DJ: Bund fordert Kaufinteressenten zu Geboten für Uniper auf - Zeitung
DOW JONES--Die Bundesregierung treibt die Privatisierung des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper voran. J.P. Morgan und UBS haben nach Informationen der Börsen-Zeitung im Auftrag des Bundesfinanzministeriums einen "Process Letter" an mehr als ein Dutzend Kaufinteressenten verschickt. Bis zum 21. September werden darin unverbindliche Angebote für Uniper insgesamt erbeten - inklusive Gashandel und Stromerzeugung.
Uniper-CEO Michael Lewis wollte sich in der Halbjahrespressekonferenz zu allen Fragen rund um die Privatisierung nicht äußern und verwies auf den Bund als Eigentümer.
Laut Zeitungsbericht müssten die Bieter Standortgarantien abgeben und auf betriebsbedingte Kündigungen für die rund 7.000 Beschäftigten des Konzerns verzichten. Finanzkreise taxierten den Wert von Uniper, der noch etwa mit einem Prozent an der Börse notiert ist, mit 13,5 Milliarden Euro.
Deutschland muss seine mehr als 99-prozentige Uniper-Beteiligung bis 2028 auf eine Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie absenken, um eine Selbstverpflichtung gegenüber der EU-Kommission zu erfüllen. Uniper war Ende 2022 verstaatlicht worden, um eine sichere Pleite abzuwenden. Das Unternehmen war durch den sprunghaften Anstieg der Gaspreise nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine finanziell in Schieflage geraten.
Bieter, die nicht für die kompletten 75 Prozent bieten, sollen laut Zeitungsbericht darlegen, wie sie den Bund bei der Reduzierung der Beteiligung bis 2028 unterstützen könnten. Denkbar wäre hier ein Börsengang. Mit den Vorbereitungen für ein Re-IPO als prinzipielle Alternative oder Ergänzung zum vorgeschalteten Verkaufsprozess sind laut Börsen-Zeitung Citigroup und Deutsche Bank befasst.
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August 11, 2026 08:13 ET (12:13 GMT)
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