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MÄRKTE ASIEN/Überwiegend Abgaben - Kospi-Erholung hält an

DJ MÄRKTE ASIEN/Überwiegend Abgaben - Kospi-Erholung hält an

DOW JONES--Während die Börsen in Südkorea und Japan am Donnerstag mit Aufschlägen schlossen, drehten die chinesischen Börsen ins Minus und schlossen sich vielen kleineren Handelsplätzen in Asien an, die überwiegend Abschläge verbuchten. Die US-Verbraucherpreise lieferten keine böse Überraschung nach oben und linderten so etwas die kurzfristigen Zinserhöhungssorgen. "Die schwächere US-Inflation, sowohl bei den Gesamt- als auch bei den Kernzahlen, gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Inflation nicht gefährlich wieder anzieht, auch wenn Risiken durch Energiepreise und Chip-Inflation bestehen bleiben", urteilte APAC-Makrostratege Vishnu Varathan von Mizuho Securities.

Dies stützte vor allem den zinssensiblen Technologiesektor in Südkorea, wo die schwer gewichteten Halbleiterwerte SK Hynix und Samsung Electronics um 5,9 bzw 4,9 Prozent zulegten. Der Kospi gewann derweil 3,6 Prozent, womit die Erholungsrally in die vierte Runde ging. Unterstützung für den Halbleitersektor kam auch von Foxconn Technology Group. Das Unternehmen aus Taiwan erweitert die weltweite Produktion von Servern für Künstliche Intelligenz (KI) und andere Komponenten. Damit will das Unternehmen von den stark steigenden Investitionen in die Cloud-Infrastruktur profitieren und gleichzeitig die lokale Fertigung in Schlüsselmärkten stärken. Die Gewinnerwartungen wurden übertroffen. Dass Cisco Systems in den USA nicht in Gänze überzeugte, tat der positiven Stimmung in Südkorea keinen Abbruch. Der Konzern überbot die Markterwartungen, konnte Anleger nach den zuletzt herausragenden Geschäftszahlen aber nicht überzeugen - der Kurs gab nachbörslich in den USA 4,1 Prozent nach.

Der von der Halbleiterindustrie angetriebene Wirtschaftsboom in Südkorea könnte trotz kurzfristigen Aufwärtspotenzials für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts binnen zwei Jahren an Fahrt verlieren, warnte Marcel Thieliant von Capital Economics. Der Ökonom erwartet, dass der US-Investitionsboom im Bereich KI 2028 an Fahrt verlieren wird. Dies könne südkoreanische Chiphersteller dazu veranlassen, ihre Investitionen zu kürzen, da die Branche sehr zyklisch sei.

In Japan stieg der Nikkei-225 um 1,2 Prozent auf 68.309 Punkte - auch hier zählten Elektroniktitel zu den gesuchten. Advantest stiegen um 4,0 Prozent, Kioxia Holdings um 3,9 Prozent und Tokyo Electron um 2,1 Prozent. In China drehten die Märkte ins Minus: der Shanghai-Composite verlor 0,5 Prozent und der HSI in Hongkong im späten Handel 0,3 Prozent - letzterer baute seine jüngste Durststrecke damit auf vier Sitzungen aus. Händler sprachen von Enttäuschung über die ersehnten Stimuli nach den zuletzt schwachen Daten. Die Zentralbank hatte zwar zugesagt, zeitnah zusätzliche politische Unterstützung zu leisten, hielt sich jedoch mit weiteren Einzelheiten zurück. Dies nährte die Sorge, dass keine größere Lockerung der Geldpolitik bevorsteht. "Die PBoC ist dem Politbüro in ihrer politischen Ausrichtung gefolgt, ohne explizite politische Instrumente für den Einsatz zu benennen", erläuterten die Ökonomen der Citi.

Lenovo schnellten in Hongkong um 18,4 Prozent in die Höhe. Der Rechnerkonzern habe mit seinen Geschäftszahlen die Erwartungen auf breiter Front deutlich übertroffen und damit das Narrativ des KI-getriebenen Wachstums untermauert, erläuterten die Analysten der Citi.

Der australische S&P/ASX-200 büßte indes 0,2 Prozent ein. Der Telekommunikationsanbieter Telstra hatte seine Dividende erhöht und einen weiteren Aktienrückkauf im Umfang von 1,0 Milliarde australischen Dollar angekündigt. Der Kurs verlor 3,2 Prozent, laut Citi enttäuschte die Prognose für den Nettogewinn im Geschäftsjahr 2027. ANZ Bank stiegen dagegen nach Geschäftsausweis um 4,5 Prozent. Die Drittquartalszahlen reduzierten nach Einschätzung der Citi die Risiken für die Jahresprognose der australischen Bank.

Der australische Dollar rutschte nach "taubenhaften" Kommentaren von Chris Kent, dem stellvertretenden Gouverneur der Reserve Bank of Australia, unter die Marke von 0,7050 US-Dollar. Kent habe gesagt, die finanziellen Bedingungen seien etwas restriktiv und die drei Zinserhöhungen von Anfang des Jahres zeigten ihre beabsichtigte Wirkung, merkte CBA-Devisenstrategin Samara Hammoud an. Sie prognostiziert, dass die Notenbank die Zinsen vorerst unverändert lassen und 2027 zwei Zinssenkungen vornehmen werde.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.188,50  -0,2    +5,4      08:00 
Nikkei-225        68.308,59  +1,2    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.265,88  +0,9   +22,8      08:00 
Kospi (Seoul)       6.813,34  +3,6   +61,7      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.368,41  -0,3    -1,0      10:00 
Shanghai-Composite     3.926,96  -0,5    -1,1      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.710,02  -0,2   +22,9      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.312,04  -1,0   -26,9      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.733,71  -0,5    +3,2      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Mi, 9:31 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1518  -0,1   1,1524     1,1537  -1,9 
EUR/JPY           183,61  -0,1   183,73     183,86  -0,2 
EUR/GBP           0,8544  +0,1   0,8539     0,8538  -2,0 
USD/JPY           159,39  -0,0   159,41     159,36  +1,8 
USD/KRW          1.423,66  +0,4  1.417,99    1.418,12  -1,2 
USD/CNY           6,7457  +0,0   6,7433     6,7456  -3,5 
USD/CNH           6,7478  +0,0   6,7461     6,7476  -3,3 
USD/HKD           7,8459  -0,0   7,8468     7,8467  +0,8 
AUD/USD           0,7046  -0,2   0,7060     0,7057  +5,6 
NZD/USD           0,5829  -0,5   0,5857     0,5864  +1,3 
BTC/USD          63.838,59  +0,5 63.537,96    63.727,30 -27,2 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           83,00  -0,3   -0,27      83,27 
Brent/ICE           88,55  -0,5   -0,43      88,98 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.375,84  -0,7   -31,22    4.407,06 
Silber            64,63  -1,0   -0,67      65,30 
Platin           1.729,75  -1,5   -27,00    1.756,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 13, 2026 03:39 ET (07:39 GMT)

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