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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/DAX schwächelt nach Rekordhoch - Vestas extrem profitabel

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX schwächelt nach Rekordhoch - Vestas extrem profitabel

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch etwas tiefer geschlossen. Im Fokus standen am Vormittag die Quartalszahlen einiger Unternehmen, am Nachmittag lieferten die wie erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreise kaum Impulse. Die Entwicklung der US-Kernverbraucherpreise im Juli deutet nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Christoph Balz darauf hin, dass die US-Notenbank die Inflationsrisiken als begrenzt einstufen und die Leitzinsen entgegen den Markterwartungen auf der kommenden Sitzung unverändert lassen wird.

Der DAX gab um 0,2 Prozent auf 26.331 Punkte nach, nachdem er zuvor mit 26.573,50 Zählern auf Rekordhoch notierte. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,3 Prozent tiefer bei 6.534 Punkten.

Unverändert unübersichtlich ist die Nachrichtenlage rund um die Straße von Hormus. Die Hoffnung auf eine schnelle Einigung schwindet weiter, entsprechend steigen Risikoprämien wie beim Ölpreis. Ein Barrel der Sorte Brent notiert knapp unter der Marke von 90 Dollar.

Vestas mit Rückenwind

Für einen Sprung von knapp 20 Prozent sorgten die Zahlen von Windkraft-Unternehmen Vestas. Das Unternehmen agiert in zwei Segmenten, Projekt und Service. Vor allem die Profitabilität überraschte. Analysten wie von JP Morgan betonten, der Konsens sei nicht nur um 100 Prozent übertroffen worden, auch habe es sich um den ersten erhöhten Margen-Ausblick in einem ersten Halbjahr seit zehn Jahren gehandelt. Im Windschatten stiegen Nordex um 4,6 Prozent.

Starke Zahlen vom Konkurrenten Lumentum aus den USA trieben auch Nokia in Europa um knapp 10 Prozent kräftig nach oben. Nachdem Nokia bereits Ende Juli starke Zahlen vorgelegt hatte, kamen nun auch von Lumentum deutlich bessere Zahlen als erwartet. Der Umsatz mit optischen Komponenten verdoppelte sich rund im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist die Infrastruktur-Story für Hardware-Investitionen in den Ausbau von KI-Datencentern weiter intakt.

Auch bei der ABN Amro Bank läuft es rund. Die Niederländer haben ihre Prognose für die Zinserträge für das Gesamtjahr angehoben und ihren Kostenausblick gesenkt. UBS bekräftigt ihre Kaufempfehlung für die Aktie und erklärt, weiteres Neubewertungspotenzial für die Papiere zu sehen, die mit einem Abschlag gegenüber dem engsten Konkurrenten ING gehandelt werden. Die Aktien kletterten um 5 Prozent.

Die Halbjahresergebnisse von E.ON (-3,2%) enthielten derweil keine Überraschungen, schrieben die Analysten der Deutschen Bank. Dank der soliden Ergebnisse sei der deutsche Energiekonzern gut aufgestellt, um seine Jahresprognose zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

Bei TKMS ging es um 8,5 Prozent nach oben. Nach starken Zahlen wurde auch die Jahresprognose erhöht. Von Bernstein hieß es, die Ergebnisse seien stark angesichts einer Schwäche im Bereich Elektronik. Der Umsatz habe 16 Prozent höher als die Erwartungen gelegen. Rheinmetall stiegen um 2,3 Prozent.

Besser fielen auch die Quartalszahlen von Jenoptik (+5,2%) aus. Hierzu hieß es von der DZ Bank, dass die Zahlen die starke operative Entwicklung bestätigten, insbesondere im Halbleiterausrüstungsgeschäft. Positiv hervorzuheben seien der deutlich über den Erwartungen liegende Auftragseingang und der hohe Auftragsbestand.

K+S (+2,3%) hat für das zweite Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA von 176 Millionen Euro gemeldet, was 20 Prozent über der Prognose von Jefferies und dem Konsens lag.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.534       -0,3         +13,1 
Stoxx-50        5.527       -0,4         +12,8 
Stoxx-600        659       -0,2         +11,5 
DAX          26.331       -0,2          +7,8 
FTSE-100 London    10.844       -0,1          +9,2 
CAC-40 Paris      8.715       -0,5          +6,9 
AEX Amsterdam     1.117       -0,4         +17,4 
ATHEX-20 Athen     6.682       +0,0         +24,9 
BEL-20 Brüssel     5.719       +0,1         +12,6 
BUX Budapest     149.904       +0,3         +35,0 
OMXH-25 Helsinki    6.240       +1,1          +9,4 
OMXC-20 Kopenhagen   1.598       +0,8          -0,6 
PSI 20 Lissabon    9.211       +0,7         +11,5 
IBEX-35 Madrid    20.214       -0,1         +16,8 
FTSE-MIB Mailand   53.706       -0,0         +19,5 
OBX Oslo        1.991       +0,5         +24,6 
PX Prag        2.763       +0,4          +2,9 
OMXS-30 Stockholm   3.297       -0,2         +14,4 
WIG-20 Warschau   153.948       +0,3         +30,9 
ATX Wien        6.673       +0,6         +25,3 
SMI Zürich      14.575       -0,9          +9,9 
* gerundet 
 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr 
EUR/USD          1,1539  -0,0  -0,0001     1,1540     1,1540 
EUR/JPY          183,74  -0,1  -0,0900     183,83    183,7600 
EUR/CHF          0,9365  +0,1  0,0009     0,9356     0,9359 
EUR/GBP          0,854  -0,1  -0,0004     0,8544     0,8541 
USD/JPY          159,21  -0,0  -0,0600     159,27    159,2300 
GBP/USD          1,3509  +0,0  0,0005     1,3504     1,3508 
USD/CNY          6,7433  -0,0  -0,0017     6,7450     6,7450 
USD/CNH          6,7451  -0,0  -0,0011     6,7462     6,7461 
AUS/USD          0,707  +0,1  0,0010      0,706     0,7059 
Bitcoin/USD      63.414,35  -0,5  -285,78    63.700,13   63.785,32 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         83,16  -0,1   -0,04      83,2 
Brent/ICE         88,99  +0,1   0,08      88,91 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.424,09  +1,3   57,25    4.366,84 
Silber           65,82  +1,8   1,15      64,68 
Platin         1.773,35  +1,7   29,10    1.744,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

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August 12, 2026 12:03 ET (16:03 GMT)

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Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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