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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Der Sensor- und Radarspezialist Hensoldt hat im ersten Halbjahr von einer starken Nachfrage profitiert und den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Getrieben durch Beschaffungsaufträge aus Deutschland und anderen europäischen Staaten erreichte der Auftragsbestand des Unternehmens ein neues Rekordhoch von über 10 Milliarden Euro. Auch bei Umsatz und operativem Ergebnis verzeichnete der Konzern deutliche Zuwächse und bestätigte in der Folge seine Prognose für das Gesamtjahr.

Die positive operative Entwicklung zeigte sich in beiden Segmenten des Konzerns: Der Bereich Sensors verzeichnete einen um 58 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro gestiegenen Auftragseingang, während der Umsatz um 17 Prozent auf 955 Millionen Euro zulegte. Ein außergewöhnlich starkes Wachstum wies das Segment Optronics auf: Dank Großaufträgen zur Ausstattung von Schützenpanzern sprang der Auftragseingang von 164 Millionen Euro auf 971 Millionen Euro.

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2026 bestätigte Hensoldt den Ausblick, der unter anderem einen Konzernumsatz von etwa 2,75 Milliarden Euro, ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,5x bis 2,0x sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 18,5 bis 19,0 Prozent vorsieht.

Die Zahlen im Detail (in Millionen Euro, Marge in Prozent):

.            BERICHTET  PROG PROG 
1H           1H26  ggVj  1H26 ggVj  1H25 
Auftragseingang    2.812 +100% 1.232 -12% 1.405 
Umsatz        1.167  +24% 1.151 +22%  944 
EBITDA bereinigt    137  +28%  139 +30%  107 
EBITDA-Marge bereinigt 11,8   --  12,1  --  11,3 
 

AUSBLICK UNTERNEHMEN

PUMA (8:00h)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                PROG PROG PROG 
2. QUARTAL           2Q26 ggVj Zahl  2Q25 
Umsatz             1.670 -11%  17  1.871 
EBIT               -69  --  16  -109 
EBIT-Marge           -4,1  --  16  -5,8 
Ergebnis nach Steuern/Dritten  -99  --  16  -247 
Ergebnis je Aktie       -0,67  --  16  k.A. 
 

Weitere Termine:

07:00 AT/OMV AG, Ergebnis 2Q

07:00 DE/Fuchs SE, ausführliches Ergebnis 1H (10:00 PK; 12:00 Analystenkonferenz)

07:00 DE/Siemens Healthineers AG, Ergebnis 3Q (07:30 PK; 08:30 Analystenkonferenz)

07:00 FR/Axa SA, Ergebnis 1H

07:00 FR/Credit Agricole SA, Ergebnis 1H

07:30 AT/Raiffeisen Bank International AG (RBI), Ergebnis 1H

08:00 DE/Puma SE, Ergebnis 1H (09:30 PK; 15:00 Analystenkonferenz)

08:00 ES/International Consolidated Airlines Group SA, Ergebnis 2Q

08:00 GB/Natwest Group plc, Ergebnis 2Q

12:00 US/Chevron Corp, Ergebnis 2Q

12:00 GB/Linde plc, Ergebnis 2Q

12:30 US/Exxon Mobil Corp, Ergebnis 2Q

12:45 US/Abbvie Inc, Ergebnis 2Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Umweltbank        0,05 EUR 
Wurmtal Beteiligungen  0,37 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

-FR 
  08:45 Verbraucherpreise (vorläufig) Juli 
     PROGNOSE: +1,8% gg Vj 
     zuvor:  +1,8% gg Vj 
     HVPI 
     PROGNOSE: +2,0% gg Vj 
     zuvor:  +2,0% gg Vj 
 
-DE 
  09:55 Arbeitsmarktdaten Juli 
     Arbeitslosenzahl saisonbereinigt 
     PROGNOSE: +5.000 gg Vm 
     zuvor:  -1.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote saisonbereinigt 
     PROGNOSE: 6,3% 
     zuvor:  6,3% 
 
-EU 
  11:00 Verbraucherpreise Eurozone (Vorabschätzung) Juli 
     Eurozone 
     PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     zuvor:   -0,1% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
     PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+2,4% gg Vj 
     zuvor:   +0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj 
 
-IT 
  11:00 Verbraucherpreise (vorläufig) Juli 
     PROGNOSE: +2,7% gg Vj 
     zuvor:  +3,0% gg Vj 
 
-US 
  14:30 Arbeitskostenindex 2Q 
     PROGNOSE: +0,8% gg Vq 
     zuvor:  +0,9% gg Vq 
 
  15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Juli 
     PROGNOSE: 55,7 
     zuvor:  56,7 
 
  16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) Juli 
     PROGNOSE:  54,0 
     1. Umfrage: 54,4 
     zuvor:   49,5 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.815,00  +0,6 
E-Mini-Future S&P-500   7.508,50  +0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100 28.565,75  +1,2 
Topix (Tokio)       4.016,87  +1,6 
Hang-Seng (Hongk.)    25.800,52  -0,2 
Shanghai-Comp.       3.832,84  +0,7 
 
Donnerstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        25.612,03  +0,6 
DAX-Future    25.727,00  +0,8 
MDAX       32.216,66  -0,1 
TecDAX       3.829,25  -0,4 
SDAX       18.462,31  -0,6 
Euro-Stoxx-50   6.344,40  +1,5 
Stoxx-50      5.459,40  +0,9 
XDAX       25.715,94  +0,4 
Dow-Jones     52.208,06  +1,2 
S&P-500      7.437,63  +1,7 
Nasdaq Composite 25.122,18  +2,8 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die europäischen Aktien-Futures notierten im Gleichschritt mit breiten Gewinnen an den asiatischen Aktienmärkten höher. So wird der DAX am Morgen bei 25.730 Punkten gesehen nach einem Vortagesschluss bei 25.612. Damit ist er auf dem direkten Weg in Richtung Rekordhoch bei 25.900. Anleihen tendieren am Morgen etwas fester. Auch nachgebende Ölpreise dürften den Aktienmarkt stützen. Starke Quartalszahlen großer US-Tech-Konzerne haben die Sorgen der Anleger hinsichtlich der Rentabilität massiver Investitionen in Rechenzentren zunächst gemildert. "Stärkere Ergebnisse von Amazon nach US-Börsenschluss bestärken die Ansicht, dass KI-bezogene Investitionen weiterhin für eine robuste Nachfrage und attraktive Renditen sorgen", schrieben die Analysten von Commerzbank Research.

Rückblick: Fester - Im späten Verlauf stützte die positive Entwicklung an der Wall Street etwas, wo sich vor allem die Werte aus dem Technologie-Sektor kräftig erholten. In Europa gehörte der Sektor mit einem Plus von 1,6 Prozent zu den Gewinnern. ASM International (+9,5%) sowie Infineon (+9,2%) legten deutlich zu. Die Bank of England hatte die Zinsen, wie allgemein erwartet, unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Auch die US-Notenbank hatte am Vorabend ihren Leitzins bestätigt. Bei Einzelaktien gab die Bilanzsaison die Richtung vor. Um 20,6 Prozent abwärts ging es mit den Aktien des britischen Schädlingsbekämpfers Rentokil. Die Analysten von RBC sprachen von "durchwachsenen" Zahlen mit einem höheren EBITA und bereinigtem Vorsteuergewinn, aber einer Schwäche in Nordamerika. DSM-Firmenich stiegen um 11,7 Prozent. Grund war ein beschleunigtes flächenbereinigtes Umsatzwachstum im zweiten Quartal, das die Erwartungen der Analysten übertraf. In der Schweiz schossen die Aktien von Clariant um 16,1 Prozent nach oben. Anleger feierten hier den Sieg vor einem niederländischen Gericht über Shell. Der britische Konzern hatte Clariant und drei andere Unternehmen wegen Verletzungen des Wettbewerbsrechts verklagt.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fester - Der DAX liegt nur noch kanpp 300 Punkte unter seinem Allzeithoch. Nach einem Vortagesschluss von 182,25 und einem Tief von 147,05 schloss die Adidas-Aktie 11,5 Prozent tiefer bei 161,25 Euro. Der Sportartikel-Hersteller hatte für das zweite Quartal unter den Erwartungen liegende Zahlen vorgelegt. Die Enttäuschung sei anscheinend auf höhere Marketingausgaben während der Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen, so RBC Capital Markets. Die bestätigten längerfristigen Ziele wurden im Verlauf für Käufe genutzt. Als stark wurde bei MTU (+0,5%) der Cashflow eingestuft. Der freie Cashflow (FCF) habe die Konsensschätzung im Quartal um 31 Prozent übertroffen. Symrise (+3,1%) hat im zweiten Quartal ein solides organisches Wachstum von 4,5 Prozent verzeichnet und die Konsensschätzung von 3 Prozent übertroffen, kommentiert Metzler. Aber auch der Ausblick wurde positiv gewertet. Im Autosektor schlossen BMW nach Zahlenvorlage 0,2 Prozent tiefer. Aumovio haussierten um 10,7 Prozent. Während das Unternehmen den Ausblick senkte, wurde mit BMW ein Vergleich erzielt.

XETRA-NACHBÖRSE

Thyssenkrupp Nucera zeigten sich unbeeindruckt von den vorläufigen Zahlen des Anbieters von Elektrolyse-Technologien. Die Aktie bewegte sich im nachbörslichen Handel kaum. Auch die Hella-Aktie reagierte kaum auf die vorläufigen Zahlen und den bestätigten Ausblick des Autozulieferers. Aumovio legten um 1,6 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose gesenkt, aber einen Vergleich mit BMW im Rechtsstreit um Bremssysteme gemeldet hatte.

USA - AKTIEN

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 31, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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