GUTEN MORGEN NEWS AUS DER REDAKTION
Die US-Notenbank beließ den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 %. Drei Mitglieder wollten wegen der anhaltenden Inflationsrisiken sogar nochmals um 25 Basispunkte erhöhen. Bemerkenswert ist die Reaktion am Bondmarkt: Die Rendite zweijähriger Treasuries gab nach, die 30-jährige Rendite stieg dagegen auf rund 5,2 % und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Das kurze Ende akzeptiert die aktuelle Zinspause. Das lange Ende verlangt wegen Energiepreisen, Staatsverschuldung, Inflation und steigender Anleiheemissionen eine höhere Risikoprämie - grundsätzlich gut für Banken - aber mehr Vola im Gesamtmarkt.
Microsoft steigerte den Quartalsumsatz um 18 % auf 90 Mrd. Dollar, Azure wuchs um 43 %. Der noch nicht realisierte Vertragsbestand im Geschäft mit Unternehmenskunden erreichte 678 Mrd. Dollar. Der gesamte Zuwachs gegenüber dem Vorquartal kam von Kunden außerhalb der großen KI-Modellentwickler. Das begeistert mich.
Auch Meta zeigt, dass KI das bestehende Geschäft beschleunigt. Der Umsatz legte um 28 % auf 60,8 Mrd. Dollar zu. Der Preis dafür ist allerdings hoch: Allein im zweiten Quartal investierte Meta 31,1 Mrd. Dollar, für das Gesamtjahr sind nun 130 bis 145 Mrd. Dollar vorgesehen. Der freie Cashflow schrumpfte dadurch auf lediglich 784 Mio. Dollar. Das wird abgestraft.
Am anderen Ende der Lieferkette meldet Samsung Rekorde. Der operative Gewinn erreichte 89,5 Billionen Won, davon kamen 89,2 Billionen Won aus dem Chipgeschäft. Hohe Speicherpreise und knappe Kapazitäten sorgen für Traumrenditen. Gleichzeitig rutschte das Geschäft mit Smartphones und Netzwerktechnik mit 0,7 Billionen Won in die Verlustzone, weil dieselben teuren Speicherchips dort die Kosten erhöhen. Die Zahlen bestätigen den Speicherboom, die Börse diskutiert jedoch bereits das Risiko neuer Überkapazitäten.
Wie schnell ein Zukunftsthema in ein Liquiditätsproblem umschlagen kann, zeigt Leopold Aschenbrenner. Sein rund 20 Mrd. Dollar schwerer Hedgefonds Situational Awareness sucht nach den jüngsten Verlusten frisches Kapital bei Investoren und Kreditgebern. Die Redeist von Zwangsliquidierungen. Der Fonds hatte seine KI-Infrastrukturwetten mit Fremdkapital verstärkt und wurde dadurch von der Korrektur besonders hart getroffen. Das beschleunigt den Absturz der Neoclouds, woraus demnächst neue Chancen resultieren. Mehr dazu demnächst in der Actien-Börse.
Ansonsten steuert die Berichtssaison mit einer echten Zahlenflut in Europa und den USA auf ihren Höhepunkt zu. Adidas scheitert heute an den Kosten, Schneider Electric überzeugt vollends mit bärenstarken Kennzahlen und liefert die Vorlage für Siemens. Auch Prysmian gefällt nach dem Absturz.
Sie möchten jeden Morgen auf dem Laufenden sein? Hier gehts zur kostenlosen Bernecker App: https://www.bernecker.info/app
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

Die US-Notenbank beließ den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 %. Drei Mitglieder wollten wegen der anhaltenden Inflationsrisiken sogar nochmals um 25 Basispunkte erhöhen. Bemerkenswert ist die Reaktion am Bondmarkt: Die Rendite zweijähriger Treasuries gab nach, die 30-jährige Rendite stieg dagegen auf rund 5,2 % und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Das kurze Ende akzeptiert die aktuelle Zinspause. Das lange Ende verlangt wegen Energiepreisen, Staatsverschuldung, Inflation und steigender Anleiheemissionen eine höhere Risikoprämie - grundsätzlich gut für Banken - aber mehr Vola im Gesamtmarkt.
Microsoft steigerte den Quartalsumsatz um 18 % auf 90 Mrd. Dollar, Azure wuchs um 43 %. Der noch nicht realisierte Vertragsbestand im Geschäft mit Unternehmenskunden erreichte 678 Mrd. Dollar. Der gesamte Zuwachs gegenüber dem Vorquartal kam von Kunden außerhalb der großen KI-Modellentwickler. Das begeistert mich.
Auch Meta zeigt, dass KI das bestehende Geschäft beschleunigt. Der Umsatz legte um 28 % auf 60,8 Mrd. Dollar zu. Der Preis dafür ist allerdings hoch: Allein im zweiten Quartal investierte Meta 31,1 Mrd. Dollar, für das Gesamtjahr sind nun 130 bis 145 Mrd. Dollar vorgesehen. Der freie Cashflow schrumpfte dadurch auf lediglich 784 Mio. Dollar. Das wird abgestraft.
Am anderen Ende der Lieferkette meldet Samsung Rekorde. Der operative Gewinn erreichte 89,5 Billionen Won, davon kamen 89,2 Billionen Won aus dem Chipgeschäft. Hohe Speicherpreise und knappe Kapazitäten sorgen für Traumrenditen. Gleichzeitig rutschte das Geschäft mit Smartphones und Netzwerktechnik mit 0,7 Billionen Won in die Verlustzone, weil dieselben teuren Speicherchips dort die Kosten erhöhen. Die Zahlen bestätigen den Speicherboom, die Börse diskutiert jedoch bereits das Risiko neuer Überkapazitäten.
Wie schnell ein Zukunftsthema in ein Liquiditätsproblem umschlagen kann, zeigt Leopold Aschenbrenner. Sein rund 20 Mrd. Dollar schwerer Hedgefonds Situational Awareness sucht nach den jüngsten Verlusten frisches Kapital bei Investoren und Kreditgebern. Die Redeist von Zwangsliquidierungen. Der Fonds hatte seine KI-Infrastrukturwetten mit Fremdkapital verstärkt und wurde dadurch von der Korrektur besonders hart getroffen. Das beschleunigt den Absturz der Neoclouds, woraus demnächst neue Chancen resultieren. Mehr dazu demnächst in der Actien-Börse.
Ansonsten steuert die Berichtssaison mit einer echten Zahlenflut in Europa und den USA auf ihren Höhepunkt zu. Adidas scheitert heute an den Kosten, Schneider Electric überzeugt vollends mit bärenstarken Kennzahlen und liefert die Vorlage für Siemens. Auch Prysmian gefällt nach dem Absturz.
Sie möchten jeden Morgen auf dem Laufenden sein? Hier gehts zur kostenlosen Bernecker App: https://www.bernecker.info/app
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
© 2026 Bernecker Börsenbriefe




