DJ US-Ölbestände steigen überraschend deutlich wegen höherer Importe
Von Anthony Harrup
DOW JONES--Die US-Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche unerwartet gestiegen, da die Importe zunahmen und die Exporte zurückgingen. Dies geht aus Daten hervor, die am Mittwoch von der US-Energieinformationsbehörde EIA (Energy Information Administration) veröffentlicht wurden.
Die kommerziellen Rohölreserven (ohne die strategische Erdölreserve) stiegen in der Woche zum 7. August um 17,4 Millionen Barrel auf 424,4 Millionen Barrel und lagen damit etwa 2 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt für diese Jahreszeit, teilte die EIA mit. Analysten hatten in einer Umfrage des Wall Street Journal hingegen mit einem Rückgang der Rohölbestände um 600.000 Barrel gerechnet.
Das in der strategischen Erdölreserve (SPR) gelagerte Öl sank um 6,1 Millionen Barrel auf 298,7 Millionen Barrel - der niedrigste Stand seit mehr als vier Jahrzehnten, da das Energieministerium weiterhin Notfallfreigaben durchführte. Die Ölbestände am Nymex-Lieferknotenpunkt in Cushing, Oklahoma, stiegen um 1,6 Millionen Barrel auf 22,6 Millionen Barrel.
Die Rohölimporte legten um 1,1 Millionen Barrel pro Tag auf 7,3 Millionen Barrel täglich zu, während die Exporte um 627.000 Barrel am Tag auf 3,1 Millionen Barrel am Tag fielen. Die US-Rohölförderung blieb mit 13,8 Millionen Barrel täglich stabil.
Die Raffinerien liefen mit einer Auslastung von 96,2 Prozent der Kapazität, nach 96,5 Prozent in der Vorwoche. Dabei stieg der Rohöleinsatz in den Raffinerien um 26.000 Barrel am Tag auf 17,2 Millionen Barrel am Tag. Nach der Umfrage des Wall Street Journal war ein Rückgang der Raffinerieauslastung um 0,2 Prozentpunkt erwartet worden. Die Benzinbestände sanken um 1 Million Barrel auf 208,7 Millionen Barrel und lagen damit 6 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt, so die EIA. Die Benzinnachfrage fiel um 67.000 Barrel am Tag auf 9 Millionen Barrel am Tag. Bei den Benzinreserven war ein Rückgang um 1,3 Millionen Barrel erwartet worden.
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