DJ PTA-News: Addiko Bank AG: Addiko Bank erzielt robustes operatives Ergebnis; außergewöhnliche Belastungen beeinträchtigen das Nettoergebnis
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt
Addiko Bank AG: Addiko Bank erzielt robustes operatives Ergebnis; außergewöhnliche Belastungen beeinträchtigen das Nettoergebnis
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Wien (pta000/13.08.2026/07:50 UTC+2)
• Nettobankergebnis stabil bei EUR155,5 Mio., +0,3% im Jahresvergleich • Bereinigtes Ergebnis nach Steuern im 1. HJ bei EUR19,1 Mio., bereinigt um Schweizer Franken-bezogeneRückstellungen für Rechtsrisiken und transaktionsbezogene Beratungskosten (Vorjahr EUR24,0 Mio.) • Ergebnis nach Steuern im 1H26 bei EUR-23,0 Mio. gegenüber EUR24,0 Mio. im Vorjahr • Risikokosten verbessern sich auf 0,3% bzw. EUR11,6 Mio., gegenüber EUR14,4 Mio. im Vorjahreszeitraum • Operatives Ergebnis bei EUR37,9 Mio. vs. EUR51,6 Mio, beeinflusst von Kosten im Zusammenhang mit derÜbernahme • NPE-Quote stabil bei 2,6% und NPE-Deckungsquote bei 80,2% • CET1-Quote mit 21,3% weiterhin stark und deutlich über den regulatorischen Anforderungen • Übernahmeangebot der RBI erfolgreich, vorbehaltlich der Erfüllung der verbleibenden Angebotsbedingungen,mit Annahmeerklärungen für 55,55% des gesamten Grundkapitals von Addiko, wie am 3. August 2026 veröffentlicht • Guidance bleibt aufgrund von Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Übernahmeprozess sowie möglichenÄnderungen des künftigen Konsolidierungskreises und Geschäftsmodells der Gruppe ausgesetzt.
Wien, 13. August 2026 - Das ausgewiesene Ergebnis wurde wesentlich durch Sondereffekte belastet. Dazu zählen insbesondere zusätzliche Rückstellungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit CHF-Verfahren in Höhe von EUR41,0 Mio., die infolge jüngster Entscheidungen der Obersten Gerichtshöfe in Kroatien und Slowenien neu bewertet wurden. Obwohl Addiko weiterhin erhebliche Bedenken hinsichtlich einzelner rechtlicher und verfahrensbezogener Aspekte dieser Entwicklungen hat, wurden die potenziellen Risiken aus Vorsichtsgründen in der Risikovorsorge berücksichtigt. Hinzu kamen übernahmebezogene Beratungskosten von EUR8,4 Mio. Bereinigt um diese Effekte auf Nachsteuerbasis erzielte Addiko einen Nettogewinn von EUR19,1 Mio. Damit erwies sich die zugrunde liegende Geschäftsentwicklung trotz eines herausfordernden Marktumfelds als robust.
"Das erste Halbjahr 2026 gehörte zu den anspruchsvollsten in der jüngeren Geschichte von Addiko. Trotz rechtlicher Entwicklungen im Zusammenhang mit lange bestehenden CHF-Krediten, anhaltender regulatorischer und staatlicher Eingriffe in mehreren unserer Kernmärkte sowie eines laufenden Übernahmeprozesses blieb die zugrunde liegende Geschäftsentwicklung robust. Während diese Sondereffekte zu einem ausgewiesenen Nettoverlust von EUR23,0 Mio. führten, erzielte Addiko bereinigt um zusätzliche Rückstellungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit CHF-Verfahren sowie übernahmebezogene Beratungskosten ein Ergebnis nach Steuern von EUR19,1 Mio. Besonders wichtig ist, dass wir während des gesamten Zeitraums eine starke Kapital- und Liquiditätsposition aufrechterhalten haben. Mit einer CET1-Quote von 21,3% lagen wir deutlich über den regulatorischen Anforderungen und Kapitalpuffern," sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Juranek.
Er ergänzte: "Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds und regulatorischer Maßnahmen, die unsere geschäftlichen Handlungsspielräume teilweise einschränkten, konnten wir das Nettobankergebnis mit EUR155,5 Mio. stabil halten. Gleichzeitig haben wir die hohe Qualität unseres Kreditportfolios bewahrt, an unserem disziplinierten Risikomanagement festgehalten und bei der Umsetzung unserer Spezialistenstrategie für Consumer- und SME-Kunden weitere Fortschritte erzielt. Das Fokusportfolio erhöhte sich auf 92,1% des Brutto-Kreditbestands, während das Volumen des Fokusportfolios im Jahresvergleich um rund 6% zunahm. Diese Entwicklung unterstreicht die Ertragskraft unseres Geschäfts, die Vorteile unseres fokussierten Geschäftsmodells sowie das Engagement unserer Teams in der gesamten Gruppe."
Zum weiteren Verlauf des Übernahmeprozesses erklärte er: "Nach dem erfolgreichen Abschluss der Angebotsphase befindet sich die Transaktion nun in der Phase der regulatorischen Prüfungen und Genehmigungen. Bis zum Abschluss dieses Prozesses wird Addiko weiterhin unabhängig agieren und ihren bisherigen strategischen und operativen Kurs unverändert fortsetzen. Auch in dieser Übergangsphase bleiben unsere Prioritäten klar: Fokus bewahren, nachhaltige Ergebnisse erzielen und den langfristigen Wert von Addiko steigern."
- Nettobankergebnis stabil, Risikokennzahlen verbessert, Kapitalausstattung weiterhin stark
• Operatives Ergebnis bei EUR37,9 Mio bei stabilem Nettobankergebnis von EUR155,5 Mio. • Allgemeine Verwaltungsaufwendungen bei EUR111,5 Mio., einschließlich EUR8,4 Mio. übernahmebezogenerBeratungskosten • Zusätzliche CHF-bezogene Rückstellungen für Rechtsrisiken von EUR41,0 Mio. nach jüngsten Entscheidungender Obersten Gerichtshöfe in Kroatien und Slowenien
Das Nettobankergebnis blieb im ersten Halbjahr mit EUR155,5 Mio. auf stabilem Niveau, gegenüber EUR155,0 Mio. im Vorjahreszeitraum. Dies ist besonders bemerkenswert vor dem Hintergrund regulatorischer und staatlicher Maßnahmen in mehreren Kernmärkten der Gruppe, die die Möglichkeiten zur Preisgestaltung einschränkten, bestimmte Geschäftsaktivitäten begrenzten und auf annualisierter Basis zu Ertragsbelastungen von mehr als EUR10 Mio. führten. Der Nettozinsertrag belief sich auf EUR117,2 Mio. und lag trotz niedrigerer Marktzinsen, regulatorischer Eingriffe und anhaltenden Renditedrucks weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei konnten niedrigere Zinserträge durch Wachstum des Kundenkreditvolumens, höhere Erträge aus Investitionswertpapieren sowie geringere Einlagenkosten weitgehend kompensiert werden. Das Provisionsergebnis stieg im Jahresvergleich um 2,8% auf EUR38,3 Mio., unterstützt durch Incentives im Zusammenhang mit der Einführung von Mastercard Click to Pay sowie höhere Bancassurance-Erträge.
Der Anteil der beiden Fokussegmente Consumer und SME am Brutto-Kreditbestand (Performing Loans) erhöhte sich auf 92,1%, nach 91,7% zum Jahresende 2025. Der gesamte Brutto-Kreditbestand erreichte EUR3,76 Mrd., getragen von weiterem Wachstum im Consumer-Segment, während das SME-Geschäft weiterhin unter einem intensiven Wettbewerbsumfeld stand. Die Brutto-Performing-Loans im Consumer-Segment stiegen im Jahresvergleich um 8,8% auf EUR2,13 Mrd., während die Brutto-Performing-Loans im SME-Segment um 3,4% auf EUR1,33 Mrd. zunahmen.
Das Operative Ergebnis belief sich in den ersten sechs Monaten 2026 auf EUR37,9 Mio. gegenüber EUR51,6 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere allgemeine Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen, insbesondere auf übernahmebezogene Beratungskosten.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen auf EUR111,5 Mio. nach EUR97,4 Mio. im ersten Halbjahr 2025. Wesentlicher Treiber waren einmalige Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Übernahmeprozess in Höhe von EUR8,4 Mio. Ohne diese Kosten ist der Anstieg vor allem auf Lohn- und allgemeine Indexierungen, Erhöhungen gesetzlicher Mindestlöhne, inflationsbedingte Anpassungen der Kostenbasis sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Expansion der Gruppe nach Rumänien zurückzuführen. Ohne die einmaligen Beratungskosten hätte die Cost/Income-Ratio 66,3% betragen, gegenüber einer ausgewiesenen Cost/Income-Ratio von 71,7%.
Das übrige Ergebnis belief sich auf EUR-48,9 Mio. und wurde maßgeblich durch zusätzliche Rückstellungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit CHF-Verfahren in Kroatien und Slowenien belastet. Von der gesamten Erhöhung dieser Rückstellungen im Berichtszeitraum entfielen EUR41,0 Mio. auf die Neubewertung potenzieller Risiken infolge jüngster Entscheidungen der Obersten Gerichtshöfe in beiden Ländern.
Die erwarteten Kreditrisikovorsorgen beliefen sich auf EUR11,6 Mio. gegenüber EUR14,4 Mio. in der Vorjahresperiode. Die Risikokosten verbesserten sich damit auf 0,3% bzw. 31 Basispunkte und spiegeln die weiterhin hohe Qualität des Kreditportfolios wider. Die NPE-Quote blieb mit 2,6% auf niedrigem Niveau (YE25: 2,5%), während die NPE-Deckungsquote mit 80,2% weiterhin auf einem starken Niveau lag (YE25: 81,7%).
Die CET1-Quote und die Gesamtkapitalquote lagen zum 30. Juni 2026 bei 21,3%, verglichen mit 22,4% zum Jahresende 2025. Die Kapitalposition der Gruppe blieb trotz außergewöhnlicher negativer Effekte im zweiten Quartal weiterhin deutlich über den geltenden regulatorischen Anforderungen und unterstützte weiterhin diszipliniertes Geschäftswachstum.
RBI-Übernahmeangebot erfolgreich, Angebotsbedingungen bis 14. Mai 2027 zu erfüllen
Die Annahmefrist für beide freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebote endete am 29. Juli 2026. Nach Ablauf der Annahmefrist gab Raiffeisen Bank International AG (RBI) am 3. August 2026 bekannt, dass ihr Übernahmeangebot für die Addiko Bank AG erfolgreich war, vorbehaltlich der Erfüllung der verbleibenden Angebotsbedingungen, einschließlich regulatorischer und kartellrechtlicher Genehmigungen. RBI erhielt Annahmeerklärungen für insgesamt 10.831.435 Addiko-Aktien, entsprechend 55,55% des gesamten Grundkapitals von Addiko bzw. 56,16% der angebotsrelevanten Aktienbasis, d.h. der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien abzüglich der von der Addiko Bank AG gehaltenen eigenen Aktien.
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August 13, 2026 01:51 ET (05:51 GMT)



