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MÄRKTE USA/Zinsoptimismus sorgt für Kauflaune bei Aktien

DJ MÄRKTE USA/Zinsoptimismus sorgt für Kauflaune bei Aktien

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Bestätigte Signale über eine Abkühlung der Inflation in den USA sorgen am Donnerstagmittag an der Wall Street für steigende Aktienkurse. Nach den Verbraucherpreisen am Mittwoch sind nun die Erzeugerpreise für Juli günstig ausgefallen. In der Kernrate stiegen sie zum Vormonat um 0,2 Prozent, einen Tick weniger als von Ökonomen geschätzt. Dies könnte es der US-Notenbank ermöglichen, die Zinsen nicht zu erhöhen.

Der eng gefasste Dow-Jones-Index gibt um 0,2 Prozent nach, gebremst von einem deutlichen Minus bei Cisco Systems. Der breite S&P-500 zieht dagegen um 0,4 Prozent an und markiert ein neues Rekordhoch, die technologielastigen Nasdaq-Indizes kommen sogar um bis zu 1,0 Prozent voran.

Rückenwind, auch für die Hoffnung auf eine ausbleibende Zinserhöhung, kommt von den Ölpreisen. Sie geben um rund 1,0 Prozent nach, ungeachtet der weiter unklaren Situation in der Straße von Hormus. US-Präsident Trump erklärte die Straße von Hormus zwar für offen und dass die USA die Kontrolle darüber hätten; dessen ungeachtet passieren aber weiter nur wenige Schiffe die wichtige Wasserstraße. Dazu will der Iran weiter Gebühren für Passagen erheben. Preisdrückend könnte aktuell ein schwächerer Nachfrageausblick wirken, sowohl seitens der Internationalen Energieagentur wie auch der Opec. Gleichwohl bleibt die Entwicklung um die Straße von Hormus der maßgebliche Faktor für die Ölpreise.

Die Renditen der US-Staatsanleihen fielen bereits nach den Inflationsdaten am Mittwoch, aktuell geht es für die Zehnjahresrendite um weitere 5 Basispunkte nach unten auf 4,64 Prozent. Laut Daten der CME Group sehen Anleger nun eine Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent, dass die Fed die Zinsen bei ihrer Sitzung im nächsten Monat unverändert lassen wird, verglichen mit 45 Prozent vor einer Woche. Auch die Wetten darauf, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr gar nicht mehr anheben könnte, nehmen zu. Beim Dollar tut sich wenig, der Euro wird mit 1,1524 Dollar gehandelt.

Unter den Einzelwerten geht es für Cisco Systems um 9,3 Prozent nach unten. Der Netzwerkausrüster wies für das vierte Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und Umsatz aus als erwartet und bestätigte die Prognose. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits um 60 Prozent zugelegt. Hier dürften Anleger die guten Zahlen für Gewinnmitnahmen nutzen, daneben ist im Handel von teils extrem hohen Erwartungen im Vorfeld die Rede. Barclays findet zudem ein Haar in der Suppe: Der Ausblick impliziere einen Rückgang der Produktmarge, was enttäuschend sei, heißt es von den Analysten.

Cerebras Systems knicken um 12,9 Prozent ein. Der Entwickler von KI-Prozessoren und Supercomputersystemen verzeichnete im zweiten Quartal einen Verlust, hob aber dennoch die Jahresprognose an. Allerdings rechnet Cerebras weiter mit einer negativen Kernmarge.

Stubhub Holdings konnte den sprunghaften Umsatzanstieg durch die Fußball-Weltmeisterschaft im zweiten Quartal nicht in einen Gewinn umwandeln. Die Aktie des Ticketvermarktes verliert über 14 Prozent. Für Enersys geht es dagegen um 4,2 Prozent nach oben, angetrieben von stark ausgefallen Quartalszahlen des Anbieters von Energiespeicherlösungen.

Birkenstock hat vielversprechende Umsatztrends gemeldet, die nach Einschätzung der Analysten von Bernstein als Zeichen einer gesunden Markendynamik zu werten sind. Der deutsche Sandalenhersteller erzielte im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von 15 Prozent und übertraf damit die Erwartung. Die Aktie legt um 14,2 Prozent zu.

Home Depot liegen 0,6 Prozent niedriger mit der Nachricht, dass der Unternehmenschef des Baumarktkonzerns eine temporäre krankheitsbedingte Auszeit nimmt.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      53.683,93  -0,2   -86,34    53.770,27 
S&P-500     7.782,94  +0,4   +34,44    7.748,50 
NASDAQ Comp  26.746,44  +0,6  +157,95    26.588,49 
NASDAQ 100   30.054,45  +1,0  +311,84    29.742,60 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,15 -0,05    4,20      4,12 
5 Jahre       4,32 -0,06    4,37      4,29 
10 Jahre      4,64 -0,05    4,69      4,61 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:15 Uhr 
EUR/USD      1,1524  0,0   0,0000     1,1524     1,1541 
EUR/JPY      183,75  +0,0   0,0200     183,73    183,7500 
EUR/CHF      0,9375  +0,0   0,0001     0,9374     0,9364 
EUR/GBP      0,8546  +0,1   0,0007     0,8539     0,8542 
USD/JPY      159,45  +0,0   0,0400     159,41    159,2000 
GBP/USD      1,3482  -0,1  -0,0010     1,3492     1,3507 
USD/CNY      6,7428  -0,0  -0,0005     6,7433     6,7420 
USD/CNH      6,7452  -0,0  -0,0009     6,7461     6,7446 
AUS/USD      0,7052  -0,1  -0,0008      0,706     0,7074 
Bitcoin/USD  63.494,12  -0,1   -43,84    63.537,96   63.448,69 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     82,35  -1,1   -0,92      83,27 
Brent/ICE     88,29  -0,8   -0,69      88,98 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.354,09  -1,2   -52,97    4.407,06 
Silber       64,51  -1,2   -0,79      65,30 
Platin     1.717,25  -2,2   -39,50    1.756,75 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 13, 2026 12:46 ET (16:46 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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