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MÄRKTE ASIEN/Mehrheitlich Aufschläge - Kospi-Erholung hält an

DJ MÄRKTE ASIEN/Mehrheitlich Aufschläge - Kospi-Erholung hält an

DOW JONES--An den asiatischen Aktienmärkten hat sich am Mittwoch eine überwiegend positive Tendenz durchgesetzt. Die im Tagesverlauf, aber nach Börsenschluss in Asien erwarteten US-Inflationsdaten verhinderten aber vielerorts höhere Aufschläge. Denn die Daten dürften den mittelfristigen Zinspfad der US-Notenbank entscheidend beeinflussen. MUFG-Analyst Michael Wan verwies mit Blick auf die US-Geldpolitik auf die zuletzt schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Gleichwohl seien "die Verbraucherpreisdaten im weiteren Tagesverlauf wohl wichtiger". Beim Ringen um eine Wiedereröffnung der für den Öltransport so wichtigen Straße von Hormus lässt ein Durchbruch weiter auf sich warten - in der Folge ziehen die Ölpreise weiter an.

Der Kospi in Südkorea stellte den Ausreißer nach oben dar. Der Index kletterte, begleitet von erneuten Volatilitätsunterbrechungen, um 3,7 Prozent - getrieben von Halbleiterwerten. Damit blieb der Gradmesser für KI-Investitionen den dritten Tag in Folge auf Erholungskurs - angeführt erneut von den beiden Halbleiterschwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix, die um 6,7 bzw. 5,5 Prozent vorrückten. Auch an anderen Plätzen der Region zählten Halbleiter- und Technologiewerte zu den Favoriten der Anleger - beflügelt von positiven Geschäftsausweisen im Sektor.

Denn in den USA waren Coreweave im nachbörslichen Handel um 15,7 Prozent nach oben gesprungen, Super Micro Computer um 7,6 Prozent. Das Cloud-Computing-Unternehmen Coreweave hatte das fünfte Quartal in Folge einen Rekordumsatz verbucht, mit einem Auftragsbestand von 104 Milliarden US-Dollar. Dies spiegele die anhaltend starke Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz (KI) wider, heißt es im Handel. Auch bei Super Micro Computer zahlte sich die KI-Strategie aus.

Nach der Feiertagspause kletterte der Nikkei-225 in Japan um 0,8 Prozent auf 67.524 Punkte - gestützt von Elektronik- und Bankentiteln. In China zeigte der Markt wie so häufig ein Eigenleben und zur Wochenmitte auch keine einheitliche Tendenz. Während der HSI in Hongkong im späten Handel 1,0 Prozent einbüßte und seine Durststrecke damit auf drei Sitzungen in Folge ausbaute, zeigte sich der Shanghai-Composite im Kernland mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent.

In Australien sank der S&P/ASX-200 um 0,5 Prozent - auch belastet von den schwer gewichteten Commonwealth Bank of Australia, die 0,7 Prozent nachgaben. Die Bank hatte zwar mit Jahresgewinn und Dividende die Erwartungen der Analysten überboten. Das wichtige Geschäft mit Immobilienfinanzierungen verlief aber weiter schwach, zudem stieg der Aufwand für Wertberichtigungen auf Kredite. Die Warnung der australischen Notenbank am Vortag, als sie das Zinsniveau bestätigt hatte, vor einer weiterhin zu hohen Inflation habe Anleger zudem verunsichert. Denn Zinserhöhungen seien mittelfristig nicht auszuschließen, hieß es. Der Versicherer Suncorp kündigte eine Sonderdividende und einen neuen Aktienrückkauf an, nachdem er seinen bereinigten Jahresgewinn um 4,5 Prozent gesteigert hatte. Der Kurs legte um 3,3 Prozent zu.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.209,40  -0,5    +5,7      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.237,86  +1,0   +21,7      08:00 
Nikkei-225        67.524,06  +0,8    -       08:00 
Kospi (Seoul)       6.579,04  +3,7   +56,1      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.405,58  -1,0    -0,9      10:00 
Shanghai-Composite     3.946,68  +0,3    -0,5      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.714,79  -0,7   +23,0      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.340,91  +1,2   -26,7      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.737,85  +0,4    +3,4      10:00 
 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Di, 9:29 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1537  -0,0   1,1540     1,1537  -1,8 
EUR/JPY           183,87  +0,0   183,83     183,76  -0,1 
EUR/GBP           0,8539  -0,1   0,8544     0,8543  -2,0 
USD/JPY           159,36  +0,1   159,27     159,27  +1,7 
USD/KRW          1.417,64  +0,5  1.411,08    1.416,30  -1,6 
USD/CNY           6,7456  +0,0   6,7450     6,7468  -3,5 
USD/CNH           6,7474  +0,0   6,7462     6,7474  -3,3 
USD/HKD           7,8472  +0,0   7,8465     7,8462  +0,8 
AUD/USD           0,7059  -0,0   0,7060     0,7054  +5,8 
NZD/USD           0,5865  -0,2   0,5879     0,5875  +1,9 
BTC/USD          63.667,43  -0,1 63.700,13    63.860,62 -27,4 
 
 
ROHOEL           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           83,76  +0,7    0,56      83,20 
Brent/ICE           89,70  +0,9    0,79      88,91 
 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.399,47  +0,7   32,63    4.366,84 
Silber            65,87  +1,9    1,20      64,68 
Platin           1.750,57  +0,4    6,32    1.744,25 
 
(Angaben ohne Gew hr) 
 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 12, 2026 03:43 ET (07:43 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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