ATHEN (dpa-AFX) - Die Feuerwehr kämpft in Griechenland weiter gegen zahlreiche Waldbrände. Vor allem auf der Mittelmeerinsel Kreta erschweren starke, teils orkanartige Winde die Löscharbeiten und entfachen immer wieder neue Brandherde. Die Einsatzkräfte hoffen auf eine Entspannung der Wetterlage. "Erst dann können auf Kreta wieder Löschflugzeuge sicher eingesetzt werden", sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem griechischen Rundfunk ERT. Meteorologen erwarten, dass der Wind im Laufe des Abends deutlich nachlassen dürfte.
Tiefe Schluchten erschweren Löscharbeiten
Die zerklüftete, von tiefen Schluchten durchzogene Landschaft Kretas erschwert den Einsatz der Löschkräfte am Boden, wie die Feuerwehr immer wieder betont. In den beliebten Ferienort Agia Galini sind nach Behördenangaben inzwischen zahlreiche Urlauber zurückgekehrt. Rund 8.000 Menschen hatten die Gegend in den vergangenen Tagen wegen der starken Rauchentwicklung verlassen oder waren vorsorglich evakuiert worden.
Brände auch auf anderen Inseln und dem Festland
Auch in anderen Teilen des Landes bleiben die Einsatzkräfte gefordert. Kleinere Brände beschäftigen die Feuerwehr auf der Halbinsel Peloponnes nahe der Hafenstadt Patras sowie auf den Inseln Andros, Paros und Kalymnos. Auf Paros kämpfen die Einsatzkräfte weiterhin gegen Glutnester und das Wiederaufflammen eines bereits seit Dienstag brennenden Feuers. Auf Andros und Kalymnos hat sich die Lage dagegen inzwischen entspannt./tt/DP/jha
