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MÄRKTE USA/Kurse bröckeln nach Rekordhochs

DJ MÄRKTE USA/Kurse bröckeln nach Rekordhochs

DOW JONES--Im Verlauf des Mittwochshandels geben die US-Börsen ihre Gewinne ab. Gegen Mittag (Ortszeit) liegt der Dow-Jones-Index noch 0,8 Prozent im Plus bei 54.521 Punkten. Der S&P-500 sinkt um 0,1 Prozent. Im frühen Handel hatten beide Indizes neue Rekordhochs erklommen. Der Nasdaq-Composite fällt um 0,5 Prozent, belastet unter anderem von Advanced Micro Devices (AMD) und SpaceX. Etwas Unterstützung für die Börsen kommt vom überraschend schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht, der Zinserhöhungsängste lindert.

An den beiden Vortagen hatten die US-Aktienmärkte kräftig zugelegt mit neuen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Kriegs, zumal Ölpreise und Anleiherenditen deutlich fielen. Noch am Dienstag hatte US-Finanzminister Scott Bessent gesagt, die Straße von Hormus könnte "bald" wieder geöffnet werden. Doch bislang wurde keine Einigung vermeldet.

Am Mittwoch treten die Ölpreise daher mehr oder weniger auf der Stelle. Neben der Erwartung, dass die Straße von Hormus bald wieder für Öltanker passierbar sein werde, bremsen wider Erwarten gestiegene US-Rohölvorräte. Der Preis für das Barrel Brentöl steigt um 0,3 Prozent auf 79,62 Dollar. Am Anleihemarkt legen die Renditen nach ihrem jüngsten Rücksetzer geringfügig zu. Die Zehnjahresrendite steigt um 1 Basispunkt auf 4,64 Prozent. Knapp behauptet zeigt sich derweil der Dollar. Der Goldpreis zieht kräftig an; er profitiert vom nachgebenden Dollar und den jüngst gefallenen Marktzinsen, die das zinslos gehaltene Edelmetall für Anleger attraktiver machen. Die Feinunze verteuert sich um fast 4 Prozent.

Der Kurs von AMD sackt um 6 Prozent ab. Die Zahlen des Chipkonzerns werden im Handel als insgesamt solide bezeichnet. Belastend wirkt die Ankündigung von SpaceX-CEO Elon Musk, das Raketen- und Satellitenunternehmen werde künftig ausschließlich Chips des AMD-Rivalen Nvidia einsetzen. Nvidia tendieren 3,5 Prozent höher.

Die SpaceX-Aktie bricht derweil um 8,6 Prozent ein. Hier nehmen die Anleger Anstoß an den massiven Investitionsausgaben, die das Unternehmen bei Vorlage seiner Zweitquartalszahlen auswies. Dass SpaceX im Quartal den Umsatz um 92 Prozent gesteigert und damit die Konsensschätzung ebenso übertroffen hat wie mit dem Ergebnis je Aktie, tritt darüber in den Hintergrund.

Die laufende Bilanzsaison hat indessen noch mehr zu bieten: Die Zahlen von Uber waren etwas besser als erwartet, doch gab der Fahrdienstvermittler eine enttäuschende Prognose ab. Die Aktie fällt um 7,2 Prozent. Bei Kraft Heinz (-3,2%) gingen Umsatz und Gewinn je Aktie im zweiten Quartal zurück. Der Lebensmittelkonzern engte die Ergebnisprognose für das Jahr ein, der Umsatz soll jedoch weniger stark schrumpfen als bislang angenommen. Die Disney-Aktie steigt um 1,8 Prozent. Die Zahlen des Unterhaltungskonzerns übertrafen die Erwartungen. Nach Börsenschluss werden Expedia und Ebay über den Verlauf des zweiten Quartals berichten.

Konjunkturseitig hat der ADP-Arbeitsmarktbericht negativ überrascht. Demnach wurden im vergangenen Monat im privaten Sektor nur 44.000 Stellen geschaffen, während Volkswirte im Konsens mit 75.000 gerechnet hatten. Der Bericht gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor stieg im Juli indessen stärker als erwartet, während der Anstieg des ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe hinter den Erwartungen zurückblieb.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          54.520,86  +0,8  +434,98    54.085,88 
S&P-500         7.732,83  -0,1   -3,69    7.736,52 
NASDAQ Comp      26.447,35  -0,5  -137,65    26.584,99 
NASDAQ 100       29.626,83  -0,4  -106,33    29.733,16 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,21 +0,02    4,22      4,19 
5 Jahre           4,35 +0,02    4,36      4,31 
10 Jahre          4,64 +0,01    4,64      4,59 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:10 
EUR/USD          1,1547  +0,2   0,0018     1,1529   1,1521 
EUR/JPY          182,03  +0,1   0,1700     181,86  181,5000 
EUR/CHF          0,9324  -0,0  -0,0003     0,9327   0,9320 
EUR/GBP          0,8575  +0,0   0,0003     0,8572   0,8566 
USD/JPY          157,63  -0,1  -0,0900     157,72  157,5400 
GBP/USD          1,3463  +0,1   0,0015     1,3448   1,3443 
USD/CNY          6,7497  -0,1  -0,0035     6,7532   6,7532 
USD/CNH          6,748  +0,0   0,0004     6,7476   6,7470 
AUS/USD          0,7052  +0,1   0,0008     0,7044   0,7035 
Bitcoin/USD      64.536,39  +0,4   225,52    64.310,87 64.029,33 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         75,62  -0,2   -0,15      75,77 
Brent/ICE         79,62  +0,3    0,26      79,36 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.236,43  +3,9   160,42    4.076,01 
Silber           61,92  +4,1    2,41      59,51 
Platin         1.729,95  -0,3   -4,58    1.734,53 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

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August 05, 2026 12:25 ET (16:25 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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