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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Der Iran und der Oman haben am Mittwoch einen Vertragsentwurf zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus fertiggestellt. Dieser würde Teheran die Aufsicht über die in den Persischen Golf einfahrenden Schiffe übertragen, jedoch keine Erhebung von Maut- oder Servicegebühren zulassen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Die Parteien haben sich auf die Hauptpunkte des Entwurfs geeinigt - der eine einlaufende Schifffahrtsroute in der Nähe des Iran und eine auslaufende Route in der Nähe des Oman vorsehen würde - und diesen den USA, den Ländern in der Region sowie der obersten iranischen Führung vorgelegt, die noch zustimmen müsse, hieß es weiter. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte gegenüber Reportern, der Iran habe eine Einigung mit dem Oman erzielt, um eine sichere Route durch die Straße von Hormus zu schaffen, und eine Ausarbeitung der Hauptpunkte werde derzeit fertiggestellt.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

08:30 JP/Nintendo Co Ltd, Ergebnis 1Q

08:30 JP/Softbank Group Corp, Ergebnis 1Q

13:00 US/Conocophillips, Ergebnis 2Q

22:00 US/Airbnb Inc, Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     Prognose: 204.000 
     Zuvor:  197.000 
 
  14:30 Produktivität ex Agrar (1. Veröffentlichung) 2Q 
     annualisiert 
     PROGNOSE:  +0,6% gg Vq 
     1. Quartal: +0,3% gg Vq 
     Lohnstückkosten 
     PROGNOSE:  +2,1% gg Vq 
     1. Quartal: +1,8% gg Vq 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.763,00  +0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.571,25  -0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)     9.266,10  +0,4 
Topix-500 (Tokio)      4.055,88  +0,2 
Kospi (Seoul)        6.308,84  -4,4 
Shanghai-Composite      3.876,56  -0,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.422,10  -1,9 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Mehrheitlich mit Abgaben zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag. Schwache Ergebnisse von Sandisk und Western Digital drücken die Werte aus dem Chip-Sektor deutlicher ins Minus, womit sich die Volatilität bei den Aktien aus diesem Bereich fortsetzt. Es verstärkten sich erneut die Sorgen vor einer Verlangsamung des KI-Booms, heißt es. Die deutlichste Reaktion zeigt wieder einmal der Kospi in Seoul, der sich um 4,4 Prozent reduziert. Die kräftigen Abgaben der beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics (-5,9%) und SK Hynix (-9,1%) ziehen den Index nach unten. Der Nikkei-225 in Tokio verliert 0,9 Prozent. Auch hier fallen die Aktien aus dem Chip-Sektor. Deutlicher abwärts geht es auch für den Hang-Seng-Index in Hongkong, der um 1,9 Prozent fällt. Dagegen zeigt sich der Shanghai-Composite nur leicht im Minus. Gegen den Trend legt der S&P/ASX-200 in Sydney um weitere 0,4 Prozent zu.

WALL STREET

INDEX        zuletzt +/- % 
Dow-Jones     54.349,12  +0,5 
S&P-500      7.723,55  -0,2 
Nasdaq Composite 26.363,44  -0,8 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,30 Mrd  1,43 Mrd 
Gewinner       1.141   1.859 
Verlierer      1.609    905 
Unverändert       83     76 
 

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Im frühen Handel erreichten Dow Jones und S&P-500 neue Rekordstände. Doch ausbleibende Nachrichten über eine Einigung zwischen USA und Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus ließen die Kurse im Verlauf bröckeln. Etwas Unterstützung kam zwischenzeitlich vom überraschend schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht, der Zinserhöhungssorgen linderte. AMD verloren 7 Prozent. Die Zahlen des Chipkonzerns wurden im Handel als insgesamt solide bezeichnet. Belastend wirkte die Ankündigung von SpaceX-CEO Elon Musk, das Raketen- und Satellitenunternehmen werde künftig ausschließlich Chips des AMD-Rivalen Nvidia einsetzen. Nvidia tendieren 3,4 Prozent höher. Die SpaceX-Aktie stürzten derweil um 14 Prozent ab. Anleger nahmen Anstoß an den massiven Investitionsausgaben, die das Unternehmen bei Vorlage seiner Zweitquartalszahlen auswies. Die überraschend gut ausgefallenen Quartalszahlen von SpaceX traten darüber in den Hintergrund. Die Zahlen von Uber (-5,3%) waren etwas besser als erwartet, doch gab der Fahrdienstvermittler eine enttäuschende Prognose ab. Bei Kraft Heinz (-3,4%) gingen Umsatz und Gewinn je Aktie im zweiten Quartal zurück. Der Lebensmittelkonzern engte die Ergebnisprognose für das Jahr ein, der Umsatz soll jedoch weniger stark schrumpfen als bislang angenommen. Die Disney-Aktie stieg um 3,6 Prozent. Die Zahlen des Unterhaltungskonzerns hatten die Erwartungen übertroffen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- 
2 Jahre      4,18 -0,02 
10 Jahre     4,62 -0,01 
 

Die Renditen von US-Staatsanleihen sanken nach schwachen ADP-Arbeitsmarktdaten, weil diese die Inflations- und Zinserhöhungssorgen dämpften.

DEVISENMARKT

DEVISEN         zuletzt +/- %    0:00  Mi, 9:22 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1548  -0,0   1,1551     1,1539  -1,7 
EUR/JPY          182,16  -0,0   182,24     181,93  -1,0 
EUR/GBP          0,8577  -0,0   0,8578     0,8572  -1,6 
USD/JPY          157,72  -0,0   157,74     157,63  +0,7 
USD/KRW         1.416,03  -0,4  1.421,09    1.424,96  -1,7 
USD/CNY          6,7487  -0,0   6,7497     6,7477  -3,5 
USD/CNH          6,7498  +0,0   6,7481     6,7474  -3,2 
USD/HKD          7,8434  -0,0   7,8438     7,8434  +0,8 
AUD/USD          0,7046  -0,2   0,7057     0,7044  +5,6 
NZD/USD          0,5878  -0,2   0,5887     0,5866  +2,1 
BTC/USD        64.827,73  +0,0 64.802,29    64.034,59 -26,1 
 

Der Dollar tendierte knapp behauptet, nachdem der ADP-Arbeitsmarktbericht überraschend schwach ausgefallen war. Der Dollar-Index gab 0,2 Prozent ab, der Euro legte um 0,2 Prozent auf 1,1555 Dollar zu.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.261,23  +0,4   15,83    4.245,40 
Silber           61,91  -0,3   -0,17      62,08 
Platin         1.752,76  +1,0   17,90    1.734,86 
 

Der nachgebende Dollar und die gesunkenen Marktzinsen verhalfen dem Goldpreis zu einem kräftigen Anstieg. Die Feinunze verteuerte sich zum Settlement um 3,7 Prozent auf 4.245,80 Dollar - es war der größte prozentuale Anstieg seit Februar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         74,88  -0,5   -0,34      75,22 
Brent/ICE         79,03  -0,5   -0,42      79,45 
 

Die Ölpreise, die in den vergangenen Tagen von Spekulationen auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus und einem damit einhergehenden größeren Ölangebot belastet worden waren, zeigten sich uneinheitlich. Berichten zufolge haben der Iran und der Oman einen Vertragsentwurf zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus fertiggestellt. Es blieb aber unklar, ob die USA diesen unterstützten. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 0,7 Prozent, nachdem die US-Rohölvorräte überraschend gestiegen waren. Der Preis für das Barrel der global gehandelten Sorte Brent stieg in einer kleinen Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste um 0,1 Prozent auf 79,45 Dollar.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

EBAY

hat ihren Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Zuvor hatte das Unternehmen die Übernahme von Depop abgeschlossen und ein Umsatzwachstum im zweiten Quartal gemeldet. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 550 Millionen Dollar oder 1,21 Dollar je Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 364 Millionen Dollar oder 78 Cent je Aktie im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn im zweiten Quartal bei 1,60 Dollar je Aktie. Analysten hatten 1,50 Dollar je Aktie erwartet. Der Umsatz stieg von 2,73 Milliarden Dollar auf 3,13 Milliarden Dollar. Analysten hatten 3,02 Milliarden Dollar erwartet. Das Bruttowarenvolumen betrug 22,4 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und über den Analystenerwartungen von 21,56 Milliarden Dollar.

SANDISK

hat im vierten Quartal stark gestiegene Umsätze gemeldet, da der Ausbau der KI die Nachfrage nach Datenspeichern weiter anheizt. Das Unternehmen wies einen Nettogewinn von 6,9 Milliarden US-Dollar oder 43,97 Dollar je Aktie aus, verglichen mit einem Verlust von 23 Millionen Dollar oder 16 Cent je Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn lag bei 39,25 Dollar je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit 34,96 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz sprang von 1,9 Milliarden auf 8,97 Milliarden Dollar. Die Wall Street hatte 8,48 Milliarden Dollar erwartet. Sandisk stellt für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn von 44 bis 46 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 10,3 Milliarden bis 10,8 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten sehen für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn von 44,72 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 10,82 Milliarden Dollar.

WESTERN DIGITAL

hat im vierten Quartal einen Gewinnanstieg um mehr als das Elffache verzeichnet. Gestützt wurde dies durch die anhaltend starke Nachfrage nach seiner Speichertechnologie. Das Unternehmen meldete einen Gewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 282 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 8,21 Dollar je Aktie, nach 67 Cent je Aktie. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der bereinigte Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen bei 3,56 Dollar je Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten mit 3,31 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg um 44 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 3,7 Milliarden Dollar. Für das laufende erste Quartal prognostiziert das Unternehmen einen bereinigten Gewinn zwischen 3,85 und 4,15 Dollar je Aktie bei einem Umsatz zwischen 4 und 4,2 Milliarden Dollar. Analysten rechnen mit einem bereinigten Gewinn von 3,84 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 4,06 Milliarden Dollar.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 06, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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