BERLIN/LEIPZIG (dpa-AFX) - Drei Wochen nach ihrer Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt zeigt sich die sächsische CDU-Politikerin Christiane Schenderlein enttäuscht über die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz - mit öffentlicher Kritik hält sie sich aber zurück. "Selbstverständlich hätte ich diese Arbeit gern noch weitergeführt, doch das lag nicht in meiner Hand", sagte Schenderlein der "Leipziger Volkszeitung" und der "Sächsischen Zeitung". "Ich respektiere seinen Entschluss. Doch ich werde keine Einordnungen vornehmen."
Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub telefonisch über den Schritt informiert. "Dabei hat der Bundeskanzler sofort deutlich gemacht, dass die Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nichts mit mir zu tun hat. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist, aber jetzt eine Neuausrichtung des Amtes wünscht, mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat", berichtete Schenderlein.
Merz hatte Ende Juli im Zuge einer Kabinettsumbildung auch Schenderlein aus dem Ressort abberufen. In ostdeutschen CDU-Verbänden stieß das auf viel Unmut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte den Wechsel öffentlich. Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rückzug von Unionsfraktionschef Jens Spahn./mxx/DP/zb
