DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Zinspause der Fed im Fokus - Devisenmärkte bewerten Chancen auf Anhebung
Der WSJ Dollar Index notiert vor einer Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, deren Ausgang ungewöhnlich unsicher ist, unverändert. Die Volkswirte von Goldman Sachs erwarten eine Zinspause mit mindestens einer abweichenden Stimme für eine Zinserhöhung. Die kriegsbedingte Volatilität der Energiepreise trübe die Aussichten, schreiben sie in einer Research Note. Die Märkte preisen für den heutigen Tag eine Wahrscheinlichkeit von etwa eins zu drei für eine Zinserhöhung ein. Laut Goldman sei die Schlüsselfrage für den Devisenmarkt, falls die Fed stillhalte, wie viel der eingepreisten Zinserhöhung auf die kommenden Sitzungen umverteilt werde. Daten der CME zeigen, dass die Anleger bereits eine Zinserhöhung im September einpreisen. Der US-Dollar gibt gegenüber dem Euro und dem Yen leicht nach.
BOJ braucht wohl starke Zinssignale - Um Yen-Verluste aufzuhalten
Die Bank of Japan müsse am Freitag klare Signale für künftige Zinserhöhungen geben, um weitere Kursverluste des Yen zu verhindern, schreibt Jane Foley von der Rabobank in einer Research Note. Viele G-10-Zentralbanken außerhalb Japans hätten die Zinsen angehoben, und es werde erwartet, dass andere diesem Beispiel folgen, was die BOJ zu einer weiteren Straffung unter Druck setze, meint sie. "Wenn die BOJ signalisiert, dass eine Zinserhöhung im Oktober und nicht erst im Dezember ansteht, kann der Yen diese Woche Unterstützung finden." Die Erholung des Yen hänge auch davon ab, ob der Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Warsh, bei einer Entscheidung um 18.00 Uhr GMT die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA unterstütze oder zurückweise, meint sie.
Ölpreise steigen wegen Eskalation im Nahen Osten vor Zinsentscheidung der Fed - WSJ
Die Ölpreise ziehen wieder an, was den Inflationsdruck anheizt. Dies droht die Aufgabe der US-Notenbank Fed zu erschweren, die am Mittwoch zu ihrer Zinsentscheidung zusammenkommt. Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl sprangen um mehr als 5 Prozent in die Höhe, nachdem der Iran einen Überraschungsangriff auf US-Streitkräfte in Jordanien gestartet hatte, woraufhin Präsident Trump schwor, hart zurückzuschlagen. Die erneute Eskalation machte einen weiteren Deeskalationsversuch zunichte und erhöht das Risiko längerer Störungen auf den Energiemärkten sowie einer stärkeren Inflation.
US-Rohöllagerbestände fallen viel stärker als erwartet
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 24. Juli viel stärker verringert als erwartet. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 7,167 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten nur einen Rückgang um 0,6 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,01 Millionen Barrel erhöht. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 0,007 Millionen Barrel zu. Analysten hatten ein Minus von 0,8 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 0,765 Millionen gestiegen waren.
DJG/DJN/apo
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July 29, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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