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MÄRKTE ASIEN/Kospi-Erholung hält an - Aufschläge auch in Japan und China

DJ MÄRKTE ASIEN/Kospi-Erholung hält an - Aufschläge auch in Japan und China

DOW JONES--Die wichtigsten asiatischen Börsen in Südkorea, Japan und China zeigen sich am Donnerstag im späten Handel mit Aufschlägen, während die kleineren Handelsplätze tendenziell Abgaben verbuchen. Die US-Verbraucherpreise lieferten keine böse Überraschung nach oben und lindern so etwas die kurzfristigen Zinserhöhungssorgen. "Die schwächere US-Inflation, sowohl bei den Gesamt- als auch bei den Kernzahlen, gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Inflation nicht gefährlich wieder anzieht, auch wenn Risiken durch Energiepreise und Chip-Inflation bestehen bleiben", urteilt APAC-Makrostratege Vishnu Varathan von Mizuho Securities.

Dies stützt vor allem den zinssensiblen Technologiesektor in Südkorea, wo die schwer gewichteten Halbleiterwerte SK Hynix und Samsung Electronics um 7,1 bzw. Prozent 4,7 zulegen. Der Kospi gewinnt derweil 4 Prozent. Gestützt wird der Sektor auch von Foxconn Technology Group. Das Unternehmen aus Taiwan erweitert die weltweite Produktion von Servern für künstliche Intelligenz und anderen Komponenten. Damit will das Unternehmen von den stark steigenden Investitionen in die Cloud-Infrastruktur profitieren und gleichzeitig die lokale Fertigung in Schlüsselmärkten stärken. Die Gewinnerwartungen wurden übertroffen. Dass Cisco Systems in den USA nicht in Gänze überzeugte, tut der positiven Stimmung in Südkorea keinen Abbruch. Der Konzern überbot die Markterwartungen, konnte Anleger nach den zuletzt herausragenden Geschäftszahlen aber nicht überzeugen - der Kurs gab nachbörslich in den USA 4,1 Prozent nach.

In Japan steigt der Nikkei-225 um 1,7 Prozent auf 68.680 Punkte - auch hier zählen Technologietitel zu den gesuchten. Advantest steigen um 4,6 Prozent, Kioxia Holdings um 6,4 Prozent. In China klettert der Shanghai-Composite um 0,4 Prozent, der HSI in Hongkong um 0,2 Prozent - letzterer beendet damit seine jüngste Durststrecke. Es gibt immerhin Anzeichen, dass die ersehnten Stimuli nach den zuletzt schwachen Daten ins Rollen kommen. Die Zentralbank hat zugesagt, zeitnah zusätzliche politische Unterstützung zu leisten, hielt sich jedoch mit weiteren Einzelheiten zurück. Dies nährt die Erwartung, dass keine größere Lockerung der Geldpolitik bevorsteht. "Die PBoC ist dem Politbüro in ihrer politischen Ausrichtung gefolgt, ohne explizite politische Instrumente für den Einsatz zu benennen", erläutern die Ökonomen der Citi.

Der australische S&P/ASX-200 büßt indes 0,3 Prozent ein. Der Telekommunikationsanbieter Telstra hat seine Dividende erhöht und einen weiteren Aktienrückkauf im Umfang von 1,0 Milliarde Australischen Dollar angekündigt. Der Kurs verliert 3,9 Prozent, laut Citi enttäuscht die Prognose für den Cash-Gewinn im Geschäftsjahr 2027. ANZ Bank steigen dagegen nach Geschäftsausweis um 4,2 Prozent. Die Drittquartalszahlen reduzieren nach Einschätzung der Citi die Risiken für die Jahresprognose der australischen Bank.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.181,90  -0,3    +5,4      08:00 
Nikkei-225        68.680,02  +1,7    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.270,89  +1,0   +23,0      08:00 
Kospi (Seoul)       6.843,54  +4,0   +62,4      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.481,06  +0,2    -0,6      10:00 
Shanghai-Composite     3.963,50  +0,4    -0,1      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.696,20  -0,4   +22,6      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.298,34  -1,2   -27,2      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.735,98  -0,3    +3,3      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Mi, 9:31 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1525  +0,0   1,1524     1,1537  -1,9 
EUR/JPY           183,59  -0,1   183,73     183,86  -0,2 
EUR/GBP           0,8539  0,0   0,8539     0,8538  -2,0 
USD/JPY           159,28  -0,1   159,41     159,36  +1,7 
USD/KRW          1.415,00  -0,2  1.417,99    1.418,12  -1,8 
USD/CNY           6,7440  +0,0   6,7433     6,7456  -3,6 
USD/CNH           6,7451  -0,0   6,7461     6,7476  -3,3 
USD/HKD           7,8467  0,0   7,8468     7,8467  +0,8 
AUD/USD           0,7050  -0,1   0,7060     0,7057  +5,7 
NZD/USD           0,5832  -0,4   0,5857     0,5864  +1,3 
BTC/USD          63.887,68  +0,6 63.537,96    63.727,30 -27,2 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           83,04  -0,3   -0,23      83,27 
Brent/ICE           88,88  -0,1   -0,10      88,98 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.401,25  -0,1   -5,81    4.407,06 
Silber            65,43  +0,2    0,13      65,30 
Platin           1.746,00  -0,6   -10,75    1.756,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 13, 2026 01:38 ET (05:38 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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