FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag etwas nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1535 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1542 (Mittwoch: 1,1554) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8664 (0,8655) Euro.
Die Entwicklungen im Nahen Osten bestimmen weiterhin das Geschehen an den Finanzmärkten. Derzeit wartet man, ob es zu einer Öffnung der Straße von Hormus kommt. Während der Iran nach eigenen Angaben kurz vor einer Einigung mit dem Oman steht, weist US-Präsident Donald Trump Berichte über Waffenengpässe zurück und droht Menschen, die solche Informationen verbreiten. Iran und Oman hätten sich auf geografische Koordinaten für die Passage geeinigt, zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna Außenamtssprecher Ismail Baghai am Mittwochabend (MESZ).
Die im Tagesverlauf veröffentlichten Konjunkturdaten bewegten den Markt kaum. Die deutschen Industrieunternehmen erhielten erneut mehr Aufträge als erwartet. Allerdings wurde der Vormonatsanstieg nach unten revidiert und das Plus ging vor allem auf schwankungsanfällige Großaufträge zurück. "All das spricht erneut lediglich für eine moderate Erholung der deutschen Industrie in diesem Jahr", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85705 (0,85720) britische Pfund, 182,17 (182,08) japanische Yen und 0,9346 (0,9345) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.274 Dollar. Das waren rund 27 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he
