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MÄRKTE EUROPA/Freundlicher Start - Gute Berichtssaison stützt

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlicher Start - Gute Berichtssaison stützt

DOW JONES--Mit leichten Gewinnen zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag im frühen Handel. Der DAX steigt um 0,3 Prozent auf 26.414 Punkte, der Euro-Stoxx-50 erhöht sich um 0,4 Prozent auf 6.558 Punkte. Nachrichtlich im Fokus steht in Europa weiter eine Fülle an Unternehmenszahlen aus der Berichtssaison, wenn auch immer mehr aus der zweiten Reihe. Rund um die Straße von Hormus gibt es dagegen keine belastbaren Neuigkeiten, der Brent-Ölpreis notiert knapp unter 89 Dollar.

Weiter im Fokus stehen auch US-Inflationsdaten, diesmal die Erzeugerpreise (PPI) am Nachmittag. Am Vortag hatten die US-Verbraucherpreise (CPI) für etwas Entspannung gesorgt, da sie die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank dämpften. Man hoffe, "dass die Inflation nicht wieder gefährlich anzieht, auch wenn Risiken durch Energiepreise und Chip-Inflation bestehen bleiben", sagte Vishnu Varathan von Mizuho Securities.

Die schlechte Nachricht innerhalb der US-Daten sei vom Markt aber übersehen worden, heißt es von Strategen: das extrem schwache Lohnwachstum. Das US-CPI habe gezeigt, dass der moderate Inflationsanstieg auf Kosten der Löhne erzielt worden sei. Die Kaufkraft der US-Amerikaner sinke damit. Die Inflation habe Lohnsteigerungen aufgezehrt, auf Jahressicht seien die realen Stundenlöhne um 0,2 Prozent gefallen. Dies dürfte sich als Druck auf den US-Konsum zeigen. Dieser gelte aber noch als Stütze der US-Wirtschaft.

Die Analysten der Helaba betonen ein weiteres Problem: Der Erhebungszeitraum der Statistik sei in die erste Monatshälfte gefallen, als die Preise an den Tankstellen sogar gesunken waren: "Dies ändert sich mit den August-Werten". Per Stand Jetzt lägen die Benzinpreise in den USA rund 6 Prozent über dem Juli-Niveau, daher gebe es keinen Grund für die US-Notenbank, sich entspannt zurückzulehnen: "Die jüngsten Verteuerungen von Rohöl werden ihre Wirkung in den Statistiken erst noch entfalten".

Entsprechend reagierten die US-Anleihemärkte nicht euphorisch auf das CPI. Die 10-jährigen Renditen zeigen sich bei 4,67 Prozent weiter auf hohem Niveau.

Bei der Zahlenflut aus der Berichtssaison ragen nur wenige Titel hervor. Die Aktien von Ottobock steigen um 3,5 Prozent. Der Prothesenhersteller konnte von Umsatz bis Gewinn und Marge alles steigern. Die ehemalige Jenoptik-Tochter Vincorion (+6%) profitiert wie schon die Jenoptik-Zahlen zeigten vom Rüstungsboom.

Kräftig nach oben schießen Moeller-Maersk mit 7 Prozent. Die Container-Reederei hat die Gewinnprognose deutlich erhöht. Und dass trotz des laufenden Konflikts um die Straße von Hormus. Auch bei Adyen geht es um 11 Prozent aufwärts, nachdem die Umsatzprognose weiter erhöht wurde.

In Deutschland klettern RWE um 1,2 Prozent. Die finalen Zahlen haben zwar wenig Neues gegeben, hieß es im Handel. Jedoch hätten sie erneut die Ertragskraft des Versorgers betont.

Als uneinheitlich werden die Geschäftszahlen von Thyssenkrupp (+1,1%) im Handel bezeichnet. Unter anderem sei das Umsatzwachstum für das laufende Jahr innerhalb der bekannten Spanne etwas nach unten präzisiert worden, die Gewinnerwartung an das bereinigte EBIT aber nach oben.

Die Ergebnisse von Grenke für das zweite Quartal sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, wie es von der DZ Bank heißt. Das Unternehmen komme sehr gut voran beim Portfoliowachstum, was sich in steigenden Zinserträgen widerspiegele. Die Effizienz habe sich auch weiter verbessert, die Cost-Income-Ratio (CIR) habe mit 51 Prozent erneut auf einem guten Niveau gelegen. Einziger Wermutstropfen bleibe die hohe Risikovorsorge. Die Aktie verliert 3,4 Prozent.

Bei Hellofresh geht es nach Geschäftszahlen 0,4 Prozent nach unten. Der Gewinnausblick für das laufende Jahr sei zwar bestätigt worden, der Ausblick sei aber weniger verheissungsvoll. Zudem habe der Lieferdienst den bereits erwarteten Umsatzrückgang für das Gesamtjahr noch weiter nach unten präzisiert.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.558,31  +0,4   24,32    6.533,99      13,2 
Stoxx-50        5.531,18  +0,1    4,16    5.527,02      12,5 
DAX          26.413,81  +0,3   82,74    26.331,07      7,9 
MDAX          32.306,94  -0,1   -28,23    27.039,42      5,5 
TecDAX         4.077,14  +0,2    9,52    3.091,28      12,6 
SDAX          18.624,91  +0,7   122,27    13.062,07      8,4 
FTSE          10.794,67  -0,4   -38,48    10.833,15      8,7 
CAC           8.680,16  +0,1    5,22    8.674,94      6,5 
SMI          14.475,65  +0,2   26,18    14.449,47      9,1 
ATX           6.729,26  +0,3   19,07    6.710,19      26,3 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1524  0,0   0,0000     1,1524     1,1541 
EUR/JPY          183,63  -0,1  -0,1000     183,73    183,7500 
EUR/CHF          0,9372  -0,0  -0,0002     0,9374     0,9364 
EUR/GBP          0,8546  +0,1   0,0007     0,8539     0,8542 
USD/JPY          159,34  -0,0  -0,0700     159,41    159,2000 
GBP/USD          1,3484  -0,1  -0,0008     1,3492     1,3507 
USD/CNY          6,7446  +0,0   0,0013     6,7433     6,7420 
USD/CNH          6,7461  0,0   0,0000     6,7461     6,7446 
AUS/USD          0,7048  -0,2  -0,0012      0,706     0,7074 
Bitcoin/USD      63.841,57  +0,5   303,61    63.537,96   63.448,69 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         82,09  -1,4   -1,18      83,27 
Brent/ICE         88,29  -0,8   -0,69      88,98 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.374,32  -0,7   -32,74    4.407,06 
Silber           64,69  -0,9   -0,61      65,30 
Platin         1.729,87  -1,5   -26,88    1.756,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 13, 2026 03:53 ET (07:53 GMT)

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