DJ XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - DAX geht nach Rekordhoch die Luft aus
DOW JONES--Mit kleinen Verlusten hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch den Handel beendet. Der DAX fiel um 0,3 Prozent auf 26.126 Punkte, belastet von deutlichen Kursverlusten bei Infineon und DHL. Im Tageshoch stand der Index bei 26.404 Punkten, womit er zugleich ein neues Rekordhoch markierte. Das Umfeld war günstig: An den Anleihemärkten verharrten die Renditen auf dem zuletzt gesunkenen Niveau, was grundsätzlich positiv für die Aktienmärkte ist. Der an den vergangenen Tagen kräftig gefallene Ölpreis gab erneut leicht nach, denn die Akteure setzten weiter auf die baldige Öffnung der Straße von Hormus und damit auf ein steigendes Ölangebot. Das Barrel Brentöl ermäßigte sich um 0,4 Prozent auf 79,00 Dollar.
Laut CMC ist die relative Stärke des DAX in den vergangenen Tagen bemerkenswert. Geschuldet sei dies vor allem der hohen Nachfrage gerade von ausländischen Investoren. "Im Gegensatz zu vielen US-Unternehmen sind die deutschen Anteilsscheine günstiger bewertet. Viele Anleger wurden in der aktuellen Sommersaison aber auch schlicht auf dem falschen Fuß erwischt und müssen nun den Kursen hinterherlaufen", hieß es. Zudem stützten überwiegend ordentliche Quartalszahlen und -ausblicke.
Mit Blick auf den Geschäftsbericht von Siemens Energy (unverändert) war im Handel von starken Geschäftszahlen die Rede. Sowohl auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite seien die Erwartungen geschlagen worden. Als besonders stark hob ein Teilnehmer den Auftragseingang hervor. Dieser stieg um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro - das waren rund eine Milliarde mehr als vom Markt erwartet. Wermutstropfen sei der nur bestätigte Ausblick, an diesem könnten sich einige Anleger stören.
Die Fresenius-Aktie kam nach Zweitquartalszahlen auf ein Plus von 5,2 Prozent. Das organische Wachstum liege 100 Basispunkte über der Prognose, das EBIT 4 Prozent sowie der Gewinn 5 Prozent, kommentierte JP Morgan. Die Anhebung der Gewinnprognose dürfte Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zur Folge haben, hieß es.
Für das Beiersdorf-Papier ging es um 5,1 Prozent nach oben. Die endgültigen Geschäftszahlen hatten laut Analysten keine signifikant neuen Erkenntnisse gebracht. Der Kursanstieg dürfte vor allem technischer Natur sein. Es bleibt ein Minus für die Aktie seit Jahresbeginn von rund 15 Prozent.
Auch die endgültigen Zahlen von DHL (-3,7%) brachten Marktteilnehmern zufolge keine Überraschungen. Die leichte Anhebung des Aktienrückkaufs sei willkommen, so die Analysten der Deutschen Bank, die hier allerdings noch weiteres Potenzial sehen.
Infineon verloren nach Veröffentlichung der Drittquartalszahlen dagegen 5,7 Prozent. Die Umsätze entsprachen laut Jefferies den Erwartungen, während die Margen auf Segmentebene diese leicht verfehlt hätten. Hauptbelastungsfaktor für die Aktie dürfte der Ausblick auf das vierte Quartal gewesen sein. Infineon stellt eine Segmentmarge von 23 Prozent in Aussicht, was klar unter der Erwartung von 24,4 Prozent liegt.
Trotz solider Geschäftszahlen gaben Vonovia um 2,3 Prozent nach. Wie JP Morgan anmerkte, gestalten sich die Kapitalmarktaktivitäten weiterhin schwierig mit geringeren Umsätzen bei wiederkehrenden Verkäufen. Das Management habe angemerkt, dass das Umfeld für Verkäufe herausfordernd bleibe - ein wesentlicher Pfad für den Verschuldungsabbau, worauf das Hauptaugenmerk der Investoren gerichtet bleibe.
=== Index zuletzt* +/- % +/- % YTD DAX 26.126 -0,3 6,7 DAX-Future 26.244 -0,8 6,6 XDAX 26.159 -0,6 6,4 MDAX 32.426 -0,4 5,8 TecDAX 3.947 -0,9 9,0 SDAX 18.554 -0,5 8,0 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 125,26 +16,0 *gerundet ===
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