DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA
Advanced Micro Devices (AMD) hat für das zweite Quartal einen Umsatz von 11,5 Milliarden US-Dollar ausgewiesen und damit die Erwartungen der Analysten sowie die Prognose des Unternehmens knapp übertroffen. Von Factset befragte Analysten hatten mit einem Quartalsumsatz von 11,3 Milliarden Dollar gerechnet. Der Chiphersteller meldete das fünfte Rekordquartal in Folge bei den Verkäufen seiner wichtigsten Prozessoren, da der Aufstieg von Agenten der künstlichen Intelligenz (KI) weiterhin eine beispiellose Nachfragewelle antreibt.Der Umsatz im Bereich Rechenzentren hat sich im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von 6,7 Milliarden Dollar verdoppelt und macht nun 58 Prozent des Gesamtumsatzes von AMD aus, gegenüber 42 Prozent vor einem Jahr, wie AMD mitteilte. Das Unternehmen wies für das Quartal einen Nettogewinn von 2,3 Milliarden Dollar aus und übertraf damit die von der Wall Street erwarteten 1,7 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis lag mit 2 Milliarden Dollar leicht unter den Erwartungen der Analysten. AMD erwartet aufgrund einer steigenden Nachfrage, dass der Markt für Server-CPUs bis 2030 jährlich um mehr als 50 Prozent auf etwa 220 Milliarden US-Dollar wachsen wird, wie CEO Lisa Su während einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte. Allerdings teilte SpaceX mit, dass das Unternehmen keine AMD-Chips mehr kaufen und stattdessen ausschließlich auf die Speicherchips von Nvidia setzen werde. Dies drückte die AMD-Aktie nachbörslich um knapp 8 Prozent ins Minus.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
08:00 JP/Honda Motor Co Ltd, Ergebnis 1Q
08:00 JP/Suzuki Motor Corp, Ergebnis 1Q
12:00 US/Kraft Heinz Co, Ergebnis 2Q
12:40 US/Walt Disney Co, Ergebnis 3Q
13:00 US/Uber Technologies Inc, Ergebnis 2Q
22:00 US/Expedia Group Inc, Ergebnis 2Q
22:05 US/Ebay Inc, Ergebnis 2Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht
Beschäftigung privater Sektor
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 53,6 Punkte
vorläufig: 1. Veröff.: 53,6
zuvor: 51,2
16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Juli
PROGNOSE: 54,5 Punkte
zuvor: 54,0 Punkte
16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy
Information Administration (EIA)
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.794,00 +0,4 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.924,25 +0,2 S&P/ASX 200 (Sydney) 9.225,50 +0,9 Topix-500 (Tokio) 4.037,59 +1,9 Kospi (Seoul) 6.627,80 +4,2 Shanghai-Composite 3.879,19 +1,5 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.877,90 +0,1
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Mit teils kräftigen Aufschlägen zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Marktteilnehmer verweisen auf positive Vorgaben der Wall Street, wo Dow-Jones-Index und S&P-500 jeweils auf Rekordhochs schlossen. Erneut sind es vor allem die Chip-Werte, die den Markt nach starken Ergebnissen von Advanced Micro Devices (AMD) antreiben. Dazu kommt die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die USA könnten "heute oder morgen" eine Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielen. Die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung der wichtigen Handelsstraße zeigt sich vor allem am Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 0,5 Prozent auf 78,97 Dollar. Nach den Äußerungen Bessents sei Optimismus aufgekommen, so die Analysten von ANZ Research. "Der Iran erwägt zudem, europäischen Nationen zu gestatten, Minen aus der Straße von Hormus zu entfernen," fügen die Analysten unter Berufung auf einen Medienbericht hinzu. Besonders deutlich fällt das Plus an der Börse in Seoul aus, wo es für den Kospi um 4,2 Prozent nach oben geht. Es sind wieder einmal die Kursgewinne der beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics (+3,9%) und SK Hynix (+7,6%), die den Index antreiben. Kräftig aufwärts geht es auch in Tokio, wo der Nikkei-225 um 3,5 Prozent zulegt. Auch hier sind es die Chip-Werte, die den Markt antreiben.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- %
Dow-Jones 54.085,88 +1,7
S&P-500 7.736,52 +1,8
Nasdaq Composite 26.584,99 +2,6
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,43 Mrd 1,27 Mrd
Gewinner 1.859 1.915
Verlierer 905 847
Unverändert 76 77
Sehr fest - Hoffnung auf Fortschritte bei der Beendigung des Iran-Kriegs trieb Dow Jones und S&P-500 auf Rekordstände. US-Finanzminister Scott Bessent hatte gesagt, dass es "schon morgen" eine Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus geben könnte. Gefallene Ölpreise und Anleiherenditen befeuerten die Kauflust zusätzlich. Auch durchweg schwächere Konjunkturdaten trugen zur Zerstreuung von Zinserhöhungsängsten bei. Unter den Einzelwerten verteuerten sich Caterpillar um 5,6 Prozent. Der Hersteller von Baumaschinen, der auch Datenzentren ausrüstet, hatte überraschend starke Geschäftszahlen vorgelegt. Palantir sprangen um fast 30 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Software und Dienstleistungen der Systemanalyse überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf ebenfalls die Schätzungen. Zudem hob Palantir die Ziele für 2026 an. Spotify fielen um 1,7 Prozent. Der Musik-Streaming-Anbieter hat im zweiten Quartal erstmals die Zahl von 300 Millionen Premium-Abonnenten verzeichnet, Gewinn und Umsatz enttäuschten jedoch. Merck & Co (+0,2%) hat aufgrund von Akquisitionskosten ihre Jahresziele gesenkt, im zweiten Quartal aber dank des starken Onkologiegeschäfts überraschend gut abgeschnitten. Krebs- und Herzmedikamente hat auch Pfizer (+1,5%) zu einem unerwartet guten Ergebnis verholfen. Der Pharmakonzern hob das untere Ende seiner Umsatzprognose für 2026 an. Licht und Schatten enthielten die Zahlen von McDonald's. Die Schnellrestaurantkette verdiente mehr als erwartet, jedoch enttäuschte der Umsatz. Die Aktie stieg gleichwohl um 1,2 Prozent. Das Unternehmen hat Maßnahmen zur Rückgewinnung von Kunden in den USA angekündigt.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,19 -0,05 4,27 4,19 10 Jahre 4,63 -0,06 4,71 4,62
Die gefallenen Ölpreise linderten in Verbindung mit den schwächeren Konjunkturdaten Inflations- und Zinserhöhungsängste, was die Anleiherenditen nachgeben ließ.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 9:22 Uhr % YTD EUR/USD 1,1534 +0,0 1,1529 1,1513 -1,8 EUR/JPY 181,86 0,0 181,86 181,52 -1,2 EUR/GBP 0,8571 -0,0 0,8572 0,8569 -1,7 USD/JPY 157,63 -0,1 157,72 157,63 +0,6 USD/KRW 1.424,20 -0,3 1.428,84 1.431,30 -1,1 USD/CNY 6,7476 -0,1 6,7532 6,7518 -3,5 USD/CNH 6,7458 -0,0 6,7476 6,7521 -3,3 USD/HKD 7,8430 +0,0 7,8423 7,8422 +0,8 AUD/USD 0,7045 +0,0 0,7044 0,7020 +5,6 NZD/USD 0,5870 -0,4 0,5893 0,5870 +2,0 BTC/USD 64.319,30 +0,0 64.310,87 63.488,02 -26,7
Der Dollar zeigte sich trotz gefallener Marktzinsen wenig verändert - der Euro kletterte um 0,2 Prozent auf 1,1532 Dollar.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.146,47 +1,7 70,46 4.076,01 Silber 61,15 +2,8 1,64 59,51 Platin 1.762,60 +1,6 28,07 1.734,53
Der Goldpreis profitierte von den gefallenen Anleiherenditen. Diese erhöhten die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls. Der Preis für die Feinunze stieg zum Settlement um 1,5 Prozent auf 4.095 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 74,78 -1,3 -0,99 75,77 Brent/ICE 78,97 -0,5 -0,39 79,36
Die Spekulation auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus ließ die Ölpreise erneut kräftig nachgeben. Das Barrel Brentöl verbilligte sich um 4,4 Prozent auf 79,36 Dollar. Ein neuer Angriff auf ein Frachtschiff vor der Küste des Oman hatte die Preise kurzzeitig wieder in die Höhe getrieben und unterstrich, wie fragil ein mögliches Abkommen bleibt.
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
KONJUNKTUR CHINA
Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor hat sich laut einem privaten Indikator im Juli abgeschwächt, da das Neugeschäft nachließ. Der von S&P Global erstellte RatingDog-Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im vergangenen Monat auf 50,4 von 54,1 im Juni, wie aus veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Wert markierte die langsamste Wachstumsrate seit September 2024. Ein Wert von über 50 deutet auf eine Expansion der Aktivität hin, während ein Wert darunter eine Kontraktion signalisiert. Der Wert entsprach den offiziellen Indikatoren, die auf einen Verlust der wirtschaftlichen Dynamik im Dienstleistungssektor und im verarbeitenden Gewerbe hindeuten.
DISNEY
Der Medienkonzern verkauft seinen 50-prozentigen Anteil an A+E Global Media für rund 1,2 Milliarden US-Dollar an Hearst. Hearst wird damit die vollständige Eigentümerschaft an prominenten Marken wie Lifetime und The History Channel übernehmen. Hearst teilte mit, dass der Abschluss des Geschäfts unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen für September erwartet wird.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
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August 05, 2026 01:39 ET (05:39 GMT)
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