EQS-News: Hamburger Hafen und Logistik AG
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Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht Januar - Juni 2026 Operative Belastungen beeinflussen Halbjahresergebnis der HHLA
Hamburg, 13. August 2026 | Die Geschäftsentwicklung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) war im ersten Halbjahr 2026 von anspruchsvollen geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Zudem beeinträchtigten der starke Wintereinbruch zu Jahresbeginn, die umfangreichen Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Containerterminals sowie Infrastrukturarbeiten im Schienennetz die operativen Abläufe und wirkten sich belastend auf die Umschlag- und Transportmengen aus. Der konzernweite Containerumschlag verringerte sich um 6,7 Prozent auf 2.959 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 3.172 Tsd. TEU), die Containertransportmenge sank um 1,2 Prozent auf 985 Tsd. TEU (im Vorjahr: 997 Tsd. TEU). Die Konzern-Umsatzerlöse stiegen dennoch um 3,0 Prozent auf 910,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 884,5 Mio. Euro). Das operative Betriebsergebnis (EBIT) ging auf 51,3 Mio. Euro zurück (im Vorjahr: 79,4 Mio. Euro). Jeroen Eijsink, HHLA-Vorstandsvorsitzender: "Die Modernisierung unserer Hamburger Containerterminals ist eine entscheidende Investition in die Zukunftsfähigkeit der HHLA. Gerade in einem herausfordernden Marktumfeld ist es von zentraler Bedeutung, unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Von daher halten wir konsequent an unseren Zukunftsinvestitionen fest - auch wenn unsere Umbaumaßnahmen und die Infrastrukturarbeiten im deutschen Schienennetz unser operatives Geschäft derzeit beeinflussen. Nur so schaffen wir die Grundlage, die Leistungsfähigkeit unseres Netzwerks nachhaltig zu stärken und unseren Kunden langfristig den zuverlässigsten Service in Europa bieten zu können." Teilkonzern Hafenlogistik: Geschäftsentwicklung Januar - Juni 2026 Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen leichten Umsatzanstieg um 3,0 Prozent auf 891,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 865,7 Mio. Euro). Dazu trugen insbesondere zusätzliche Lagergelderlöse, erforderliche Preisanpassungen sowie ein vorteilhafter Umsatzmix bei. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging infolge operativer Belastungen dagegen stark auf 43,7 Mio. Euro zurück (im Vorjahr: 72,4 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verringerte sich auf 4,9 Prozent (im Vorjahr: 8,4 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf - 8,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 15,3 Mio. Euro). Im Segment Container ging der Containerumschlag an den Containerterminals der HHLA im ersten Halbjahr 2026 insgesamt deutlich um 6,7 Prozent auf 2.959 Tsd. TEU zurück (im Vorjahr: 3.172 Tsd. TEU). An den Hamburger Containerterminals lag der Umschlag mit 2.786 Tsd. TEU um 7,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau (im Vorjahr: 3.006 Tsd. TEU). Neben dem witterungsbedingt schwachen Jahresauftakt wurde die Umschlagentwicklung durch die fortlaufenden Modernisierungsmaßnahmen an den Hamburger Containerterminals beeinflusst. Zusätzliche Belastungen ergaben sich aus den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und den damit verbundenen Veränderungen internationaler Warenströme sowie aus dienst- und kundenbezogenen Verschiebungen infolge der Neuordnung von Allianzen. Rückläufige Mengen in wichtigen Überseeverkehren und bei den Feederverkehren konnten durch Zuwächse in anderen Fahrtgebieten nur teilweise kompensiert werden. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag bei 19,5 Prozent (im Vorjahr: 19,6 Prozent). Die internationalen Containerterminals verzeichneten währenddessen einen Anstieg des Umschlagvolumens um 4,6 Prozent auf 173 Tsd. TEU (im Vorjahr: 165 Tsd. TEU). Maßgeblich hierfür war der stark erhöhte wasserseitige Umschlag am Container Terminal Odessa (CTO). Die wasserseitigen Umschlagvolumen an den Multifunktionsterminals HHLA TK Estonia und HHLA PLT Italy gingen dagegen zurück. Ursache waren u.a. die schwierige wirtschaftliche Situation in Estland sowie Re-Routungen im Mittelmeer infolge der geopolitischen Spannungen. Trotz der rückläufigen Mengenentwicklung lagen die Umsatzerlöse des Segments Container mit 426,6 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (im Vorjahr: 426,2 Mio. Euro). Ausschlaggebend waren zusätzliche Lagergelderlöse infolge längerer Verweildauern sowie die positive Entwicklung an den internationalen Containerterminals. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) sank infolge deutlich gestiegener Aufwendungen um 59,9 Prozent auf 17,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 42,8 Mio. Euro). Neben höheren Personal- und Energiekosten belastete insbesondere die laufende Terminalmodernisierung die Produktivität. Das Segment Intermodal verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen leichten Mengenrückgang. Der Containertransport verringerte sich insgesamt um 1,2 Prozent auf 985 Tsd. TEU (im Vorjahr: 997 Tsd. TEU). Die Bahntransporte gingen im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent auf 855 Tsd. TEU zurück (im Vorjahr: 863Tsd. TEU). Der leichte Mengenrückgang war vor allem auf rückläufige Verkehre mit den adriatischen Seehäfen sowie auf geringere Transportmengen im deutschsprachigen Raum zurückzuführen. Die Straßentransporte verzeichneten ebenfalls einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 130 Tsd. TEU (im Vorjahr: 133 Tsd. TEU). Ein wesentlicher Einflussfaktor waren außerdem die schwierigen Witterungsbedingungen zu Jahresbeginn. Die Umsatzerlöse lagen mit 425,5 Mio. Euro um 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 400,5 Mio. Euro) und entwickelten sich damit gegenläufig zur Transportmenge. Gründe hierfür waren insbesondere erforderliche Preisanpassungen sowie ein veränderter Umsatzmix. Der Bahnanteil an der Transportmenge lag mit 86,8 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau (im Vorjahr: 86,6 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im Mitteilungszeitraum auf 47,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 48,2 Mio. Euro) und verringerte sich somit um 1,6 Prozent. Die EBIT-Marge ging um 0,8 Prozentpunkte auf 11,2 Prozent zurück (im Vorjahr: 12,0 Prozent). Ursächlich für die rückläufige EBIT-Entwicklung war im Wesentlichen der Rückgang der Transportmenge. Auch die anhaltenden operativen Belastungen durch Baustellen auf wesentlichen Transportstrecken und die hohe Auslastung der norddeutschen Seehäfen wirkten sich negativ auf die Ergebnisentwicklung aus. Teilkonzern Immobilien: Geschäftsentwicklung Januar - Juni 2026 Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal in Hamburg wiesen in einem anhaltend verhaltenen Marktumfeld im ersten Halbjahr 2026 eine stabile Entwicklung bei annähernder Vollvermietung aus. Die Umsatzerlöse stiegen moderat um 3,7 Prozent auf 24,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,4 Mio. Euro). Trotz höherer Instandhaltungskosten erhöhte sich das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT) um 11,0 Prozent auf 7,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,7 Mio. Euro) infolge gestiegener Erlöse sowie des Wegfalls hoher Einmalaufwendungen für nicht-operative Leistungen, die das Vorjahresergebnis belastet hatten. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 angepasst Vor dem Hintergrund der stärker als erwarteten operativen Beeinträchtigungen durch die weitreichenden Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Containerterminals in Verbindung mit umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen im Schienennetz sowie anhaltender geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten hat die HHLA ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 angepasst. Zudem wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht mehr davon ausgegangen, dass die HHLA die Auswirkungen des Wintereinbruchs zu Jahresbeginn im weiteren Jahresverlauf vollständig kompensieren kann. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand für den Teilkonzern Hafenlogistik nunmehr einen leichten Rückgang des Containerumschlags gegenüber dem Vorjahr. Für den Containertransport wird mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Für die Umsatzerlöse wird von einem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Die Erwartung für das operative Betriebsergebnis (EBIT) wurde auf eine Bandbreite von 135 bis 155 Mio. Euro angepasst. Für den Teilkonzern Immobilien wird unverändert mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet und für das operative Betriebsergebnis (EBIT) von einem deutlichen Rückgang ausgegangen. Auf Konzernebene wird nunmehr ein deutlicher Umsatzanstieg erwartet. Die Erwartung für das operative Betriebsergebnis (EBIT) liegt nunmehr in einer Bandbreite von 150 bis 170 Mio. Euro. Bei den Erwartungen hinsichtlich der Investitionstätigkeit ergeben sich keine Änderungen. Für den Konzern werden weiterhin Investitionen in einer Bandbreite von 430 bis 480 Mio. Euro erwartet. Davon werden voraussichtlich weiterhin 400 bis 450 Mio. Euro auf den Teilkonzern Hafenlogistik entfallen.
Wesentliche Kennzahlen Januar - Juni 2026
Wesentliche Kennzahlen April - Juni 2026
13.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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