ESSEN (dpa-AFX) - Die staatliche Aufrüstung rund um IT-Sicherheit treibt das Geschäft von Secunet Security Networks kräftig an. Vorstandschef Marc-Julian Siewert schaut nach starken ersten sechs Monaten nun optimistischer auf sein Umsatzziel für das laufende Jahr. Das Geschäft mit staatlichen Stellen habe besonders deutlich zugelegt, teilte das Unternehmen in Essen mit. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.
Die Secunet-Aktie legte bis zur Mittagszeit um gut sechs Prozent auf 197,20 Euro zu und gehörte damit zu den größten Gewinnern im Kleinwerte-Index SDax . Allerdings war das Papier vor fünf Jahren noch etwa doppelt so teuer gehandelt worden.
"Das erste Halbjahr 2026 zeigt deutlich, dass wir mit starkem Wachstum große Schritte nach vorne mache", sagte Siewert. Dabei habe sich die Profitabilität besonders im zweiten Quartal enorm verbessert. Zudem wuchs der Auftragseingang im ersten Halbjahr um fast 80 Prozent auf gut 287 Millionen Euro und überstieg den Umsatz des Zeitraums damit um 40 Prozent.
Als Grund nannte Secunet vor allem eine starke Nachfrage von Behörden und Ministerien für die Unternehmenssparte Public Authorities. Diese machte die Hälfte des gesamten Auftragseingangs aus. Aber auch die Bereiche Defence & Space und Heimatsicherheit bauten ihr Geschäftsvolumen deutlich aus.
Der Auftragsbestand des Unternehmens kletterte binnen eines halben Jahres um fast 30 Prozent auf knapp 361 Millionen Euro. "Diese Dynamik stimmt uns für die zweite Jahreshälfte sehr zuversichtlich", sagte Siewert.
Für das laufende Jahr rechnet der Manager jetzt mit einem Umsatz von etwa 500 Millionen Euro. Dies entspricht dem oberen Ende der weiter geltenden Zielspanne. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll weiterhin 53 bis 58 Millionen Euro erreichen. Hier schlügen sich laufende Investitionen in Produkte und Geschäftsausbau nieder, hieß es zur Erklärung, weshalb der Vorstand nicht auch beim Gewinnziel optimistischer wird.
Im ersten Halbjahr erzielte Secunet dank eines starken zweiten Quartals einen Umsatz von 205 Millionen Euro und damit fast ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wuchs noch etwas stärker auf 8,7 Millionen Euro. Der Überschuss legte im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 5,9 Millionen Euro zu./stw/tav/stk




