AUGSBURG (dpa-AFX) - Der Immobilien-Vermögensverwalter Patrizia hat im ersten Halbjahr den Gewinn kräftig gesteigert. "Das erste Halbjahr 2026 war von einer schrittweisen Erholung des Fundraisings geprägt, wobei die Kundenaktivität im zweiten Quartal nach einem verhaltenen Jahresauftakt an Fahrt gewann", sagte Konzernchef Asoka Wöhrmann bei Vorlage von Zahlen laut einer Mitteilung von Montagabend. Die Jahresprognosen für das operative Ergebnis (Ebitda) und das verwaltete Vermögen bestätigte der Manager. An der Börse kam die Zahlenvorlage gut an. Die Aktie legte am Dienstag kräftig zu.
Zuletzt gewann das Papier 3,25 Prozent auf 7,63 Euro und gehörte damit zu den größten Gewinnern im SDax, den Index für kleinere Unternehmenswerte. Philipp Kaiser vom Analysehaus Warburg Research sieht seine eigenen Erwartungen durch das operative Ergebnis des Immobilien-Vermögensverwalters deutlich übertroffen. Zudem habe das Unternehmen zum ersten Mal konkrete Aussagen zur Nachfrage gemacht. Die Jahresziele erschienen konservativ, schrieb der Experte.
Im ersten Halbjahr legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auch dank geringerer Personalkosten auf 42,7 Millionen Euro zu, wie das SDax am Vorabend nach Börsenschluss mitteilte. Das waren fast 47 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit decke das Unternehmen bereits 71 Prozent des Mittelwerts des Gewinnziels, schrieb Warburg-Analyst Kaiser. Die Augsburger peilen für das operative Ergebnis im Gesamtjahr 60 bis 75 Millionen Euro an, 2025 hatte der Konzern hier 63 Millionen Euro ausgewiesen.
Unter dem Strich zog der Überschuss in den ersten sechs Monaten dieses Jahres von zuvor 4,7 auf 14,7 Millionen Euro an. Das verwaltete Vermögen lag mit 55,9 Milliarden Euro leicht unter dem Wert von Ende 2025. Im Gesamtjahr soll das verwaltete Vermögen zwischen 55 und 60 Milliarden Euro betragen. Dabei werden mögliche Währungseffekte nicht berücksichtigt./mne/jha/tav/mis




