DJ MARKT USA/Wall Street dürfte Rekordjagd gebremst fortsetzen
Die Wall Street dürfte ihre Rekordjagd am Mittwoch zunächst fortsetzen, wenn auch etwas langsamer. Die KI-Euphorie sei zurückgekehrt, stellen Händler fest. Allerdings sei die weitere Entwicklung des Iran-Kriegs mit vielen Fragezeichen behaftet. An den beiden Vortagen hatten die US-Börsen kräftig zugelegt mit neuen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Kriegs, zumal Ölpreis und Anleiherenditen deutlich fielen.
Am Mittwoch steigt der S&P-Future vorbörslich um 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Future tendiert kaum verändert, gebremst von Advanced Micro Devices (AMD) und Spacex.
Die Ölpreise machen etwas verlorenes Terrain gut. Der Preis für das Barrel Brentöl steigt um 1,8 Prozent auf 80,75 Dollar. Am Anleihemarkt tut sich wenig. Die Zehnjahresrendite gibt 1 Basispunkt ab auf 4,61 Prozent. Kaum verändert zeigt sich der Dollar. Der Goldpreis zieht kräftiger an; er profitiert von den jüngst gefallenen Marktzinsen, die das zinslos gehaltene Edelmetall für Anleger attraktiver machen. Die Feinunze verteuert sich um 1,8 Prozent auf 4.150 Dollar.
Der Kurs von AMD sackt vorbörslich um 8,7 Prozent ab. Die Zahlen des Chipkonzerns werden im Handel als insgesamt solide bezeichnet. Belastend wirkt die Ankündigung von Spacex-CEO Elon Musk, das Raketen- und Satellitenunternehmen werde künftig ausschließlich Chips des AMD-Rivalen Nvidia einsetzen. Nvidia tendieren 1,9 Prozent höher.
Die Spacex-Aktie bricht derweil um 11 Prozent ein. Hier nehmen die Anleger Anstoß an den massiven Investitionsausgaben, die das Unternehmen bei Vorlage seiner Zweitquartalszahlen auswies. Dass Spacex im Quartal den Umsatz um 92 Prozent gesteigert und damit die Konsensschätzung ebenso übertroffen hat wie mit dem Ergebnis je Aktie, tritt darüber in den Hintergrund.
Die laufende Bilanzsaison hat indessen noch mehr zu bieten: Am Mittwoch müssen Zahlen von Kraft Heinz, Walt Disney und Uber verarbeitet werden. Nach Börsenschluss werden Expedia und Ebay über den Verlauf des zweiten Quartals berichten.
Daneben stehen Konjunkturdaten auf der Agenda: Schon vor der Startglocke wird der ADP-Arbeitsmarktbericht für Juli veröffentlicht; er gilt als Indikator für den offiziellen Bericht am Freitag. Später folgen der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex und der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe, jeweils für Juli.
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August 05, 2026 06:40 ET (10:40 GMT)
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