DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
TAGESTHEMA I
SAP hat sein Wachstum im Cloud-Geschäft trotz einer leichten Abschwächung zum Vorquartal besser als erwartet vorangetrieben. Der Softwarekonzern meldete für den Cloud-Auftragsbestand einen deutlich stärkeren Anstieg als erwartet. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr bestätigte das DAX-Unternehmen, der Ausblick für den operativen Gewinn wurde dagegen wegen jüngst abgeschlossener Übernahmen leicht gesenkt. Der Current Cloud Backlog (CCB) zeigt die gesicherten Aufträge auf ein Jahr an und gilt als eine zentrale Kennziffer bei SAP. Er stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 26 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Analysten hatten im Konsens von Visible Alpha lediglich 22,1 Milliarden erwartet. SAP will möglichst viele Kunden in die Cloud bringen. Der Umstieg ist von großer Bedeutung, weshalb die Anleger besonders auf Zahlen zum Cloud-Wachstum achten. Der Cloud-Umsatz stieg währungsbereinigt um 24 Prozent zum Vorjahr auf 6,28 Milliarden Euro. Im Vorquartal hatte das Wachstum bei 27 Prozent gelegen. SAP hatte bereits angekündigt, dass das Tempo nicht zu halten sein würde. Analysten hatten im Konsens mit 6,25 Milliarden gerechnet. Für das laufende Jahr stellt SAP weiterhin ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent auf 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro in Aussicht. Im Vorjahr hatte das Wachstum bei 26 Prozent gelegen. Der Anstieg des CCB wird voraussichtlich hinter dem Wachstum von 25 Prozent aus dem Vorjahr zurückbleiben. Der aktuelle Analystenkonsens steht bei einem Wachstum von 22,6 Prozent. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) soll nun um 13 bis 17 Prozent auf 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro zulegen. Bislang hatte SAP ein Wachstum von 14 bis 18 Prozent in Aussicht gestellt. Hintergrund ist ein Verwässerungseffekt aus den im Juli abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs, den der Konzern auf 100 Millionen Euro schätzt. Im zweiten Quartal legte das Betriebsergebnis auf Non-IFRS-Basis währungsbereinigt um 9 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zu. Hier hatte der Konsens auf 2,88 Milliarden gelautet. Die operative Marge (Non-IFRS) sank auf 27,8 Prozent von 28,5 Prozent im Vorjahr. Analysten hatten 29,4 Prozent erwartet. Zum ersten Quartal ging der Betriebsgewinn zurück, was SAP neben der Abschwächung des Cloud-Wachstums mit höheren Investitionen in Forschung & Entwicklung sowie ins Marketing begründete. Unter dem Strich verdiente SAP nach IFRS 2,2 Milliarden Euro, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. NAchfolgend die Ergebnisse für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, operative Marge in Prozent. Das Unternehmen bilanziert nach IFRS, berichtet aber auch Non-IFRS. Die vorliegenden Prognosen sind auf Basis von Non-IFRS):
. BERICHTET PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25 Operative Marge 27,8 -- 29,4 -- 28,5 Umsatzerlöse 9.878 +9,4% 9.849 +9,1% 9.027 Cloud- und Softwareerlöse 8.851 +11% 8.812 +11% 7.966 Softwarelizenzen 131 -32% 133 -31% 194 Softwaresupport 2.439 -7,7% 2.425 -8,2% 2.642 Clouderlöse 6.281 +22% 6.251 +22% 5.130 Operatives Ergebnis 2.743 +7% 2.883 +12% 2.568 Ergebnis nach Steuern 1.828 +5% 2.019 +16% 1.747 Ergebnis je Aktie 1,59 +6% 1,74 +16% 1,50 Current Cloud Backlog 22.929 +27% 22.060 +22% 18.052 Free Cashflow 3.002 +27% 2.856 +21% 2.357
TAGESTHEMA II
Volkswagen dürfte für das zweite Quartal stabile Umsätze und deutliche Zuwächse beim Gewinn ausweisen. Die operative Marge sollte sogar auf 4,9 Prozent von 4,7 Prozent im Vorjahresquartal gestiegen sein. Allerdings war das zweite Quartal des Vorjahres vor allem bei Audi und Porsche außerordentlich schwach, weshalb der Basiseffekt nun die anhaltenden Probleme des Autokonzerns zunächst überdeckt. Neben den anhaltenden Kostenproblemen spürt VW, genauso wie die Konkurrenz, besonders die Schwäche auf dem chinesischen Markt. Für VW ging es hier beim Absatz im zweiten Quartal mit minus 37 Prozent noch stärker abwärts als für die meisten Konkurrenten. Analysten gehen aber bei Vorlage des Quartalszahlen am Freitag davon aus, dass die Wolfsburger ihre Jahresprognose bestätigten sollten. Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro):
PROG PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj Zahl 2Q25 Umsatz 81.008 +0,3% 11 80.806 Operatives Ergebnis 3.972 +4% 11 3.834 Operative Umsatzrendite 4,9 -- 10 4,7 Ergebnis vor Steuern 3.634 +10% 11 3.314 Ergebnis nach Steuern/Dritten 2.349 +8% 9 2.175 Ergebnis je Vorzugsaktie 4,65 +7% 4 4,34
AUSBLICK UNTERNEHMEN
07:00 DE/Atoss Software SE, Ergebnis 2Q (09:30 Earnings-Call)
12:00 US/Verizon Communications Inc, Ergebnis 2Q
13:00 US/American Express Co, Ergebnis 2Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende Alexanderwerk 0,50 EUR MWB Fairtrade Wertpapierhandels 0,80 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
- DE
08:00 NIM-Konsumklimaindikator August
PROGNOSE: -28,1
zuvor: -29,2
09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 49,1
zuvor: 48,6
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 49,7
zuvor: 49,5
09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 50,5
zuvor: 50,3
- FR
09:15 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 48,0
zuvor: 46,8
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 47,8
zuvor: 47,2
09:15 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 51,1
zuvor: 51,2
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 50,0
zuvor: 49,4
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 51,5
zuvor: 51,4
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 50,2
zuvor: 50,0
- GB
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 49,4
zuvor: 48,8
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 52,2
zuvor: 52,5
- US
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 51,5
zuvor: 51,2
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 54,4
zuvor: 53,3
16:00 Neubauverkäufe Juni
PROGNOSE: +4,5% gg Vm
zuvor: -7,3% gg Vm
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 24.860,00 +0,3 E-Mini-Future S&P-500 7.448,50 +0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 28.598,00 -0,1 Topix (Tokio) 4.007,36 -1,2 Hang-Seng (Hongk.) 24.904,90 -1,2 Shanghai-Comp. 3.846,78 -0,8 Donnerstag: DAX 24.763,12 -1,6 MDAX 31.673,72 -1,0 TecDAX 3.701,45 -2,3 SDAX 18.098,62 -1,7 Euro-Stoxx-50 6.210,17 -1,7 Stoxx-50 5.377,33 -1,2 Dow-Jones 51.711,65 -1,0 S&P-500 7.408,30 -1,2 Nasdaq Composite 25.137,69 -2,2
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Die europäischen Aktienfutures zeigen sich am Freitagmorgen mit den negativen Vorgaben aus den USA und Asien etwas schwächer. Die Ölpreise zeigen sich zwar mit leichten Abgaben, was aber wahrscheinlich lediglich auf eine technische Korrektur zurückzuführen ist, nachdem die Brent-Futures erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 100 Dollar pro Barrel geklettert waren. Die Abgaben dürften durch die wachsende Sorge vor Lieferunterbrechungen im Nahen Osten jedoch begrenzt bleiben. US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, die USA würden den Iran für künftige Angriffe der Houthi-Milizen verantwortlich machen, nachdem die Gruppe zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer beschossen hatte. "Die Feindseligkeiten im Roten Meer haben Sorgen vor weiteren Versorgungsengpässen geschürt", schreiben die Analysten von ANZ Research. Dies sei eine alternative Route gewesen, über die Saudi-Arabien seit der Schließung der Straße von Hormus Öl exportiert habe. Zudem gibt es die erwartete Verlängerung der US-Zölle. Die USA haben angekündigt, im Rahmen neuer Abgaben Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent gegenüber ihren wichtigsten Handelspartner zu erheben. Die Trump-Regierung begründet dies mit dem Kampf gegen Zwangsarbeit. Die neuen Zölle sollen Trumps temporären globalen Zollsatz von 10 Prozent ersetzen, der am Freitag ausläuft.
Rückblick: Die Ölpreisrally entfachte Inflations- und Zinserhöhungsängste. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen hatten Angriffe auf saudische Öltanker gemeldet. Die USA verlegen unterdessen massiv Streitkräfte und Waffen in die Region. Zudem räumten Zahlen und Ausblicke von US-Technologieunternehmen Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen nicht aus. Der EZB-Rat hatte zwar wie erwartet das Zinsniveau bestätigt, gleichwohl war die Inflation auch hier Thema. Nach den Worten von EZB-Präsidentin Lagarde bestehe weiterhin ein überwiegendes Risiko, dass die Inflation höher als erwartet ausfallen wird. Der Euro gab in der Folge nach, was aber der Dollar-Stärke geschuldet war. Roche (+5,1%) hatte ihre Jahresprognose bestätigt, da die Pharmasparte gut lief. Nestle brachen um 8 Prozent ein. Der Konzern stößt die Hälfte seines Wassergeschäfts im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens ab. Gleichzeitig belasten hohe Kosten aus den Verschlankungsbemühungen. Nachdem sich der Aktienkurs von STMicroelectronic seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt hatte, konnten die Zweitquartalszahlen die teils hohen Erwartungen nicht erfüllen. Gewinnmitnahmen ließen die Aktie um 17,7 Prozent einknicken. Unicredit notierten 4,8 Prozent schwächer. Die Ergebnisse zeigten solide Trends, stellten aber keinen Volltreffer dar, urteilte Bank of America. Für BNP Paribas ging es im negativen Börsenumfeld um 2,8 Prozent nach unten, obwohl die Erwartung leicht übertroffen wurden.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Sehr schwach - Positiv überraschten die Nutzfahrzeughersteller. Die Aktie von Daimler Truck kletterte um 3,9 Prozent. RBC wertete die Aussagen zu den US-Zöllen positiv. So hätten die US-Behörden einen höheren Anteil an US-Komponenten anerkannt, was künftig die Zollbelastung für Daimler Truck spürbar reduzieren dürfte. Die Wettbewerberpapiere von Traton legten gar um 11 Prozent zu. Der Konzern hatte starke Zweitquartalszahlen vorgelegt. Deutsche Börse hatte Ergebnisse vorgelegt, die bei Umsatz und EBITDA knapp über Konsens lagen. Mit einem Abschlag von 0,2 Prozent hielt sich die Aktie wacker. Mit schwachen Sektorvorlagen gaben Infineon um 6,2 Prozent nach. Sartorius (-1,9%) hatte seine Jahresprognose nach einem robusten Wachstum bestätigt. Bernstein sprach indes nur von insgesamt "zufriedenstellenden" Geschäftszahlen. BMW of North America ruft rund 318.000 Fahrzeuge verschiedener BMW-Modelle und den Toyota Supra zurück. Die BMW-Aktie verbilligte sich um 1,3 Prozent.
XETRA-NACHBÖRSE
Für die SAP-Aktie ging es nachbörslich um 1,4 Prozent nach oben. SAP hat sein Wachstum im Cloud-Geschäft trotz einer leichten Abschwächung zum Vorquartal besser als erwartet vorangetrieben. (siehe Tagesthema)
USA - AKTIEN
Schwach - Die US-Börsen bauten ihre Abschläge im Verlauf weiter aus - parallel mit den steigenden Ölpreisen. Die Ölpreisrally entfachte Inflationssorgen und weckte die Befürchtung möglicher Zinserhöhungen. Denn im Iran-Krieg drohte eine weitere Eskalationsstufe, nachdem die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen saudische Öltanker im Roten Meer angegriffen hatten. US-Präsident Donald Trump will den Iran für künftige Angriffe der Huthis zur Verantwortung ziehen. Die USA verlegen unterdessen massiv Streitkräfte in die Region. Zudem räumten Geschäftszahlen und Ausblicke von Technologieunternehmen die Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven KI-nvestitionen nicht aus. Alphabet gaben um 7,1 Prozent nach. Die Google-Mutter hatte ihre KI-Investitionspläne erneut angehoben. Aufgrund der hohen Ausgaben verzeichnete das Unternehmen im zweiten Quartal einen negativen freien Cashflow. Tesla rauschten um 14,5 Prozent nach unten. KI-Kosten hatten zu einem negativen Cashflow geführt. Der Gewinn verfehlte die Erwartungen. Der Kurs von IBM gewann 0,4 Prozent. Der Konzern hatte Anleger schon in der vergangenen Woche mit einer Gewinnwarnung auf enttäuschende Geschäftszahlen eingestimmt. Die endgültigen Geschäftszahlen enthielten keine großen Überraschungen mehr. Gewinn und Umsatz von T-Mobile US waren im jüngsten Quartal gestiegen, angetrieben durch das Wachstum im Vertragsgeschäft - letzteres verlangsamte sich aber. Die Aktie verbilligte sich um 10,8Prozent. Die Aktien von Lockheed Martin (+10,5%) und RTX (+7,3%) legten kräftig zu, nachdem beide Unternehmen von anschwellenden Auftragsbüchern infolge der starken Nachfrage nach Rüstungsgütern berichtet hatten.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,36 +0,05 4,37 4,30 5 Jahre 4,46 +0,05 4,47 4,40 10 Jahre 4,70 +0,04 4,71 4,65
Die Renditen zogen mit der inflationstreibenden Ölpreisrally immer weiter an. Die Sorge bestand, dass die US-Notenbank die Zinsen eher anheben könnte, falls die Ölpreise infolge der anhaltenden Störung der Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus weiter steigen sollten. Der US-Arbeitsmarkt stünde höheren Zinsen wohl nicht im Wege, denn die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten waren deutlich besser als gedacht ausgefallen.
DEVISENMARKT
EUR/USD 1,1382 +0,1 0,0006 1,1376 1,1371 EUR/JPY 186,45 +0,0 0,0600 186,3900 186,3500 EUR/CHF 0,9298 +0,1 0,0007 0,9291 0,9289 EUR/GBP 0,8547 +0,1 0,0004 0,8543 0,8540 USD/JPY 163,81 -0,0 -0,0400 163,8500 163,8600 GBP/USD 1,3313 0,0 0,0000 1,3313 1,3311 USD/CNY 6,7745 +0,1 0,0044 6,7701 6,7701 USD/CNH 6,7755 -0,0 -0,0021 6,7776 6,7758 AUS/USD 0,6977 +0,1 0,0010 0,6967 0,6973 Bitcoin/USD 65.302,04 +0,3 191,67 65.110,37 64.821,09
Die Überlegungen an höhere Zinsen trieben den Dollar - der Dollar-Index legte um 0,3 Prozent zu. Der Greenback bewegte sich damit auf einem Dreiwochenhoch - der Euro sank auf 1,1375 Dollar.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.027,16 -0,5 -19,99 4.047,15 Silber 57,49 -0,3 -0,19 57,68 Platin 1.585,10 -0,9 -15,15 1.600,25
Gold verbilligte sich dank der Dollar-Stärke und der Spekulation auf höhere Zinsen um 1,9 Prozent.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 91,78 -0,4 -0,41 92,19 Brent/ICE 100,37 -0,3 -0,32 100,69
Die Nachrichtenlage zu dem Konflikt im Nahen Osten trieb den Ölpreis weiter nach oben. Nur noch wenige Schiffe passieren die Straße von Hormus. Und aus Daten von Kpler geht hervor, dass immer mehr Schiffe auch die Route durch das Rote Meer meiden, nachdem die Huthi eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt haben. Das Fass Brentöl sprang über die Marke von 100 Dollar.
MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR
US-ZÖLLE
Due US-Regierung hat kurz vor dem Auslaufen der bisherigen Handelszölle von 10 Prozent neue Zölle vorgestellt. Die USA werden im Rahmen neuer Abgaben, die nach Angaben der Trump-Regierung zur Bekämpfung von Zwangsarbeit dienen sollen, Zölle in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent auf ihre wichtigsten Handelspartner erheben. Die neuen Abgaben richten sich gegen 60 Länder, die laut dem Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) Jamieson Greer etwa 99 Prozent des US-Handels ausmachen. Länder, die Gesetze zur Bekämpfung von Zwangsarbeit erlassen haben, wurden mit einem Zoll von 10 Prozent belegt, während Länder ohne solche Vorschriften einen Zoll von 12,5 Prozent erhielten. Die alten Zölle, die am Freitag auslaufen, hatte US-Präsident Donald Trump im Februar eingeführt, nachdem der Supreme Court die meisten seiner weltweiten Zölle gekippt hatte.
KONJUNKTUR JAPAN
Die Verbraucherinflation in Japan hat sich im Juni leicht beschleunigt, was die Zentralbank auf Kurs für weitere Zinserhöhungen hält. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im Juni um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 1,4 Prozent im Mai, wie Regierungsdaten zeigten. Dies entsprach der Konsensprognose einer von dem Datenanbieter Quick durchgeführten Ökonomenumfrage.
HSBC / ALLIANZ
hat zugestimmt, ihr Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft in Singapur für 2,1 Milliarden US-Dollar an die Allianz zu verkaufen. Die in Großbritannien ansässige Bank strukturiert ihr Portfolio um und konzentriert sich künftig auf Kernmärkte und -geschäfte. Der Verkauf dürfte auf konsolidierter Ebene der HSBC-Gruppe einen Vorsteuergewinn von etwa 1,8 Milliarden Dollar generieren, teilte die Bank mit.
INTEL
setzt die Trendwende fort. Dies belegt der Ergebnisbericht für das zweite Quartal, der die Erwartungen der Anleger deutlich übertraf. Der Chiphersteller meldete für das Juni-Quartal einen Umsatz von 16,1 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und übertrifft die Schätzungen der Analysten um 11 Prozent. Für das September-Quartal prognostiziert Intel einen Umsatz zwischen 15,8 Milliarden und 16,8 Milliarden Dollar, was deutlich über den von Analysten erwarteten 15,1 Milliarden Dollar liegt. Die Aktie stieg nach Börsenschluss um bis zu 13 Prozent, gab aber einen Teil dieser Gewinne wieder ab. Intel hob seine Prognose für die Investitionsausgaben für dieses Jahr auf mehr als 20 Milliarden Dollar an, von zuvor 18 Milliarden Dollar, und teilte mit, dass die Investitionen im nächsten Jahr "deutlich über" dem diesjährigen Niveau liegen werden.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/ros
(END) Dow Jones Newswires
July 24, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
