anhebung der Zinsen stimmt." Falkenhafte Kommentare von der Fed nach der geldpolitischen Sitzung seien wahrscheinlich.

Höhere Zinsen wären auch für den Technologiesektor mit seinen hohen Kosten ein zusätzliches Problem. Mit den ohnehin bestehenden Zweifeln brach der südkoreanische Kospi erneut ein - nach einem Vortagsabsturz von 11 Prozent nun um weitere 6 Prozent - im Tagestief hatten die Abgaben erneut bei rund 11 Prozent gelegen. Der Kurs des Chipriesen SK Hynix rauschte zwischenzeitlich um weitere 18,5 Prozent südwärts und schloss 9,6 Prozent tiefer. Selbst ein Gewinnanstieg um das 13-fache im zweiten Quartal hatte Anleger nicht zufrieden gestellt. Denn sowohl Umsatz als auch Betriebsgewinn lagen unter den Konsensprognosen. Die Papiere des Konkurrenten Samsung Electronics, der am Donnerstag berichten wird, stürzten um 5,2 Prozent ab.

Auch der technologielastige Taiex in Taiwan gab 3,8 Prozent nach. In Japan drehte der Markt im Verlauf ins Minus, der Nikkei-225 büßte nun 1,5 Prozent auf 61.434 Punkte ein - belastet von Halbleiterwerten. Händler sprachen von Verunsicherung wegen des Iran-Krieges und des Ausverkaufs im Halbleitersektor. In China bewies der Markt einmal mehr seine Eigenständigkeit und Konzentration auf heimische Aspekte. Der HSI in Hongkong kletterte im späten Handel um 1,8 Prozent, der Shanghai-Composite schaffte zum Handelsende den Sprung ins Plus - er schloss 0,4 Prozent höher.

Auch in Australien, wo Technologiewerte im Leitindex keine Rolle spielen, bewies der S&P/ASX-200 mit einem Aufschlag von 1 Prozent Stärke. Daten zu den australischen Verbraucherpreisen im zweiten Quartal fielen niedriger aus als gedacht. Sie stellen kein Alarmsignal für eine Zinserhöhung im August dar, urteilte IFM-Chefvolkswirt Alex Joiner. Gestützt wurde der Markt von Rio Tinto (+3,7%). Der Bergbaukonzern hat seine Zwischendividende erhöht, nachdem der Gewinn im ersten Halbjahr um 47 Prozent gestiegen war. Gestützt wurde das Ergebnis durch höhere Rohstoffpreise und eine gestiegene Produktion. Im Fahrwasser stiegen BHP um 1,4 Prozent.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.038,60  +1,0    +3,7      08:00 
Nikkei-225        61.434,19  -1,5    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.109,33  +0,3   +16,9      08:00 
Kospi (Seoul)       5.663,24  -6,0   +34,4      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.753,19  +1,8    +0,5      10:00 
Shanghai-Composite     3.828,47  +0,4    -3,5      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.692,64  +1,4   +22,5      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.105,60  -0,4   -29,4      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.711,54  -0,1    +1,9      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Di, 9:39 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1396  +0,1   1,1385     1,1370  -3,0 
EUR/JPY           186,42  -0,1   186,56     186,19  +1,3 
EUR/GBP           0,8566  -0,0   0,8568     0,8547  -1,7 
USD/JPY           163,58  -0,2   163,82     163,73  +4,4 
USD/KRW          1.447,24  -0,4  1.452,69    1.459,98  +0,5 
USD/CNY           6,7668  -0,1   6,7710     6,7680  -3,2 
USD/CNH           6,7660  -0,1   6,7701     6,7685  -3,0 
USD/HKD           7,8426  +0,0   7,8407     7,8417  +0,8 
AUD/USD           0,6951  -0,3   0,6973     0,6971  +4,2 
NZD/USD           0,5787  +0,0   0,5786     0,5772  +0,5 
BTC/USD          64.404,59  +0,9 63.854,58    63.480,63 -26,6 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           82,05  +3,5    2,79      79,26 
Brent/ICE           87,25  +3,8    3,16      84,09 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.045,31  +0,5   18,19    4.027,12 
Silber            58,18  +1,8    1,03      57,15 
Platin           1.605,96  +0,1    1,02    1.604,94 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/uxd

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July 29, 2026 03:46 ET (07:46 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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