BERLIN (dpa-AFX) - Die krisengebeutelte Deutsche Bahn stellt am Donnerstag ihre Halbjahresbilanz vor. Der bundeseigene Konzern fiel zuletzt nicht nur mit schwacher Pünktlichkeitsquote und maroder Infrastruktur auf, sondern auch mit schlechten Unternehmenszahlen. 2025 verzeichnete die Bahn unter dem Strich einen Milliardenverlust. Operativ schrieb der Konzern aber schwarze Zahlen, auch getrieben durch die stetig steigende Zahl an Fahrgästen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag bei plus 297 Millionen Euro. Im laufenden Jahr sollen es etwa 600 Millionen Euro werden.
Bahnchefin Evelyn Palla hat zuletzt einen umfangreichen Konzernumbau eingeleitet, der neben mehr Verantwortung in der Fläche auch Sparmaßnahmen und Stellenstreichungen beinhaltet. Im Fernverkehr läuft ein eigenes Sanierungsprogramm.
Besonders kritisch ist die Lage bei DB Cargo: Die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn muss ab 2026 dauerhaft profitabel sein, sonst drohen Konsequenzen der EU-Kommission. Cargo-Chef Bernhard Osburg hat einen Plan vorgelegt, der in Deutschland einen Abbau von 6.200 Stellen umfasst./nif/DP/jha



