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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Aufwärtstrend intakt - Vestas extrem profitabel

DJ MÄRKTE EUROPA/Aufwärtstrend intakt - Vestas extrem profitabel

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Mittwoch nach oben. Im Fokus standen am Vormittag bisher Einzelunternehmen mit ihren Quartalszahlen, am Nachmittag könnten dann die US-Verbraucherpreise einen Impuls liefern. Der DAX legt um 0,5 Prozent auf 26.519 Punkte zu und notiert auf Rekordhoch. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,2 Prozent auf 6.565 Punkte, er handelt noch knapp unter dem Allzeithoch bei 6.576 Zählern.

Kein klares Bild ergibt die Nachrichtenlage rund um die Straße von Hormus. Die Hoffnung auf eine schnelle Einigung schwindet weiter, entsprechend steigen Risikoprämien wie beim Ölpreis. Ein Barrel der Sorte Brent notiert nur noch knapp unter der Marke von 90 Dollar.

Vestas mit Rückenwind

Für einen Sprung von 14,2 Prozent sorgen die Zahlen von Windkraft-Unternehmen Vestas. Das Unternehmen agiert in zwei Segmenten, nämlich Projekt und Service. Vor allem die Profitabilität überrascht. Analysten wie von JP Morgan betonen, der Konsens sei nicht nur um 100 Prozent übertroffen worden, auch habe es sich um den ersten erhöhten Margen-Ausblick in einem ersten Halbjahr seit zehn Jahren gehandelt. Im Windschatten steigen Nordex um 6 Prozent.

Die Papiere von Kingspan Group (+8%) kletterten nach einer Erhöhung der Unternehmensprognose und der Mitteilung, dass der Auftragsbestand deutlich über dem Vorjahresniveau liegt, auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. "Angesichts der Dynamik im gesamten Konzern, die sich in sehr gesunden Auftragsbüchern und Auftragseingängen widerspiegelt, wächst die Zuversicht, dass Kingspan dieses Jahr ein Wachstum im mittleren Zehner-Bereich folgen lassen kann," heißt es von Analysten.

Auch bei der ABN Amro Bank läuft es rund. Die Niederländer haben ihre Prognose für die Zinserträge für das Gesamtjahr angehoben und ihren Kostenausblick gesenkt. UBS bekräftigt ihre Kaufempfehlung für die Aktie und erklärt, weiteres Neubewertungspotenzial für die Papiere zu sehen, die mit einem Abschlag gegenüber dem engsten Konkurrenten ING gehandelt werden. Die Aktien klettern um 5 Prozent.

Die Halbjahresergebnisse von E.ON (-2,7%) enthalten keine Überraschungen, schreiben die Analysten der Deutschen Bank. Dank der soliden Ergebnisse sei der deutsche Energiekonzern gut aufgestellt, um seine Jahresprognose zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

Bei TKMS geht es um 14 Prozent nach oben. Nach starken Zahlen wurde auch die Jahresprognose erhöht. Von Bernstein heißt es, die Ergebnisse seien stark angesicht einer Schwäche im Bereich Elektronik. Der Umsatz habe 16 Prozent höher als die Erwartungen gelegen. Rheinmetall steigen um 3 Prozent.

Besser sind auch die Quartalszahlen von Jenoptik (+3,7%). Hierzu heißt es von der DZ Bank, dass die Geschäftszahlen die starke operative Entwicklung bestätigten, insbesondere im Halbleiterausrüstungsgeschäft. Positiv hervorzuheben seien der deutlich über den Erwartungen liegende Auftragseingang und der hohe Auftragsbestand.

K+S (+2,9%) hat für das zweite Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA von 176 Millionen Euro gemeldet, was 20 Prozent über der Prognose von Jefferies und dem Konsens lag.

Für Enttäuschung sorgten indes Thyssenkrupp Nucera (-0,9%) und Bilfinger (-5,3%) mit schwachen Auftragseingängen.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.565,01  +0,2   13,79    6.551,22      13,4 
Stoxx-50        5.544,44  -0,1   -3,73    5.548,17      12,7 
DAX          26.518,85  +0,5   127,43    26.391,42      8,3 
MDAX          32.554,20  +1,0   329,31    27.039,42      6,3 
TecDAX         4.111,77  +0,5   21,59    3.091,28      13,5 
SDAX          18.608,92  +0,2   37,78    13.062,07      8,4 
FTSE          10.847,75  +0,0    3,56    10.844,19      9,2 
CAC           8.702,93  -0,1   -12,01    8.714,94      6,8 
SMI          14.475,89  -0,7   -99,36    14.575,25      9,1 
ATX           6.676,17  +0,1    3,21    6.672,96      25,3 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr 
EUR/USD          1,1539  -0,0  -0,0001     1,1540     1,1540 
EUR/JPY          183,6  -0,1  -0,2300     183,83    183,7600 
EUR/CHF          0,9365  +0,1   0,0009     0,9356     0,9359 
EUR/GBP          0,8533  -0,1  -0,0011     0,8544     0,8541 
USD/JPY          159,11  -0,1  -0,1600     159,27    159,2300 
GBP/USD          1,3518  +0,1   0,0014     1,3504     1,3508 
USD/CNY          6,7431  -0,0  -0,0019     6,7450     6,7450 
USD/CNH          6,7448  -0,0  -0,0014     6,7462     6,7461 
AUS/USD          0,7066  +0,1   0,0006      0,706     0,7059 
Bitcoin/USD      64.120,76  +0,7   420,63    63.700,13   63.785,32 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         83,25  +0,1    0,05      83,2 
Brent/ICE         88,95  +0,0    0,04      88,91 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.412,49  +1,0   45,65    4.366,84 
Silber           66,28  +2,5    1,61      64,68 
Platin         1.791,95  +2,7   47,70    1.744,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 12, 2026 07:37 ET (11:37 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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