DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
TAGESTHEMA
Infineon Technologies wird im dritten Quartal mit deutlich profitablem Wachstum erwartet. 8 Prozent mehr Umsatz für den Zeitraum April bis Juni als in den drei Vormonaten erwartet der Markt, dazu eine Segmentergebnismarge, die um 250 Basispunkte besser ausfällt als vor einem Vierteljahr. Der deutsche Chipkonzern profitiert mit seinen Leistungshalbleitern vom immensen Energiebedarf der KI-Rechenzentren. Auch im Autogeschäft, das sich langsam erholt, haben die Münchner das richtige Angebot. Humanoide Robotik ist ein weiterer Trend, der Geschäft verspricht. Einzelne Analysten erwarten eine Konkretisierung der Prognose, die erst vor einem Quartal angehoben worden war. Am Mittwoch vor Börseneröffnung legt der DAX-Konzern seine Zahlen vor.
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das dritte Geschäftsquartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):
PROG PROG PROG 3. QUARTAL 3Q25/26 ggVj Zahl 3Q24/25 Gesamtumsatz 4.128 +11% 21 3.704 Segmentergebnis 809 +21% 21 668 Segmentergebnis-Marge 19,6 -- 21 18,0 Ergebnis nach Steuern 452 +48% 21 305 Ergebnis je Aktie - unverwässert 0,34 +55% 21 0,22 Ergebnis je Aktie ber - verwässert 0,44 +19% 21 0,37 Umsatz Automotive 1.904 +2% 21 1.870 -Green Industrial Power 455 +6% 21 431 -Power & Sensor Systems 1.404 +33% 21 1.053 -Connected Secure Systems 362 +4% 21 349 Ergebnis Automotive 376 +1% 21 371 -Green Industrial Power 72 +18% 21 61 -Power & Sensor Systems 323 +63% 21 198 -Connected Secure Systems 35 -10% 21 39
TAGESTHEMA II
Der Gesundheitskonzern Fresenius hat das zweite Quartal 2026 mit einer starken operativen Entwicklung seiner Kerngeschäfte abgeschlossen und seine Jahresprognose für das Kernergebnis je Aktie sowie für die EBIT-Marge von Kabi angehoben. Für das laufende Jahr plant der DAX-Konzern nun mit einem Anstieg des Kern-Ergebnisses je Aktie um 10 bis 15 Prozent. Zuvor hatte er einen Anstieg um 5 bis 10 Prozent in Aussicht gestellt. Die EBIT-Marge von Kabi sieht Fresenius in diesem Jahr nun am oberen Ende der anvisierten Spanne von 16,5 bis 17,0 Prozent landen. In den Monaten April bis März Juni wuchs Fresenius organisch um 6 Prozent auf 5,864 Milliarden Euro. Analysten hatten im Mittel 5,85 Milliarden Euro Umsatz prognostiziert. Das EBIT vor Sondereinflüssen legte währungsbereinigt um 10 Prozent auf 719 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 12,3 von 11,7 Prozent vor einem Jahr. Hier hatte die Konsensschätzung auf 693 Millionen Euro EBIT bzw. eine Marge von 11,8 Prozent gelautet. Das Konzernergebnis stieg überproportional zum Umsatz um währungsbereinigt 14 Prozent auf 470 Millionen Euro. Die neue Steuerungskennzahl, das Kern-Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen, legte währungsbereinigt auf 0,83 (Vorjahr 0,73) Euro zu.
BERICHTET PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25 Umsatz 5.864 +5% 5.851 +5% 5.571 EBIT* 719 +10% 693 +6% 654 EBIT-Marge* 12,3 -- 11,8 -- 11,7 Ergebnis nach Steuern/Dritten** 470 +14% 449 +9% 412 Ergebnis je Stammaktie 0,68 +17% -- -- 0,58 * vor Sondereffekten ** aus fortgeführten Geschäften AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet: - organisches Konzernumsatzwachstum: von 4 bis 7 % - Kern-Ergebnis je Aktie (währungsbereinigt): nun 10 bis 15% (bisher: 5 bis 10%) - EBIT-Marge: bei etwa 11,5%
- alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent;
AUSBLICK UNTERNEHMEN
QIAGEN (22:05)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, nach IFRS):
PROG PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj Zahl 2Q25 Umsatz 528 -1% 14 534 Operatives Ergebnis bereinigt 154 -4% 14 160 Ergebnis nach Steuern bereinigt 125 -5% 9 132 Ergebnis/Aktie verwässert bereinigt 0,60 0% 14 0,60
SCHAEFFLER (08:00)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):
PROG PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj Zahl 2Q25 Umsatz 5.881 -1% 7 5.922 EBIT bereinigt 266 +30% 7 205 EBIT-Marge bereinigt 4,5 -- 7 3,5 Free Cashflow vor M&A -58 -- 5 27
Weitere Termine:
06:45 DE/Basler AG, Ergebnis 1H (14:00 Analystenkonferenz)
07:00 DE/Klöckner & Co SE, Ergebnis 1H
07:00 DE/Springer Nature AG & Co KGaA, Ergebnis 1H
07:00 NL/Heineken NV, Ergebnis 1H
07:25 IT/Telecom Italia SpA (TI), Ergebnis 2Q
07:30 AT/Voestalpine AG, Ergebnis 1Q (10:00 PK)
07:30 DK/Novo Nordisk A/S, Ergebnis 2Q
07:30 NL/Ahold Delhaize NV, Ergebnis 2Q
08:00 CH/Glencore plc, Ergebnis 1H
08:00 DE/Beiersdorf AG, ausführliches Ergebnis 1H (09:00 Analysten- und Pressekonferenz)
08:00 NL/Wolters Kluwer NV, Ergebnis 1H
08:00 JP/Honda Motor Co Ltd, Ergebnis 1Q
08:00 JP/Suzuki Motor Corp, Ergebnis 1Q
12:00 US/Kraft Heinz Co, Ergebnis 2Q
12:40 US/Walt Disney Co, Ergebnis 3Q
13:00 US/Uber Technologies Inc, Ergebnis 2Q
15:00 NL/Akzo Nobel NV, außerordentliche Hauptversammlung bezüglich Fusion mit Axalta
22:00 US/Expedia Group Inc, Ergebnis 2Q
22:05 NL/Qiagen NV, Ergebnis 2Q
22:05 US/Ebay Inc, Ergebnis 2Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- IT
09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Juli
PROGNOSE: 51,1
zuvor: 50,2
- FR
09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: k.A.
vorläufig: 1. Veröff.: 49,8
zuvor: 46,8
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.
vorläufig: 1. Veröff.: 49,6
zuvor: 47,2
- DE
09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: k.A.
vorläufig: 1. Veröff.: 49"6
zuvor: 48,6
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.
vorläufig: 1. Veröff.: 51,2
zuvor: 49,5
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(2. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: k.A.
vorläufig: 1. Veröff.: 51,6
zuvor: 49,4
Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: k.A.
vorläufig: 1. Veröff.: 51,9
zuvor: 50,0
11:00 Erzeugerpreise Juni
Eurozone
PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+4,8% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+5,9% gg Vj
- GB
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: k.A.
vorläufig: 1. Veröff.: k.A.
zuvor: k.A.
- US
14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht
Beschäftigung privater Sektor
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 53,6 Punkte
vorläufig: 1. Veröff.: 53,6
zuvor: 51,2
16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Juli
PROGNOSE: 54,5 Punkte
zuvor: 54,0 Punkte
16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy
Information Administration (EIA)
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 26.489,00 +0,7 E-Mini-Future S&P-500 7.791,00 +0,3 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.903,00 +0,1 Topix (Tokio) 4.036,66 +1,9 Hang-Seng (Hongk.) 25.881,20 +0,1 Shanghai-Comp. 3.873,56 +1,3 Vortag: INDEX zuletzt +/- % DAX 26.202,35 +0,8 DAX-Future 26.335,00 +0,8 MDAX 32.559,91 +0,2 TecDAX 3.981,98 +0,8 SDAX 18.639,43 +0,6 Euro-Stoxx-50 6.486,70 +0,9 Stoxx-50 5.505,78 +0,7 XDAX 26.369,35 +0,6 Dow-Jones 54.085,88 +1,7 S&P-500 7.736,52 +1,8 Nasdaq Composite 26.584,99 +2,6
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Die Börsen dürften auf Rekordjagd bleiben. Die Umfeld bleibt positiv. Die Ölpreise notieren wieder unter 80 Dollar das Fass. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran unmittelbar vor der Einigung auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Nachbörslich in den USA negativ aufgenommene Quartalszahlen von SpaceX und AMD tun der guten Stimmung offenbar keinen Abbruch. In beiden Fällen fielen die Geschäftszahlen besser als von Analysten erwartet aus, aber offenbar nicht gut genug, um die hohen Erwartungen der Anleger zu befriedigen. Bei AMD belastete, dass SpaceX künftig bei Nvidia statt bei AMD Chips kauft. Laut CMC ist die relative Stärke des DAX in den vergangenen Tagen bemerkenswert. Geschuldet sei dies vor allem der hohen Nachfrage gerade von ausländischen Investoren. Zudem stützen überwiegende ordentliche Quartalszahlen und -ausblicke. Charttechniker sehen Anschlusspotenzial im DAX bis zunächst 27.000 Punkte.
Rückblick: Fester - Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs oder zumindest die Öffnung der Straße von Hormus hat die Börsen am Dienstag beflügelt. Für Bewegung bei Einzelaktien sorgte eine Flut von Quartalszahlen. Der bisher insgesamt besser als erwartet ausgefallene Verlauf der Berichtssaison ist zu einer wichtigen Stütze für die Aktienrally geworden. Kräftig gesucht waren die Tech-Werte und hier vor allem die Profiteure und Zulieferer des KI-Booms. Im DAX stiegen Infineon um 3,7 Prozent, in Europa ging es für STMicro um 3,6 Prozent und BE Semiconductor (Besi) um 8,1 Prozent nach oben. Zu Besi hatten sich die Analysten von Bernstein und von Berenberg sehr bullish geäußert und die Aktie zum Kauf empfohlen. Auch die Ausrüster von KI-Datencentern wurden kräftig nachgefragt. Hier trieben deutlich bessere Zahlen und eine erhöhte Jahresprognose von Caterpillar. Der US-Konzern rüstet die Energieversorgung von Datencentern aus, was auch andere Branchenwerte wie Schneider Electric (+3,2%) und ABB (+2,0%) trieb. Siemens Energy sprangen 2,3 Prozent in Hoffnung auf ebenso starke Zahlen am Mittwoch. Die Bank HSBC (-0,8%) hat laut JP Morgan durchwachsene Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Fester - Zalando brachen um 13,4 Prozent ein. Die Zahlen kamen nicht so gut an, der Ausblick wurde nach leicht unten angepasst. Für FMC-Aktien ging es 7,6 Prozent nach unten trotz besserer Geschäftszahlen, denn die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 wurde nur bestätigt. Hohe Kerosinkosten setzten der Lufthansa (-8,2%) im zweiten Quartal zu. Während die Umsätze wie erwartet ausfielen, wurde beim Gewinn die Markterwartung verfehlt. Die Airline hält nun sogar einen Rückgang des operativen Ergebnisses im Gesamtjahr für möglich. Bayer (+2,4%) hat im zweiten Quartal von Wachstum und Margenanstieg im Agrargeschäft profitiert. Anders als vom Markt erwartet ging das bereinigte EBITDA auf Konzernebene nicht zurück, sondern stieg um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. Für Evonik ging es nach ordentlichen Geschäftszahlen um 1,6 Prozent nach oben. Weiter abwärts ging es bei den Sportartikelherstellern. Die enttäuschenden Zahlen von Adidas (-2,5%) und Puma (-0,4%) hatten hier für Ernüchterung gegenüber dem Sektor gesorgt. Adidas traf nun noch der Verlust der Kaufempfehlung durch die UBS.
USA - AKTIEN
Sehr fest - Hoffnung auf Fortschritte bei der Beendigung des Iran-Kriegs trieb Dow Jones und S&P-500 auf Rekordstände. US-Finanzminister Scott Bessent hatte gesagt, dass es "schon morgen" eine Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus geben könnte. Gefallene Ölpreise und Anleiherenditen befeuerten die Kauflust zusätzlich. Auch durchweg schwächere Konjunkturdaten trugen zur Zerstreuung von Zinserhöhungsängsten bei. Unter den Einzelwerten verteuerten sich Caterpillar um 5,6 Prozent. Der Hersteller von Baumaschinen, der auch Datenzentren ausrüstet, hatte überraschend starke Geschäftszahlen vorgelegt. Palantir sprangen um fast 30 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Software und Dienstleistungen der Systemanalyse überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf ebenfalls die Schätzungen. Zudem hob Palantir die Ziele für 2026 an. Spotify fielen um 1,7 Prozent. Der Musik-Streaming-Anbieter hat im zweiten Quartal erstmals die Zahl von 300 Millionen Premium-Abonnenten verzeichnet, Gewinn und Umsatz enttäuschten jedoch. Merck & Co (+0,2%) hat aufgrund von Akquisitionskosten ihre Jahresziele gesenkt, im zweiten Quartal aber dank des starken Onkologiegeschäfts überraschend gut abgeschnitten. Krebs- und Herzmedikamente hat auch Pfizer (+1,5%) zu einem unerwartet guten Ergebnis verholfen. Der Pharmakonzern hob das untere Ende seiner Umsatzprognose für 2026 an. Licht und Schatten enthielten die Zahlen von McDonald's. Die Schnellrestaurantkette verdiente mehr als erwartet, jedoch enttäuschte der Umsatz. Die Aktie stieg gleichwohl um 1,2 Prozent. Das Unternehmen hat Maßnahmen zur Rückgewinnung von Kunden in den USA angekündigt.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,19 -0,05 4,27 4,19 10 Jahre 4,63 -0,06 4,71 4,62
Die gefallenen Ölpreise linderten in Verbindung mit den schwächeren Konjunkturdaten Inflations- und Zinserhöhungsängste, was die Anleiherenditen nachgeben ließ.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:10 EUR/USD 1,1536 +0,1 0,0007 1,1529 1,1521 EUR/JPY 181,83 -0,0 -0,0300 181,8600 181,5000 EUR/CHF 0,9321 -0,1 -0,0006 0,9327 0,9320 EUR/GBP 0,8571 -0,0 -0,0001 0,8572 0,8566 USD/JPY 157,6 -0,1 -0,1200 157,7200 157,5400 GBP/USD 1,3452 +0,0 0,0004 1,3448 1,3443 USD/CNY 6,7465 -0,1 -0,0067 6,7532 6,7532 USD/CNH 6,7461 -0,0 -0,0015 6,7476 6,7470 AUS/USD 0,7049 +0,1 0,0005 0,7044 0,7035 Bitcoin/USD 64.108,41 -0,3 -202,46 64.310,87 64.029,33
Der Dollar zeigte sich trotz gefallener Marktzinsen wenig verändert - der Euro kletterte um 0,2 Prozent auf 1,1532 Dollar.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.132,74 +1,4 56,73 4.076,01 Silber 60,68 +2,0 1,17 59,51 Platin 1.753,55 +1,1 19,02 1.734,53
Der Goldpreis profitierte von den gefallenen Anleiherenditen. Diese erhöhten die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls. Der Preis für die Feinunze stieg zum Settlement um 1,5 Prozent auf 4.095 Dollar.
Gold legt im asiatischen Handel zu. Die Märkte wögen weiterhin die widersprüchliche Rhetorik zwischen den USA und dem Iran ab, was die Unsicherheit über mögliche diplomatische Fortschritte schüre, urteilt Tony Sage, CEO von Critical Metals. Jede positive Auswirkung auf die Öltransporte durch die Straße von Hormus könnte die Ölpreise nach unten treiben, was die Inflationssorgen lindern, die Anleiherenditen drücken und für eine Entlastung bei Gold sorgen würde, meint Sage.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 75,17 -0,8 -0,60 75,77 Brent/ICE 78,86 -0,6 -0,50 79,36
Die Spekulation auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus ließ die Ölpreise erneut kräftig nachgeben. Das Barrel Brentöl verbilligte sich um 4,4 Prozent auf 79,36 Dollar. Ein neuer Angriff auf ein Frachtschiff vor der Küste des Oman hatte die Preise kurzzeitig wieder in die Höhe getrieben und unterstrich, wie fragil ein mögliches Abkommen bleibt.
MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR
KONJUNKTUR CHINA
Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Juli 50,4 (Juni: 54,1) - RatingDog
SAP
Chef Christian Klein mahnt mit Blick auf die Gefahr, dass Europa bei der Künstlichen Intelligenz (KI) in eine gefährliche Abhängigkeit von den USA und China gerät, zu Tempo: "Wir müssen schnell agieren, niemand in den USA oder China wartet auf uns. Sie wollen uns alle schlagen." Deshalb müssten europäische Unternehmen bei angewandter KI vorangehen. Wegen der neuen KI-Konzerne steht SAPs Geschäftsmodell unter Druck, die Aktie verliert seit Monaten an Wert. SAP will gegensteuern, indem es 400 bis 500 neue Data Scientists einstellt. Durch KI werde etwa die Softwareentwicklung um 30 Prozent produktiver, sagt der SAP-Vorstandschef. "Kann man einen Stellenabbau komplett ausschließen? Nein, das wäre auch nicht ehrlich." Aktuell beschäftigt SAP etwa 112.000 Menschen weltweit. (Süddeutsche Zeitung)
Trotz einer strategischen Partnerschaft mit dem Startup n8n hat ein Team bei SAP nach Handelsblatt-Informationen heimlich an einem Konkurrenzprodukt gearbeitet. Das berichten drei mit den Vorgängen vertraute Personen. Der Vorstand des Softwareherstellers soll demnach die Entwicklung gestoppt haben, nachdem er davon erfahren hatte. SAP kommentierte den Fall nicht im Detail. Vorstandsmitglied Sebastian Steinhäuser, der die Partnerschaft mit n8n verantwortet, sagte: "Wir hätten dieses Produkt nie kommerzialisiert, der Vorstand hätte zu 100 Prozent Nein gesagt." Das Top-Management habe sich klar auf n8n als Partner festgelegt. (Handelsblatt)
COMMERZBANK/UNICREDIT
Die schrittweise Übernahme der Commerzbank durch Unicredit hat eine wichtige behördliche Hürde genommen. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde Bafin teilte der italienischen Bank mit, dass ihr Antrag auf eine Mehrheitsbeteiligung weiterbearbeitet werden kann. Die Bafin habe Unicredit Ende Juli mitgeteilt, dass der Antrag der italienischen Bank zur Aufstockung seines Anteils an der Commerzbank vollständig sei, teilten mit der Angelegenheit vertraute Personen mit. (Handelsblatt)
DHL
hat nach den ausführlichen Ergebnissen im zweiten Quartal den Umsatz um 13 Prozent (vorläufig mehr als 10 Prozent) gesteigert auch unter dem Strich bei den Gewinnen deutlich zugelegt und überproportional zweistellige Wachstumsraten verzeichnet. Das Aktienrückkaufprogramm wurde um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufgestockt und bis Ende 2027 verlängert. Das Ziel von 3 Milliarden Euro Free Cashflow im Gesamtjahr hat der Konzern bestätigt. Der Logistikkonzern hat im zweiten Quartal nach Steuern und Dritten 1,01 Milliarden Euro verdient, verglichen mit 815 Millionen ein Jahr zuvor. Je Aktie unverwässert betrug der Gewinn 0,91 Euro nach 0,72 Euro. Der freie Cashflow (ohne M&A) stieg auf 569 Millionen Euro von 329 Millionen im Vorjahr. Der operative Gewinn EBIT kletterte um 30 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich auf 8,3 Prozent von 7,2 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz betrug 22,37 Milliarden Euro nach 19,83 Milliarden im Vorjahresquartal.
MOSS
Das Berliner Fintech Moss hat bei Investoren frisches Geld für seine Expansion eingesammelt und dabei erstmals eine Bewertung von einer Milliarde Euro erzielt. Das sagte Firmenchef und Mitgründer Ante Spittler dem Handelsblatt vorab. "Die neue Finanzierungsrunde über 30 Millionen Euro gibt uns zusätzlichen Spielraum für weitere Investitionen, insbesondere für den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz." Moss bietet Firmenkreditkarten an sowie eine digitale Plattform, über die Mittelständler ihre Ausgaben managen und ihre Finanzbuchhaltung führen können. Dabei setzt das 2019 gegründete Unternehmen seit einiger Zeit verstärkt KI-Lösungen ein. (Handelsblatt)
SIEMENS ENERGY
BERICHTET PROG PROG 3. QUARTAL 3Q25/26 ggVj 3Q25/26 ggVj 3Q24/25 Auftragseingang Konzern 17.926 +8% 16.840 +1% 16.613 -Gas Services 9.967 +61% 8.474 +37% 6.180 -Grid Technologies 5.367 +27% 5.536 +31% 4.218 -Transformation of Industry 1.809 +33% 1.433 +6% 1.356 -Siemens Gamesa 1.050 -79% 1.577 -68% 4.890 Umsatz Konzern 11.447 +17% 11.221 +15% 9.745 -Gas Services 3.756 +20% 3.660 +17% 3.118 -Grid Technologies 3.624 +29% 3.629 +29% 2.819 -Transformation of Industry 1.527 +12% 1.448 +6% 1.361 -Siemens Gamesa 2.743 +9% 2.607 +4% 2.506 Ergebnis bereinigt Konzern 1.623 +227% 1.380 +178% 497 -Gas Services 648 +60% 573 +41% 406 -Grid Technologies 722 +61% 714 +59% 448 -Transformation of Industry 218 +39% 174 +11% 157 -Siemens Gamesa 75 -- 17 -- -438 Ergebnis-Marge bereinigt 14,2 -- 12,3 -- 5,1 Ergebnis nach Steuern/Dritten 1.083 +76% 967 +57% 615 Ergebnis je Aktie 1,28 +80% 1,13 +59% 0,71 AUSBLICK Gj 2025/26 - das Unternehmen erwartet weiterhin: - Umsatzwachstum: in einer Bandbreite von 14% bis 16% - Ergebnis-Marge vor Sondereffekten: zwischen 10% und 12% - Ergebnis nach Steuern: rund 4 Mrd Euro - Free Cashflow vor Steuern: rund 8 Mrd Euro
- alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent;
VONOVIA
BERICHTET PROG PROG 1H 1H26 ggVj 1H26 ggVj 1H25 EBITDA bereinigt total* 1.457 +2% 1.433 +1% 1.422 Ergebnis vor Steuern bereinigt* 962 -3% 939 -5% 988 Ergebnis vor Steuern ber pro Aktie* 1,13 -6% 1,11 -7% 1,20 Ergebnis nach Steuern* 1.065 +34% -- -- 795 Ergebnis nach Steuern/Dritten 947 +18% -- -- 802 Ergebnis je Aktie unverwässert* 1,12 +17% -- -- 0,96 Operating Free Cashflow 608 -45% 647 -42% 1.113 AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet weiterhin: - EBITDA bereinigt total: 2,95 bis 3,05 Mrd Euro - Ergebnis vor Steuern bereinigt: 1,9 bis 2,0 Mrd Euro - bereinigtes Ergebnis für die Aktionäre: 1,4 bis 1,5 Mrd Euro AUSBLICK 2028 - das Unternehmen erwartet weiterhin: - EBITDA bereinigt total: 3,2 bis 3,5 Mrd Euro
* fortgeführte Geschäftsbereiche
- alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro;
NOVO NORDISK
hat im zweiten Quartal den bereinigten Umsatz im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 78,49 Milliarden Dänische Kronen gesteigert. Der bereinigte operative Gewinn sei unterdessen um 11 Prozent auf 33,39 Milliarden Kronen gewachsen. Der dänische Pharmakonzern teilte ferner mit, dass der Jahresumsatz und der operative Gewinn weniger stark als bisher erwartet sinken dürften.
AMD
hat für das Quartal einen Umsatz von 11,5 Milliarden US-Dollar ausgewiesen und damit die Erwartungen der Analysten sowie die Prognose des Unternehmens knapp übertroffen. Analysten hatten mit einem Quartalsumsatz von 11,3 Milliarden Dollar gerechnet. Der Chiphersteller meldete das fünfte Rekordquartal in Folge bei den Verkäufen seiner wichtigsten Prozessoren, da der Aufstieg von Agenten der künstlichen Intelligenz (KI) weiterhin eine beispiellose Nachfragewelle antreibt. Das Unternehmen wies für das Quartal einen Nettogewinn von 2,3 Milliarden Dollar aus und übertraf damit die erwarteten 1,7 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis lag mit 2 Milliarden Dollar leicht unter den Erwartungen der Analysten.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/flf
(END) Dow Jones Newswires
August 05, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
