FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch erneut gestiegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1550 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1554 (Dienstag: 1,1515) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8655 (0,8684) Euro.
Der Euro profitierte von einer allgemein zuversichtlichen Stimmung, ausgelöst durch die Hoffnung auf eine Einigung im Iran-Krieg. Die am Nachmittag veröffentlichten Daten aus den USA waren eher enttäuschend ausgefallen. So wurden laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im Juli merklich weniger neue Stellen geschaffen als im Vormont. Der Einkaufsmanagerindex ISM für den Dienstleistungssektor legte im Juli nur geringfügig zu und blieb etwas hinter den Erwartungen zurück. Er signalisiert aber ein robustes Wachstum. Die Daten bewegten den Devisenmarkt kaum.
Unterdessen hat sich der Kurs des japanischen Yen kaum verändert. Nachdem die japanische Zentralbank und die US-Notenbank Fed ihn in einer gemeinsamen Intervention gestützt hatten, zeigte die Aktion bereits seit Dienstag keine Wirkung mehr. Japans Währung "hat seit der historischen Intervention Ende letzter Woche bereits wieder an Boden verloren", sagte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Zwar sei der Schritt der Notenbanken beeindruckend gewesen, es gebe aber "gute Gründe, daran zu zweifeln, dass er ausreicht, um eine dauerhafte Yen-Aufwertung herbeizuführen".
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85720 (0,85639) britische Pfund, 182,08 (181,26) japanische Yen und 0,9345 (0,9319) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.240 Dollar. Das waren rund 162 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he
