DJ Fitch bestätigt Bonitätsnote der USA mit "AA+"
Von Stephen Nakrosis
DOW JONES--Fitch Ratings hat die langfristigen Emittentenausfallratings (Issuer Default Ratings) der USA in Fremd- und Landeswährung mit "AA+" und stabilem Ausblick bestätigt. Faktoren, die das US-Rating belasten, sind nach Angaben von Fitch hohe Haushaltsdefizite, eine erhebliche Zinslast sowie ein hohes und steigendes Niveau der Staatsverschuldung.
Im August 2023 hatte Fitch die langfristige Bonitätseinstufung der USA von "AAA" auf "AA+" herabgestuft. Damals verwies die Agentur auf die wachsende Schuldenlast der USA und politische Handlungsunfähigkeit, als Gesetzgeber über die Schuldenobergrenze der US-Regierung stritten.
Fitch erklärte, dass die gesamte Staatsverschuldung der USA im Verhältnis zum BIP bis Ende 2028 voraussichtlich auf 123 Prozent steigen wird, verglichen mit 117 Prozent Ende 2025. Die wachsende Verschuldung werde durch eine gestiegene Zinsbelastung noch verschärft, fügte die Agentur hinzu. Zudem prognostiziert Fitch derzeit, dass die Schuldenquote unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen bis 2030 auf 128 Prozent steigen wird.
Das Staatsdefizit wird in diesem Jahr voraussichtlich auf 7,4 Prozent des BIP ansteigen, nach 6,8 Prozent im Jahr 2025, ergänzte Fitch. "Bemühungen zur Verringerung des Defizits durch Ausgabenanpassungen werden begrenzt sein, da die ermessensabhängigen Ausgaben außerhalb des Verteidigungsbereichs weniger als 15 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen", so Fitch.
Zudem geht Fitch davon aus, dass die Schuldenobergrenze von 41,1 Billionen US-Dollar Mitte 2027 erreicht wird.
Gestützt werde das Rating der USA durch die große Volkswirtschaft, das hohe Pro-Kopf-Einkommen und die Finanzierungsflexibilität, die sich aus der Rolle des Dollar als globale Reservewährung ergibt. Fitch fügte jedoch hinzu, dass sich die Nachfrage nach Arbeitskräften abgeschwächt hat und die Schaffung von Arbeitsplätzen in diesem Jahr deutlich zurückgegangen ist.
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