TEMPE (dpa-AFX) - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Juli unerwartet deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 2,3 Punkte auf 55,6 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 53,9 Punkten gerechnet. Der ISM-Index bleibt damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.
"Er befindet sich klar in der Wachstumszone und auf dem höchsten Stand seit 2022, was auf die solide Verfassung der US-Konjunktur hinweist", kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. "Die Zahlen dürften die Zinserhöhungserwartungen tendenziell forcieren, zumal ein Schritt im September nicht mehr vollständig eingepreist ist; die Wahrscheinlichkeit dafür liegt derzeit bei knapp 65 Prozent." Die US-Notenbank Fed hatte auf ihrer jüngsten Sitzung die Leitzinsen stabil gehalten und keine Erhöhungen signalisiert.
Die Indikatoren für neue Aufträge und für Beschäftigung legten zu. Der Beschäftigungsindikator signalisiert wieder eine Verbesserung am Arbeitsmarkt. Am Freitag wird der monatliche offizielle Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Der Wert für bezahlte Preise gab auf hohem Niveau etwas nach./jsl/he
