DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
TAGESTHEMA I
Die Hannover Rück dürfte von einem relativ geringen Schadensaufkommen im zweiten Quartal und einem guten Kapitalanlageergebnis profitiert haben. Auch wenn Analysten einen Gewinnrückgang zum starken Ergebnis des Vorjahres prognostizieren, so ist der Rückversicherer doch klar auf Kurs für das Gewinnziel im laufenden Jahr. Für das Das EBITDA für den Zeitraum April bis Juni kletterte um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 176 Millionen Euro. Es übertraf damit die Markterwartung von 149 Millionen Euro. Der Umsatz legte von 871 auf- Bilanzierung nach IFRS 978 Millionen Euro zu. Analysten hatten im Konsens mit 919 Millionen Euro gerechnet.laufende Jahr hat er sich einen Gewinnanstieg auf mindestens 2,7 Milliarden Euro von 2,64 Milliarden im Vorjahr vorgenommen. Doch auch wenn der aktuelle Analystenkonsens bei 2,8 Milliarden Euro steht, dürfte der Konzern den Ausblick zum jetzigen Zeitpunkt (noch) nicht erhöhen. Denn die Unwägbarkeiten sind hoch. Die Hurrikan-Saison steht noch vor der Tür, und es herrscht das Wetterphänomen El Nino, welches für Wetterextreme sorgen kann. Im Blick steht auch die jüngst abgeschlossene Vertragserneuerungsrunde, da die Preise in der Rückversicherung weiterhin bröckeln. Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Combined Ratio in Prozent, nach IFRS):
. PROG PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj Zahl 2Q25 Rückversicherungsumsatz (brutto) 6.378 +0% 13 6.369 Kapitalanlageergebnis 583 +24% 13 469 EBIT 946 -11% 13 1.065 Ergebnis nach Steuern/Dritten 682 -18% 13 833 Combined Ratio* 84,7 -- 13 82,1 - *Schaden-Rückversicherung
TAGESTHEMA II
Der Inflationsdruck in den USA dürfte im Juli von einem hohen Niveau aus etwas nachgelassen haben. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen sind und um 3,4 (Juni: 3,5) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Das Bureau of Labor Statistics veröffentlicht die Daten am Mittwoch um 14.30 Uhr. Nach dem überraschend schwachen Arbeitsmarktbericht für Juli - fallende anstatt der erwarteten leicht steigenden Beschäftigtenzahl und deutliche Abwärtsrevision vorheriger Zuwächse - warten Analysten und Markteilnehmer nun darauf, welche Nachrichten es für die andere Seite des Fed-Mandats gibt. Die Prognose beruht auf der Annahme eines moderaten Anstiegs der Nahrungsmittelpreise bei zugleich deutlich niedrigeren Energiepreisen. Zwar haben letztere seit dem jüngsten Scheitern der Bemühungen um eine Öffnung der Straße von Hormus wieder angezogen, doch lagen sie im Monatsdurchschnitt noch unter dem Juni-Niveau. Für die Kernverbraucherpreise werden Zuwachsraten von 0,2 und 2,5 (2,6) Prozent erwartet. Wichtige Einflussgrößen sind hier üblicherweise die Preise von Gebraucht- und Neuwagen, Versicherungen und Beherbergung. Ein inflationsdämpfender Sondereffekt dürfte der Rückgang der Hotelpreise nach dem Ende der Fußballweltmeisterschaft gewesen sein. Genau analysieren werden Analysten die Implikationen, die sich aus der Entwicklung der Verbraucherpreise für den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) ergeben. Dessen Kerngröße (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) ist die von der Fed bevorzugte Inflationsmessgröße. Wichtig wird in diesem Zusammenhang auch die Veröffentlichung der Erzeugerpreise am Donnerstag (14.30 Uhr).
AUSBLICK UNTERNEHMEN
JENOPTIK (07:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):
. PROG PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj Zahl 2Q25 Umsatz 271 +6% 4 255 EBITDA 50 +18% 2 43 EBITDA-Marge 18,6 -- -- 16,7 EBIT 29 +29% 4 23 Ergebnis nach Steuern 16,2 +1% 4 16,1
FREENET (18:00)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, nach IFRS):
. PROG PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj Zahl 2Q25 Umsatz 758 +25% 7 609 EBITDA 124 -4% 3 129 EBITDA bereinigt 123 -6% 7 131 Ergebnis nach Steuern/Dritten 64 -4% 3 67 Ergebnis je Aktie unverwässert 0,54 -4% 3 0,56 Free Cashflow 66 -21% 5 83,2
Weitere Termine:
06:50 LU/Grand City Properties SA, Ergebnis 1H
07:00 AT/Wienerberger AG, Ergebnis 1H
07:00 DE/Schott Pharma AG & Co KGaA, Ergebnis 9 Monate (11:00 Analystenkonferenz)
07:00 DE/Thyssenkrupp Nucera AG & Co. KGaA, ausführliches Ergebnis 3Q (09:00 Analysten- und Pressekonferenz)
07:00 NL/ABN Amro Holding NV, Ergebnis 2Q
07:30 DE/Bechtle AG, ausführliches Ergebnis 1H (10:30 PK)
07:30 DE/Douglas AG, Ergebnis 3Q (11:00 Analystenkonferenz)
07:30 DE/Indus Holding AG, Ergebnis 1H
07:30 DK/Vestas Wind Systems A/S, Ergebnis 2Q
07:50 DE/Medios AG, ausführliches Ergebnis 1H
08:30 TW/Foxconn Technology Group, Ergebnis 2Q
19:00 BG/Shelly Group SE, ausführliches Ergebnis 2Q
22:05 US/Cisco Systems Inc, Ergebnis 4Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
SM Wirtschaftsberatungs AG: 0,05 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
- DE
08:00 Verbraucherpreise (endgültig) Juli
PROGNOSE: +0,8% gg Vm/+2,8% gg Vj
vorläufig: +0,8% gg Vm/+2,8% gg Vj
zuvor: -0,3% gg Vm/+2,3% gg Vj
HVPI
PROGNOSE: +0,9% gg Vm/+2,8% gg Vj
vorläufig: +0,9% gg Vm/+2,8% gg Vj
zuvor: -0,2% gg Vm/+2,4% gg Vm
- US
14:30 Verbraucherpreise Juli
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+3,4% gg Vj
zuvor: -0,4% gg Vm/+3,5% gg Vj
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,5% gg Vj
zuvor: 0,0% gg Vm/+2,6% gg Vj
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 26.460,00 -0,1 E-Mini-Future S&P-500 7.753,00 +0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.668,25 +0,1 Topix (Tokio) 4.132,87 +0,8 Hang-Seng (Hongk.) 25.339,42 -1,2 Shanghai-Comp. 3.946,03 +0,3 Dienstag: INDEX zuletzt +/- % DAX 26.391,42 +0,3 DAX-Future 26.478,00 +0,2 MDAX 32.224,89 -0,1 TecDAX 4.090,18 +0,6 SDAX 18.571,14 +0,2 Euro-Stoxx-50 6.551,22 +0,2 Stoxx-50 5.548,17 +0,1 XDAX 26.366,12 -0,1 Dow-Jones 53.791,85 -0,3 S&P-500 7.728,20 -0,3 Nasdaq Composite 26.445,45 -0,6
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Mit einem verhaltenen Start in den Mittwoch rechnen Händler an Europas Börsen. Die entscheidende Kennzahl des Tages sind die US-Verbraucherpreise am Nachmittag. Davor dürften sich nur die wenigsten Anleger aus dem Fenster lehnen wollen, heißt es im Handel. Kein klares Bild ergibt zudem die Nachrichtenlage rund um die Straße von Hormus. Sie ändert sich ständig und ist damit zu widersprüchlich, um darauf noch längerfristige Anlageentscheidungen aufzubauen, heißt es. Die Hoffnung auf eine schnelle Einigung schwindet, entsprechend steigen Risikoprämien wie beim Ölpreis, der sich am Morgen wieder der 90-Dollar-Marke annähert. Derweil dürfte auch die Berichtssaison weiter IMpulse setzen.
Rückblick: Hoffnung auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen USA und Iran stützten die Kurse, die überdies von sinkenden Ölpreisen und Anleiherenditen profitierten. Zudem habe die Berichtssaison in Europa die Erwartungen bisher übertroffen, hieß es. Vor allem die Chip-Werte profitierten von der Entspannung, dazu gesellte sich die hohe Nachfrage nach der Kapitalerhöhung von Intel, die als Signal des Vertrauens von Investoren in den KI-Sektor gewertet wurde. ASML und BE Semiconductor legten um bis zu 2,7 Prozent zu. Im DAX kletterten Infineon um 0,5 Prozent. Für den Ausrüster der KI-Infrastruktur Siemens Energy ging es um 2,6 Prozent nach oben. In der Schweiz stiegen Alcon nach guten Zahlen um 4,7 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Etwas fester - Der DAX kletterte mit den zwischenzeitlichen Entspannungssignalen im Iran-Krieg auf ein Rekordhoch. Unternehmenszahlen kamen aus der zweiten Reihe: Cancom fielen um 6,2 Prozent. Hier verstimmte vor allem der Umsatzrückgang im zweiten Quartal zum Vorjahr. PNE brachen um fast 20 Prozent ein. Der Wind- und Solarparkbetreiber hatte am Vorabend mitgeteilt, dass das Interesse an ihm eher zurückhaltend sei. Es würden "die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber unterhalb des derzeitigen Börsenkursniveaus der PNE-Aktie liegen". Die Aktien von Klöckner (-0,7%) müssen den SDAX verlassen und werden durch OHB (+5,6%) ersetzt. Dies teilte Index-Betreiber Stoxx am Montagabend mit. Die jüngste Kapitalerhöhung plus Platzierung in OHB hatte das Schattendasein der Aktie beendet. TAG Immobilien verloren 0,3 Prozent nach Zahlenvorlage. Positiv werteten die Jefferies-Anlysten, dass nun für den operativen Gewinn (FFO I) der obere Bereich der Prognosespanne von 187 bis 197 Millionen Euro angestrebt werde. Bei CTS Eventim ging es 1,4 Prozent höher. Die Jahresprognose stuften die Jefferies-Analysten als konservativ
ein.
XETRA-NACHBÖRSE
Die Aktien von Thyssenkrupp Nucera verloren nachbörslich knapp 4 Prozent. Der Konzern hat die Prognosen für den Konzern und das Segment Grüner Wasserstoff für das Geschäftsjahr 2025/26 erneut gesenkt.
USA - AKTIEN
Etwas leichter - Widersprüchliche Nachrichten zum Iran-Krieg dämpften die Kauflaune. Zunächst stützten Berichte, wonach die USA und der Iran kurz vor einer "Art von Arrangement" standen und auch die Verhandlungen zwischen Iran und Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus Fortschritte gemacht hatten. Dann wieder hieß es, die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seien ins Stocken geraten, nachdem die USA ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff im Golf von Oman beschossen hatten, das versucht habe, die Blockade der US-Seestreitkräfte zu durchbrechen, mit der das Anlaufen iranischer Häfen verhindert werden soll. Unternehmensseitig standen Intel weiter im Blick. Der Chipkonzern hat die am Montag angekündigte Kapitalerhöhung auf 20 Milliarden Dollar von zuvor 15 Milliarden Dollar aufgestockt. Die Aktie gewann 0,2 Prozent. Nvidia (unv.)hat mit Wall-Street-Firmen KI-Finanzierungsvereinbarungen im Volumen von 500 Milliarden Dollar geschlossen. Damit sollen die Kunden des Chipkonzerns bei der Finanzierung der Kosten für Rechenleistung unterstützt werden. Derweil ist der Medienkonzern des US-Präsidenten, Trump Media & Technology, noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Aktie verlor weitere 5,1 Prozent. Mit Enttäuschung wurden auch die Zahlen des Sportschuhherstellers On Holding (-20,3) aufgenommen. Nach einer Ausblicksenkung fielen Hims & Hers um 4 Prozent. Babcock & Wilcox machten nach Vorlage überraschend starker Geschäftszahlen einen Sprung um 3,5 Prozent nach oben. AC Immune verteuerten sich um 11,4 Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA prüft die beschleunigte Zulassung eines Parkinson-Medikaments des Unternehmens.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,22 -0,02 4,26 4,21 10 Jahre 4,68 -0,01 4,74 4,67
Die US-Anleiherenditen sanken, nachdem der Ölpreis von seinen Tageshochs zurückgekommen war, was Inflations- und Zinserhöhungsängste linderte. Die Zehnjahresrendite fiel um 1 Basispunkt auf 4,68 Prozent.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr EUR/USD 1,1531 -0,1 -0,0009 1,1540 1,1540 EUR/JPY 183,86 +0,0 0,0300 183,8300 183,7600 EUR/CHF 0,9368 +0,1 0,0012 0,9356 0,9359 EUR/GBP 0,8538 -0,1 -0,0006 0,8544 0,8541 USD/JPY 159,41 +0,1 0,1400 159,2700 159,2300 GBP/USD 1,3502 -0,0 -0,0002 1,3504 1,3508 USD/CNY 6,7463 +0,0 0,0013 6,7450 6,7450 USD/CNH 6,7487 +0,0 0,0025 6,7462 6,7461 AUS/USD 0,7054 -0,1 -0,0006 0,7060 0,7059 Bitcoin/USD 63.751,85 +0,1 51,72 63.700,13 63.785,32
Der Dollar notierte wenig verändert. Marktteilnehmer sprachen von Zurückhaltung der Anleger vor den US-Verbraucherpreisen am Mittwoch.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.393,46 +0,6 26,62 4.366,84 Silber 65,05 +0,6 0,37 64,68 Platin 1.750,25 +0,3 6,00 1.744,25
Der Goldpreis tendierte kaum verändert. Auf der einen Seite stützten die leicht sinkenden Anleiherenditen, auf der anderen Seite belastete die Nachricht vom Beschuss eines unter panamaischer Flagge fahrenden Schiffs durch US-Streitkräfte im Golf von Oman.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 83,83 +0,8 0,63 83,2 Brent/ICE 89,61 +0,8 0,70 88,91
Der Ölpreis zeigte sich volatil angesichts der widersprüchlichen Nachrichten zu den Fortschritten der US-iranischen Verhandlungen. Im späten Handel stieg der Preis für das Barrel Brentöl um 0,9 Prozent auf 88,50 Dollar. Im asiatischen Handel am Mittwoch bauen die Ölpreise ihre Aufschläge weiter aus.
MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR
BRENNTAG
hat im zweiten Quartal von höheren Preisen und Einsparungen profitiert. Der Gewinn stieg deutlich überproportional zum Umsatz. Die Prognose für das Gesamtjahr hatte der Konzern vergangene Woche zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit angehoben. Für das zweite Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25 Umsatz 4.263 +10% 4.107 +6% 3.869 Rohertrag 1.146 +18% 1.135 +17% 974 Operatives EBITDA 463 +39% 448 +34% 334 Operatives EBITA 368 +49% 353 +43% 246 Ergebnis nach Steuern/Dritten 182 +324% 228 +432% 43 Ergebnis je Aktie 1,23 +310% 1,58 +427% 0,30
EON
hat im ersten Halbjahr etwas mehr verdient als im Vorjahr. Wachstumstreiber war das Industriekundengeschäft des Bereichs Energy Solutions, wie der Energiekonzern mitteilte. Der Ausblick auf das laufende Jahr wurde bestätigt. Das bereinigte EBITDA für die Monate Januar bis Juni verbesserte sich um 1 Prozent auf 5,4 (5,3) Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss lag bei 1,92 (1,83) Milliarden Euro, der bereinigte Gewinn je Aktie bei 74 nach 70 Cent im Vorjahr. Analysten hatten mit 5,39 Milliarden Euro bereinigtem EBITDA und 73 Cent bereinigtem Ergebnis je Aktie gerechnet. Für 2026 rechnet Eon weiter mit einem bereinigten EBITDA von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro. Überdies werden ein bereinigter Konzernüberschuss von 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro und ein bereinigter Gewinn pro Aktie von 1,03 bis 1,11 Euro angestrebt.
BILFINGER
hat im abgelaufenen Quartal Umsatz und operativen Gewinn gesteigert und die Prognose bestätigt. Der Auftragseingang blieb allerdings mit knapp 1,5 Milliarden Euro um 16 Prozent hinter dem "außerordentlich starken" Vorjahresquartal zurück, wie der Industriedienstleister mitteilte. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheiten agierten Kunden "zurückhaltend", gleichwohl handele es sich um den dritthöchsten Auftragseingang seit zehn Jahren, erläuterte Bilfinger. Für das zweite Quartal wurden folgende Eckdaten veröffentlicht (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG 2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25 Umsatz 1.450 +7% 1.435 +6% 1.353 EBITA 77 +4% 75 +2% 74 EBITA-Marge 5,3 -- 5,3 -- 5,5 Konzernergebnis 54 +13% 54 +12% 48 Ergebnis je Aktie 1,47 +15% -- -- 1,28 Free Cashflow 48 -9% -- -- 53
K+S
hat den operativen Gewinn im abgelaufenen Quartal unter anderem dank gestiegener Absatzmengen und höheren Kalipreisen deutlicher gesteigert als am Markt erwartet. Der Salz- und Düngemittelhersteller hob daraufhin erneut die Prognose an und rechnet für 2026 nun mit einem EBITDA von 680 bis 760 Millionen Euro statt wie bislang mit 630 bis 730 Millionen Euro. Der Mittelpunkt der Zielspanne unterstelle, dass das zur Jahresmitte erreichte Preisniveau der Düngemittel im Durchschnitt des zweiten Halbjahres in etwa stabil gehalten werden könne, heißt es in der Mitteilung des Konzerns. Der neue Prognosemittelpunkt entspreche auch dem Analystenkonsens. K+S hatte die Prognose zuletzt im Mai angehoben. Das EBITDA für den Zeitraum April bis Juni kletterte um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 176 Millionen Euro. Es übertraf damit die Markterwartung von 149 Millionen Euro. Der Umsatz legte von 871 auf 978 Millionen Euro zu. Analysten hatten im Konsens mit 919 Millionen Euro gerechnet.
THYSSENKRUPP NUCERA
hat die Prognosen für den Konzern und das Segment Grüner Wasserstoff für das Geschäftsjahr 2025/26 erneut gesenkt. Der Elektrolysespezialist teilte mit, es gebe seine Pläne zum Aufbau einer eigenen Serienfertigung der Hochtemperatur-Elektrolyse (SOEC) auf. Diese Entscheidung sei nach einer sorgfältigen strategischen Bewertung der Marktreife, des Investitionsbedarfs und der wirtschaftlichen Perspektiven für die "Solid Oxide Electrolysis Cell" (SOEC) gefallen. Das Segmentergebnis wird im vierten Quartal durch negative Einmaleffekte in Höhe von ca. 30 Millionen Euro belastet. Diese resultieren im Wesentlichen aus einer Wertberichtigung der Pilotanlage und aktivierter Entwicklungsleistungen.
TKMS
hat sein Umsatzwachstum aufgrund guter Projektfortschritte im dritten Geschäftsquartal beschleunigt und die entsprechende Prognose angehoben. Auch bei der Marge wird das Marineschiffbauunternehmen noch etwas optimistischer als vor drei Monaten. Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2025/26 rechnet die Thyssenkrupp-Tochter nun mit einem Umsatzplus von 10 bis 12 statt wie bisher 2 bis 5 Prozent und einer bereinigten EBIT-Marge von bis zu 6,5 Prozent. Bislang war das Ziel hier mehr als 6 Prozent Marge. Im Folgenden die Eckdaten für die ersten neun Monate (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG 9MON 9M25/26 ggVj 9M25/26 ggVj 9M24/25 Umsatz 1.890 +19% 1.790 +13% 1.587 EBIT bereinigt 110 +12% 101 +3% 98 EBIT-Marge bereinigt 5,8 -- 5,6 -- 6,1
TUI
Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG 3. QUARTAL 3Q25/26 ggVj 3Q25/26 ggVj 3Q24/25 Umsatz 5.822 -6% 5.979 -4% 6.200 EBIT bereinigt 234 -27% 241 -25% 321 Ergebnis nach Steuern 124 -45% 73 -68% 225
EU / META / TIKTOK
Die Social-Media-Giganten Meta Platforms und Tiktok haben sich zur Zusammenarbeit mit Faktencheckern bereit erklärt, um Falschinformationen im Zusammenhang mit Grenzübertritten anzugehen. Dies teilte EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen mit. Die Konzerne gehen diesen Schritt, nachdem es vor Kurzem zu einem Ansturm von Menschen auf die spanische Enklave Ceuta in Nordafrika kam.
GENERAL MOTORS
will die Auswirkungen von Engpässen bei Bauteilen abmildern. Der Konzern errichtet für 4,5 Milliarden US-Dollar ein Sicherheitsnetz, das sicherstellen soll, dass die Versorgung mit kritischen Komponenten auch bei Problemen in der Lieferkette aufrechterhalten wird. Die Versorgung mit Hochrisikokomponenten soll durch eine Finanzierungsvereinbarung abgesichert werden, bei der der Konzern den Kauf wesentlicher Teile vorfinanziert.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/ros
(END) Dow Jones Newswires
August 12, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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