DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Finanzminister zuversichtlich für Hormus-Deal mit Iran
US-Finanzminister Scott Bessent hat sich zuversichtlich gezeigt, dass sich die USA einem Deal mit dem Iran annähern. "Wir führen Gespräche mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen ein Abkommen erzielen, um die Meerenge zu öffnen und uns auf eine normalisiertere Situation in diesem Konflikt zuzubewegen", sagte er dem Sender CNBC.
Rhein-Niedrigwasser bedroht deutsches Wirtschaftswachstum
Die Rekordtiefstände des Rheinpegels könnten das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte schmälern, kalkuliert ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Der Fluss dient als fundamentale Industrieinfrastruktur für Schlüsselbranchen wie Chemie und Stahl, weshalb ausfallende Frachtschiffe nicht einfach durch Lkw oder die Bahn ersetzt werden können. Die entstehenden Liefer- und Transportengpässe führen in den betroffenen Industriezentren direkt zu spürbaren Produktionsdrosselungen. Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen geht somit weit über den reinen Anteil des Rheins am gesamten deutschen Güterverkehr hinaus.
Zahl offener US-Stellen sinkt im Juni
Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im Juni gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium im Rahmen seiner Job Openings and Labor Turnover Summary (Jolts) mitteilte, gab es 7,359 (Mai: 7,537) Millionen offene Stellen. Die Zahl der freiwilligen Kündigungen stieg auf 3,232 (3,153) Millionen. Die Zahl der Entlassungen legte leicht auf 1,766 (1,761) Millionen zu.
US-Handelsdefizit im Juni gesunken
-Das Handelsdefizit der USA ist im Juni gesunken, wie aus den am Dienstag vom US-Handelsministerium veröffentlichten Daten hervorgeht. Die US-Importe beliefen sich im Juni auf 388 Milliarden US-Dollar und sanken damit um 1,8 Prozent gegenüber Mai. Die Exporte gingen um 0,9 Prozent auf 314,7 Milliarden Dollar zurück. Daraus ergab sich ein Handelsdefizit von 73,3 Milliarden Dollar gegenüber 77,6 Milliarden Dollar im Mai. Von The Wall Street Journal befragte Analysten hatten ein monatliches Defizit von 72,9 Milliarden Dollar erwartet.
Auftragseingang der US-Industrie im Juni gesunken
Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im Juni um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat verringert. Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Für den Vormonat ergab sich ein Minus von 1,1 Prozent, wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte. Vorläufig war eine Abnahme von 1,3 Prozent berichtet worden.
Kanadas PMI für das verarbeitende Gewerbe steigt im Juli auf 53,5 - Höchster Stand seit vier Jahren
Die Aktivität der kanadischen Hersteller war im vergangenen Monat so stark wie seit vier Jahren nicht mehr. Dies ist auf einen Anstieg der Binnennachfrage zurückzuführen, der die nachlassende internationale Nachfrage mehr als ausglich, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten hervorgeht.
Fed-Notenbankerin Paulson lässt künftigen Zinskurs offen
Die Präsidentin der Fed von Philadelphia, Anna Paulson, sagte, sie unterstütze die Entscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) von letzter Woche, die Zinssätze stabil zu halten, und sei offen, was die künftige Ausrichtung der Geldpolitik angehe. Laut dem Text eines Aufsatzes über die Wirtschaft sagte Paulson, die jüngsten Inflationsdaten sähen zwar etwas ermutigend aus. Die Schlüsselfrage sei jedoch, ob der Leitzins (Federal Funds Rate) angemessen kalibriert sei, um die Inflation innerhalb eines akzeptablen Zeitrahmens auf das 2-Prozent-Ziel der Zentralbank zurückzuführen und gleichzeitig die Vollbeschäftigung aufrechtzuerhalten.
APP/PEPP-Anleihebestände der EZB sinken im Juli um 52 Mrd Euro
Der Bestand an Anleihen, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Rahmen der Kaufprogramme APP und PEPP erworben wurden, hat sich im Juli weiter verringert. Wie aus Daten von der EZB-Website hervorgeht, sank der Bestand an APP-Anleihen gegenüber dem Vormonat um 27 Milliarden Euro auf 2.120 Milliarden Euro und der an PEPP-Anleihen um rund 25 Milliarden auf 1.369 Milliarden Euro. Die Bestände sinken in dem Maße, wie Papiere fällig werden.
Weltbank: Entwicklungsländer können durch KI mehr gewinnen und haben weniger zu verlieren
Der Einsatz relativ einfacher KI-Tools kann Entwicklungsländern helfen, einen Mangel an Fachwissen zu überwinden und so das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Allerdings laufen sie Gefahr, von den USA oder China abhängig zu werden, wenn sie nicht vorsichtig vorgehen, teilte die Weltbank am Dienstag mit.
+++ Konjunkturdaten +++
Brasilien Industrieproduktion Juni -1,8% gg Vormonat - IBGE
Brasilien Industrieproduktion Juni +1,7% gg Vorjahr - IBGE
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August 04, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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